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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Überschrift:
Sanierung des Ratssaals bald abgeschlossen
Zwischenüberschrift:
Sitzungen weiter in der Stadthalle
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Im Osnabrücker Ratssitzungssaal haben jetzt die Maler das Wort, und wenn etwas abgestimmt wird, sind es allenfalls die Farbnuancen. Ende September soll das Herzstück der kommunalen Demokratie wieder einen würdigen und zugleich funktionalen Rahmen für die Ratsentscheidungen bieten. Aber der Rat bleibt vorerst in der Stadthalle. Nach 28 Jahren wird der Saal im Obergeschoss des Rathauses dezent runderneuert. Dabei geht es vorrangig um die Technik, die manchmal nur unzureichend funktionierte oder ihren Dienst ganz verweigerte. Zur bessern Verständigung werden künftig Funkmikrofone auf den Tischen der Ratsmitglieder installiert, und für die Lüftungsanlage gibt es jetzt größere Ein- und Auslässe an der Decke. So soll die Frischluft möglichst überall im Raum gleichmäßig verteilt werden.

Ledersessel bleiben

Insgesamt wird der Saal in Zukunft heller erscheinen, mit weißen statt dunkel gebeizten Tischen, die Kabelkanäle und Anschlüsse für Laptops und Tablet-Computer erhalten. Im Kontrast dazu bleiben die Ledersessel schwarz. Sie sind allesamt gut durch die Jahrzehnte gekommen, lediglich die Bezüge werden aufgearbeitet. Den Fensterrahmen aus den 1950er-Jahren wird man demnächst ansehen, dass sie aus Eichenholz gefertigt sind. Was bislang unter einer dicken Farbschicht versteckt wurde, darf künftig im Naturton strahlen.

Seit Anfang Juni arbeiten die Handwerker im Saal, und wenn alles nach Plan verlaufen wäre, könnten sie ihr Werk jetzt abschließen. Auf dem Fußboden kam jedoch ein teerhaltiger Parkettkleber zum Vorschein, der erst einmal fachgerecht entsorgt werden musste, wie Katharine Hörhammer-Kutz vom Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement erklärt. Die eineinhalb Zentimeter dicke Schicht hatte sich so fest mit dem darunter liegenden Bimsstein verbunden, dass der gesamte Untergrund herausgebrochen werden musste.

Weitere Überraschung

Damit geriet der Zeitplan aus den Fugen, und die Kosten werden sich ebenfalls erhöhen. Bislang waren 750 000 Euro veranschlagt. Wie viel Geld die Sanierung zusätzlich verschlingt, werde sich erst am Schluss herausstellen, sagt die Architektin. Eine besondere Herausforderung für die Leute vom Bau war die Betonrippendecke, die nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs eingebaut wurde, denn: Die Rippen dürfen nicht angebohrt werden″, sonst könnte ihre Statik gefährdet werden. Deshalb musste eine eigene Konstruktion her, um die Lüftungsrohre, Lautsprecher, Brandmeldeeinrichtungen und zahlreiche Kabel aufzunehmen.

Inzwischen sind die technischen Einbauten hinter der Deckenverkleidung und unter Fußbodenklappen verschwunden, die Maler bearbeiten das Deckenfries, bringen den Akustikputz an und spachteln die Wände. Schon bald könnte der Rat also in seinem neuen Sitzungssaal tagen. Aber mit Abstand geht das nicht im Rathaus. Bis zum Ende der Corona-Zeit werden die Politiker deshalb in der Stadthalle tagen.

Bildtexte:
Jetzt sind die Maler am Werk: Spätestens in vier Wochen soll der Ratssitzungssaal fertig sein.
So soll der Ratssitzungssaal nach der Sanierung aussehen.
Unangenehme Überraschung: Zu Beginn der Sanierung musste teerhaltiger Parkettkleber aus dem Saal entfernt werden.
Fotos:
Jörn Martens, Stadt Osnabrück, Katharine Hörhammer-Kutz, Jörn Martens
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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