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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aus Flüchtlingsunterkunft wird betreutes Wohnen
Zwischenüberschrift:
Gebäude im Landwehrviertel werden umgebaut
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Erst lebten in den Gebäuden Nummer 88 und 89 an der Osnabrücker Landwehrstraße britische Soldaten und dann bis zu 200 Geflüchtete. Zurzeit lässt die Stadtwerke-Tochter Esos GmbH die beiden Häuser kernsanieren. Im kommenden Jahr werden Senioren einziehen und von der Diakonie begleitet.

Die Nachfrage nach betreutem Wohnen sei enorm, sagt Sabine Weber, Geschäftsführerin des Bereichs Altenpflege der Diakonie in Stadt und Landkreis Osnabrück. Je nach Standort betrage die Wartezeit für eine Wohnung teils zwei bis drei Jahre. Viele der Interessenten seien Anfang 80. Bislang bietet die Diakonie betreutes Wohnen in rund 400 Wohnungen nur angedockt an ihre stationären Anlagen in Stadt und Landkreis an. Dass es nun im Landwehrviertel ein ganz eigenständiges Wohnprojekt wird, ist für die Einrichtung ein Novum.

70 Wohnungen

Pro Gebäude entstehen je 35 barrierefreie Wohnungen, die zwischen 28 und 50 Quadratmeter groß sein werden. Seit zwei Jahren sei die Diakonie im Gespräch mit der Esos, sagt Diakonie-Geschäftsführer Stephan Willinski.

Die Stadtwerke-Tochter hat das gesamte Neubaugebiet das größte in der Stadt Osnabrück seit dem Zweiten Weltkrieg erschlossen. Sie vermarktet die Grundstücke und baut inzwischen auch selbst. Die Diakonie wird für die beiden Wohnhäuser Generalmieter sein und die Wohnungen inklusive Betreuungsleistungen an die künftigen Bewohner weitervermieten.

Nicht nur Senioren sollen dort einziehen dürfen, so Willinski, sondern auch jüngere Menschen mit oder ohne Betreuungsbedarf aus dem Umfeld der Diakonie. Das könnten zum Beispiel junge Mütter aus einem der Mutter-Kind-Häuser der Diakonie sein.

Fester Ansprechpartner

Betreutes Wohnen bedeutet, dass die Mieter einen festen Ansprechpartner für alle denkbaren Belange haben, erläutert Sabine Weber: Vom Anschlussfinden in der Hausgemeinschaft und der Nachbarschaft über Hilfe bei einem tropfenden Wasserhahn bis hin zur Vermittlung von weitergehenden Pflegeleistungen, wenn es zu Hause nicht mehr alleine geht. Ziel sei es aber, dass die Mieter so selbstständig wie möglich bleiben könnten.

Balkone bekommen die Wohnungen nicht, beide Häuser sollen aber jeweils ein großes gemeinsames Wohnzimmer mit großer Außenterrasse erhalten, so Weber. Den Garten können wir zusammen mit den Mietern entwickeln.″ Auch generationenübergreifende Projekte würden sich in dem Neubaugebiet anbieten.

Für uns ist das ein wichtiger Baustein in Sachen Diversität im Landwehrviertel″, sagt Esos-Prokurist Marcel Haselof. 1200 Wohneinheiten, so der aktuelle Stand, entstehen auf dem 37 Hektar großen ehemaligen Kasernengelände der britischen Streitkräfte bislang überwiegend für junge Familien und Menschen mittleren Alters.

Die Wohnungen für die Senioren sollen bezahlbar bleiben, konkrete Quadratmeterpreise will die Diakonie aber nicht nennen. Uns ist es wichtig, dass es möglich ist, dort auch mit einer Grundsicherung leben zu können″, betont Diakonie-Geschäftsführer Stephan Willinski.

Ende März 2021 soll das erste der beiden Gebäude fertig sein, das zweite folgt laut Plan drei Monate später. Im Juni starteten die Bauarbeiten. Die Entkernung sei bereits abgeschlossen, so Haseloff, jetzt kommt der Innenausbau.

Interessenten bekommen weitere Informationen zum betreuten Wohnen im Landwehrviertel unter der Telefonnummer 0541 98119-0 oder im Internet auf der Seite www.diakonie-os.de.

Bildtext:
Die beiden Gebäude an der Landwehrstraße, in denen bis Juni 2019 Geflüchtete lebten, werden zurzeit saniert. Künftig soll dort betreutes Wohnen untergebracht werden.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Sandra Dorn


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