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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hochwasser 2010: Was hat sich verändert?
 
Kann das wieder in der Stadt passieren?
 
Chronik einer Katastrophe
Zwischenüberschrift:
Zehn Jahre nach der Jahrhundertflut: So ist Osnabrück gegen Wassermassen heute gerüstet
 
Vor zehn Jahren: Jahrhunderthochwasser in der Region
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Vor zehn Jahren, am 26. und 27. August 2010, sorgte das Tief Cathleen″ in Osnabrück für Ausnahmezustand: Straßenzüge verschwanden unter den Wassermassen, Keller liefen voll, und selbst sensible Einrichtungen drohten dem Dauerregen nicht standzuhalten. Stadt und Stadtwerke reagierten auf das Hochwasser. Überschwemmungsgebiete wurden ausgewiesen, Regenrückhaltebecken ausgeweitet und etwa der Belmer Bach mit einer Hochwasserschutzwand ausgestattet.

Doch vor allem bei Starkregen fehlt es noch immer an einem langfristigen und nachhaltigen Konzept, vor allem um Einrichtungen und Bereiche wie Krankenhäuser oder die Energieversorgung besonders zu schützen. Ist eine Katastrophe wie im August 2010 also auch heute noch möglich?

Osnabrück Überflutete Keller, durchnässtes Hab und Gut sowie Flüsse, die aus allen Nähten platzten: Vor genau zehn Jahren, am 26. und 27. August 2010, sorgte das Tief Cathleen″ für Ausnahmezustand in der Hasestadt, besonders im stark betroffenen Stadtteil Hellern. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia fiel in Osnabrück an einem Tag so viel Regen wie seit 100 Jahren nicht mehr. Der damalige Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) löste am Folgetag um 4 Uhr in der Früh den Katastrophenalarm aus. Der materielle Schaden ging in die Millionen. Doch mehr noch als um die finanziellen Folgen sorgten sich Stadt und Bewohner darum, dass sich die Hochwasserkatastrophe wiederholen könnte.

Hochwasserschutz und Starkregen: Laut Detlef Gerdts, Fachbereichsleiter Umwelt und Klimaschutz bei der Stadt Osnabrück, ist es wichtig, zwischen Hochwasser und Starkregen zu unterscheiden. Der Umgang mit Letzterem sei deutlich schwieriger, da dieser in kürzester Zeit sehr heftig und sehr lokal auftreten könne.

Erforderlich, so die Stadt, sei unter anderem die Erstellung eines Starkregenrisikoplans, der bislang jedoch gänzlich fehlt. Dieser könnte aufzeigen, welche Einrichtungen und Bereiche besonders schützenswert sind, darunter Krankenhäuser, Kindergärten oder Trafos für die Energieversorgung. Aber auch, welche Maßnahmen langfristig ergriffen werden müssten, um zum Beispiel Straßen und Parks oder die Kanalisation umzubauen und Wasser temporär zurückhalten zu können. Das ist ein Auftrag für die nächsten 50 Jahre mit hohem finanziellem Aufwand, der letztlich dem Klimawandel geschuldet ist″, so die Stadt.

Bei der Wasserversorgung und der Entwässerung sei es zudem erforderlich, sich besser an Wetterextreme wie Starkregen und Dürreperioden anzupassen. Die Stadtwerke Osnabrück erklären, dass man sich dennoch nur bedingt auf solche Ereignisse wie im August 2010 einstellen kann. Es ist nicht zielführend, die Entwässerungssysteme auf einen 100-jährigen Regen auszurichten. Das wäre eine Überdimensionierung für die Anforderungen des Alltags und würde zur Folge haben, dass ein immenser Mehraufwand bei Betrieb, Wartung und Instandhaltung erforderlich wäre″, so die Stadtwerke.

Vorbeugende Maßnahmen: Die Stadt wiederum hat nach eigenen Angaben vor allem mit präventiven Maßnahmen reagiert sowohl beim Hochwasserschutz als auch für die potenzielle Gefahr eines Starkregens. Dazu zählen unter anderem rund 100 Regenrückhaltebecken, die laut Stadt gut 500 000 Kubikmeter Wasser aufnehmen können. Diese seien jedoch weder geeignet noch dafür konzipiert, die Folgen eines Starkregens wie im August 2010 zu bewältigen.

