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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Diese Straße war kein Schnäppchen
Zwischenüberschrift:
Streit um Anliegerbeiträge am Hunteburger Weg: Kosten mehr als verdoppelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die Anwohner des Hunteburger Weges sind sauer: Für den Ausbau der Straße stellt ihnen die Stadt Anliegerbeiträge zwischen sieben und neun Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche in Rechnung. Vor einigen Jahren war noch von zwei bis vier Euro die Rede gewesen.

Am Donnerstag kamen die Bescheide mit der Post, und die Empörung kannte keine Grenzen. Die Anwohner-Initiative fühlt sich hintergangen, weil offene Fragen zur Abrechnung in einem Gespräch am kommenden Montag geklärt werden sollten. Erst nach diesem Termin sollten die Bescheide herausgeschickt werden, sagt Helmut Korte, der Sprecher der Anwohner. Das habe der Fachbereich Finanzen und Controlling sogar schriftlich zugesagt.
Korte ist überzeugt, dass die Berechnung des zuständigen Fachdienstes Fehler aufweist. Das habe der Anwalt der Initiative herausgefunden. Von der Stadt sind die Anwohner auch deshalb enttäuscht, weil es immer wieder zu Kommunikationsschwierigkeiten gekommen ist. Zuletzt hatte die Initiative einen Brief an Oberbürgermeister Boris Pistorius geschickt und als Antwort lediglich eine Eingangsbestätigung des Fachdienstes erhalten. Auf die vorgetragenen Bedenken sei aber nicht eingegangen worden, kritisiert Korte.
Die Straße, die im Stadtteil Widukindland parallel zur Bahnlinie nach Bremen verläuft, wurde 2008 ausgebaut. Weil die Stadtwerke zuvor Kanäle verlegt hatten, ging die Stadtverwaltung zunächst von einem sehr günstigen Kostenanteil für die Anwohner aus. Presseamtschef Sven Jürgensen bestätigt, dass 2006 einmal die Größenordnung von 2 bis 4 Euro genannt worden sei wie üblich auf einen Quadratmeter Grundstücksfläche bezogen. Bei dieser Zahl habe es sich um eine allererste Schätzung″ gehandelt, sagt Jürgensen. Solche frühzeitigen Aussagen stünden zwar unter Vorbehalt, hätten sich aber in manchen Fällen als zutreffend erwiesen. Am Hunteburger Weg allerdings nicht. Der Traum vom Schnäppchen platzte spätestens im November 2007. Da sei erstmals eine Beitragshöhe von 4 bis 5 Euro angekündigt worden, sagt Anwohner Helmut Korte. Doch dabei blieb es nicht. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Bis zu 8, 87 Euro müssen die Eigentümer zahlen multipliziert mit der Quadratmeterzahl ihres Grundstücks.
Die Grundstücke am Hunteburger Weg sind sehr groß– im Durchschnitt 1200 qm, wie Korte vorrechnet. Und deshalb ärgert es ihn und seine Nachbarn, dass ein Mitarbeiter der Stadt sie mit einem Vergleich zu Neubaugebieten besänftigen wollte. In den neu erschlossenen Vierteln steige der Satz sogar auf bis zu 22 Euro, lautete das Argument. In Neubaugebieten seien die Grundstücke ja auch deutlich kleiner, sagen die Leute vom Hunteburger Weg, die sich auf Zahlungen von deutlich mehr als 10 000 Euro einstellen müssen.
Dabei hatten sie im Vorfeld mehrheitlich einen sparsameren Ausbau favorisiert, wie es auf dem Lande vielfach üblich ist, mit einer schmaleren Fahrbahn, ohne die Bürgersteige links und rechts. Der Hunteburger Weg sei doch eine Sackgasse, argumentiert Helmut Korte, bei schönem Wetter gehen die Leute über die Fahrbahn″. Der Stadtentwicklungsausschuss sah es damals anders und entschiedim Sinne der Fußgängersicherheit, dass beidseitige Gehwege unerlässlich seien.

Bildtext:
500 Meter lang ist der Straßenabschnitt des Hunteburger Weges, um den jetzt gestritten wird,
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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