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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bombenblindgänger in Voxtrup – Staus rund um Osnabrück
 
Blindgänger in Voxtrup entschärft
Zwischenüberschrift:
2000 Osnabrücker evakuiert
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Nach dem Fund eines Bombenblindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg im Osnabrücker Stadtteil Voxtrup musste die Autobahn 30 gestern Nachmittag zwischen den Anschlussstellen Natbergen und Nahnein beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. Auf der A 30 stauten sich die Fahrzeuge auf bis zu zehn Kilometer Länge. In Osnabrück wurde der Innenstadtverkehr beeinträchtigt. Rund 2000 Menschen mussten nach Polizeiangaben die Sicherheitszone um den Bombenfundort verlassen. Um 21.40 Uhr hatte ein Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes aus Hannover die Bombe entschärft.
Foto:
Moritz Frankenberg

OSNABRÜCK. Bei Bauarbeiten ist am Donnerstag auf einem Privatgrundstück in der Straße In der Steiniger Heide″ in Osnabrück-Voxtrup eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. 2000 Voxtruper mussten ihre Wohnungen verlassen. Um 21.40 Uhr war die Bombe entschärft.

Der Kampfmittelräumdienst aus Hannover hatte die konventionellen Zünder der Fünf-Zentner-Bombe binnen weniger Minuten vor Ort entschärft. Vor 20 Uhr konnte sich der Sprengmeister allerdings nicht an die Arbeit machen, da sichergestellt werden musste, dass sich kein Anwohner mehr in dem betroffenen Gebiet aufhielt, wie Stadt-Pressesprecher Sven Jürgensen berichtete.
Eigentlich hätte alles auch zügiger über die Bühne gehen können, wenn es bei der Evakuierung nicht so geholpert hätte. Einige Bewohner des Gebiets mit einem Radius von etwa 1000 Metern wollten schlicht ihre Wohnungen nicht verlassen. Hinzu kam, dass ein Fernsehsender irrtümlich berichtet hatte, dass die Bombe bereits entschärft sei, als die Arbeiten noch im vollen Gange waren. Daraufhin wollten mehrere Anwohner in ihre Häuser zurückkehren, wie die Feuerwehr Osnabrück berichtete.
Entspannt war die Stimmung vor allem zu Beginn an der Gesamtschule Schinkel (GSS). Dort hatte die Osnabrücker Feuerwehr gemeinsam mit den Hilfskräften vom Roten Kreuz, dem ASB, den Johannitern und den Maltesern in Windeseile ein Evakuierungszentrum aufgebaut. Es sind hier rund 60 Helfer im Einsatz. Da ist es natürlich von Vorteil, dass die Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr und Freiwilligen in Osnabrück immer so hervorragend klappt″, sagte Gerrit Kruse von der Feuerwehr.
Nach und nach kamen die ersten Voxtruper in die GSS und wurden der Reihenachregistriert. Ein Job für Gabriele Warnke vom DRK. Und das, obwohl sie Geburtstag hatte. Meine Gäste sitzen zu Hause auf der Terrasse und warten″, nahm sie den plötzlichen Einsatz mit Humor Dienst ist eben Dienst.
Ihren Humor verloren auch die Evakuierten nicht. In den Abendstunden warenes knapp 120, die darauf warteten, nach Hause zurückzukehren. Man kann es ja eh nicht ändern″, sagte eine ältere Dame. Außerdem wurden die Wartenden mit Möhreneintopf mit Würstchen, Kaffee oder Keksen auch bestens versorgt, bis sie von denvielen fleißigen Helfern nach Ende der Räumung in ihre Häuser zurückgebracht wurden.
Wegen der Bombenräumung wurde zudem kurz nach 16 Uhr die Autobahn 30 zwischen dem Südkreuz und der Anschlussstelle Natbergen in beiden Richtungen gesperrt, es bildeten sich zwischenzeitlich ein zehn Kilometer langer Stau in Richtung Bad Oeynhausen ab dem Lotter Kreuz und ein sieben Kilometer langer Stau ab Gesmold in Richtung Osnabrück. Auch die Osnabrücker Innenstadt war dicht, die Busse hatten teilweise 20 Minuten Verspätung. Neue-OZ-Redakteurin Beate Dammermann meldete sich kurz in der Redaktion: Der Verkehr in Osnabrück ist chaotisch. Martinistraße stadteinwärts aus Richtung Hellern ist dicht, sogar die Parkstraße Richtung Sutthauser Straße ist ab Hoffmeyerplatz zu. Jeder sucht und findet keine Schleichwege.″
Im Einsatz waren etwa 240 Kräfte von Polizei, Technischem Hilfswerk, Stadtverwaltung sowie Hilfsdiensten.

Bildtexte:
Eher entspannt war die Arbeit von Gabriele Warnke im Evakuierungszentrum in der Gesamtschule Schinkel.
Um 21.40 Uhr war es so weit: Der Sprengmeister hatte die Fünf-Zentner-Bombe in Voxtrup entschärft.
Das Evakuierungsgebiet in Voxtrup (graue Linie) und der Bombenfundort an der Steiniger Heide (Kreis).
Fotos:
Uwe Lewandowski
Quelle:
Polizei
Autor:
Cornelia Achenbach, Malte Schlaack, Michael Schwager


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