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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein großer Kreisverkehr auf dem Wallring
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur aktuellen Diskussion über die Osnabrücker Rad-Verkehrspolitik.

Mal angenommen, ich würde eine Einbahnstraße, einen großen Kreisverkehr, auf dem Wallring einrichten, was schon einige Städte vorgemacht haben. Es gäbe eine perfekte grüne Welle, die ein

Auto bei Tempo 50, praktisch ohne anzuhalten, 24 Stunden im Kreis fahren lassen könnte. Das würde Lärm und Emissionen deutlich reduzieren und auch die Fahrzeit reduzieren. Die dann vorhandenen vier Spuren könnten im ersten Schritt auf drei Spuren reduziert werden. Die äußere oder innere Spur könnte für Radfahrer reserviert werden, als Pop-up-Radweg sofort verfügbar. Auf längere Sicht wäre eine Abtrennung mit Pflanzkübeln zur Reduktion von Staub, Lärm und zum Sichtschutz möglich. Die Bürgersteige könnten dann, von Rädern entlastet, Platz bieten für urbane Lebensqualität, zum Beispiel Straßencafés.

Der zweite Schritt wäre, auch von den verbliebenen drei Spuren noch eine umzuwandeln, wenn sich zeigt, dass der Verkehr auch so fließt. In dieser abgetretenen Fahrbahn könnten Induktionsspulen im Boden verlegt werden, um Kleinelektrobusse zu laden, die dann ohne Ladepause im Minutentakt um den Wall fahren könnten. Immer, wenn ein Bürger mitmöchte, hält gerade ein Bus, oder der nächste ist in Sichtweite.

Es könnten auf der Route selbstfahrende Busse wie der , Hubi′ aus dem Wissenschaftspark oder von , Sunglider′ sein. Im dritten Schritt könnten die Busse vielleicht mit einer Handy-App individuell angehalten werden und frei von Haltestellen stoppen. Mehrere kleine Busse könnten zusammengekoppelt werden, wenn ein Zug am Altstadtbahnhof ankommt oder zu anderen Stoßzeiten.

Einige Busse könnten auch über den Neumarkt oder zum Bahnhof fahren. Im vierten Schritt könnten die Dieselbusse von außerhalb am Ring stoppen und umdrehen. Die Passagiere steigen in Elektrokleinbusse, die sie vielleicht sogar individuell den letzten Kilometer zum Ziel fahren könnten. Das Ganze bräuchte sicher viele Zuschüsse von Land, Bund und der EU. Dafür wäre die Stadt aber auch ein Vorreiter in Sachen umweltfreundliche Mobilität.

Ein Problem wäre, dass Fahrer, die nur einige Straßen gegen den Strom fahren müssten, eventuell Ausweichrouten suchen würden. Die müssen eventuell unattrakiv gemacht werden, wie im Katharinenviertel.″

Edzard Ites
Osnabrück
Autor:
Edzard Ites


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