Die städtische Kanalisation sei derweil auf ein dreijähriges Regenereignis ausgerichtet, heißt es von der Stadt. Stärkere Regenfälle könnten so zumindest oberflächlich abfließen. Dennoch sei die Regenkanalisation bedarfsgerecht″ aus- oder neu zu bauen, wie es derzeit in der Rheiner Landstraße geschieht, für die Buersche Straße geplant und auch für die Große Schulstraße in Hellern und die Mindener Straße angedacht sei.

In Lüstringen, wo damals das Umspannwerk betroffen war, wurde der Belmer Bach mit einer Hochwasserschutzwand ausgestattet (Bild). In Gretesch könne das Wasser bei Bedarf so umgeleitet werden, dass das 2010 überschwemmte Wohngebiet einem 100-jährigen Hochwasser standhalten sollte, heißt es von der Stadt.

Außerdem sind über die Webseite des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) jederzeit die Pegelstände von Hase und Düte an insgesamt drei Standorten in der Stadt sowie in Wersen abrufbar. Ebenso lassen sich dort die Wasserstände prognostizieren, sodass jeder einsehen kann, wie die Flusspegel voraussichtlich steigen werden.

Überschwemmungsgebiete einsehbar: Die Stadt hat zudem sogenannte Überschwemmungsgebiete ausgewiesen, also Flächen, die statistisch alle 100 Jahre überflutet werden. Die Hochwasserschutzgebiete wurden aktualisiert und angepasst, und ein Bauen im Hochwasserschutzgebiet wird konsequent abgelehnt″, so die Stadt.

Für Hase, Nette, Düte und Wilkenbach liegen festgesetzte Überschwemmungsgebiete vor. Für den Belmer Bach sei das Überschwemmungsgebiet bisher nur vorläufig gesichert, die endgültige Festsetzung durch die Untere Wasserbehörde der Stadt Osnabrück stehe noch aus, heißt es auf der Homepage der Stadt. Die entsprechenden Gebiete können online auf einer Karte eingesehen werden.

Kann sich die Flut wiederholen? Trotz allem stellt sich die Frage, ob das, was 2010 in Osnabrück passiert ist, heute noch mal passieren könnte? Detlef Gerdts hat darauf eine klare Antwort: Ja, heute, morgen oder auch nächstes Jahr. Das kann man überhaupt nicht einschätzen.″ Das Wichtigste sei allerdings, sich so gut wie möglich darauf vorzubereiten, um unter anderem durch Regenrückhaltebecken oder durch Dachbegrünungen Gewässer zu entlasten.

Der Hochwasserschutz sei darüber hinaus zunächst eine private Angelegenheit. Wer also in der Nähe von Hase, Nette und Co. wohnt, ist selbst dafür verantwortlich, sein Hab und Gut zu schützen. So steht es auch im Wasserhaushaltsgesetz des Bundes von 2010. Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor Hochwassergefahren und zur Schadensminderung zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grundstücken den möglichen Gefährdungen von Mensch, Umwelt oder Sachwerten durch Hochwasser anzupassen″, heißt es dazu in Paragraf 31a, Absatz 2.

Bildtexte:
Vor zehn Jahren sorgte ein heftiger Dauerregen für Katastrophenalarm in Osnabrück: Auch an der Großen Schulstraße in Hellern hieß es am 27. August 2010 Land unter.
Im August 2010 werden weite Teile Osnabrücks überschwemmt, Flüsse treten über die Ufer, Häuser laufen voll.
Überschwemmung an der Mindener Straße in Osnabrück.
Landunter in Osnabrück: Schnell handeln musste Hanno Kuleschoff vor zehn Jahren, als das Wasser in sein Haus in Hellern drang. Zeit, eine Hose anzuziehen. blieb da nicht.
Die Kita St. Marien in Oesede stand 2010 komplett unter Wasser.
Der Außenbereich der Kita St. Marien in Oesede glich 2010 eher einem See als einem Spielplatz.
Knöcheltief standen die Mitarbeiter 2010 in der Kita St. Marien in Oesede im Wasser.
Ortwin Thal fotografierte 2010 in Hellern die Große Schulstraße an der Ecke Fliedernkamp.
An der Goldbreede in Hellern versank ein Auto beinahe komplett im Hochwasser.
Am Fliederkamp in Hellern versuchten Anwohner, das Wasser von ihren Grundstücken zu pumpen.
Stephanie Bartsch nahm das Hochwasser am Regenrückhaltebecken in Hellern auf,
Der Aldi-Markt in Oesede war 2010 von den Wassermassen eingeschlossen.
Am vierten Tag nach der Hochwasserkatstrophe wird an der Mindener Straße fleissig Wasser gepumpt
Unter der Eisenbahnbrücke an der Mindener Straße hatte sich ein See gebildet.
Der Montag nach der Hochwasserkatastrophe in Osnabrück: Kräfte der Berufsfeuerwehr und des THW aus Braunschweig und Lingen waren im Einsatz.
Die Große Schulstraße in Hellern war überflutet - die Feuerwehr rückte mit Pumpen an.
Die Düte hatte sich im August 2010 in einen reissenden Fluss verwandelt.
Ein Mann kämpft sich durch die Wassermassen auf einer Brücke über die Düte.
Das Wasser überspühlte rund um die Große Schulstraße in Hellern Höfe, Gärten und Keller.
Ein Fahrradfahrer kämpft sich in Hellern durch die Wassermassen auf den Straßen.
Auch in Bramsche überspülte das Wasser Straßen und Wege.
Die Verkehrsinsel in Osnabrück wurde zu einer richtigen Insel.
Die Einsatzkräfte waren in einem Gummiboot unterwegs.
Der Blick in Richtung B68 in Bramsche.
Das Wasser strömt vom Hasepatt in Bramsche in den Hasesee.
Ein Bagger verteilten Schotter, um einen Damm in Bramche zu errichten
Hase breitet sich aus: Viel Platz haben diese Kühe nicht mehr am Umspannwerk in Osnabrück.
Düteüberschwemmung am Marienheim: Immerhin die Kinder hatten ihren Spaß.
Hochwasserschäden in der Tiefgarage am Vitihof in Osnabrück.
Archiv/ Fotos:
Gert Westdörp, Kirsten Riedmann, Ortwin Thal, Stephanie Bartsch, Christian Remmert, Michael Hehmann, Elvira Parton, Regina Wehmeier, Mirko Nordmann, Marianne Steiner, Felix Blase, Frank Schlieck

Kommentar
Aus Schaden klug werden

Es begann mit anhaltendem Regen und endete mit Sachschäden in Millionenhöhe. Viele Osnabrücker erlebten vor zehn Jahren eine böse Überraschung. Für ein Hochwasser dieser Dimension hatten sich die Stadt und ihre Bürger nicht hinreichend gewappnet. Aber man kann ja aus Schaden klüger werden.

In der Folgezeit hat die Stadt die Risiken systematisch aufgearbeitet und an vielen Stellen eine bessere Vorsorge getroffen. Aber nicht überall lässt sich nachträglich eine Hochwasserschutzwand installieren, so wie vor zwei Jahren in Gretesch.

Inzwischen haben die Planer auch erkannt, dass vom Starkregen große Gefahren ausgehen, die an ganz anderen Stellen lauern als beim Hochwasser. Das können zum Beispiel Trafos sein. Jetzt kommt es darauf an, diese Punkte zu sichern, bevor der nächste Wolkenbruch eine Anlage unter Wasser setzt und den Strom ausfallen lässt.

Bei aller Vorsorge sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir Menschen maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Naturkatastrophen weniger kalkulierbar, aber zugleich folgenreicher werden. In der Stadt und in der Region Osnabrück haben wir die Landschaft in den vergangenen 60 Jahren so großräumig versiegelt, dass Regen nicht mehr versickert, sondern ungebremst die Flüsse anschwellen lässt. Und mit der menschgemachten Erderwärmung steigt das Risiko, dass aus einem Sommergewitter ein Unwetter mit schweren Schäden wird. Klimaschutz hilft also auch, Überschwemmungsschäden zu vermindern.

rll@ noz.de

Osnabrück. Die Region Osnabrück lief voll. Unendlich scheinender Dauerregen überforderte die Kanalisation im August 2010, ließ Hase, Düte, Nette und alle anderen Gewässer weit über sich selbst hinauswachsen. Tausende wurden in Stadt und Umland vom Jahrhunderthochwasser vor zehn Jahren überrascht.

Die Brühe ergoss sich in Keller und Wohnungen, stand manchen Weidetieren bis zum Hals und bedrohte sogar die Umspannanlage in Lüstringen. Wenige Zentimeter fehlten, und der Strom wäre großflächig ausgefallen.

Hier eine Chronologie der Ereignisse von vor zehn Jahren:
Donnerstag, 26. August 2010

Tagsüber: Es regnet ununterbrochen. Die Autobahnabfahrt Nord an der A1 steht unter Wasser. In Hagen gerät ein Hang ins Rutschen. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz.
20.00 Uhr: Unwetterwarnung für Stadt und Landkreis.

Freitag, 27. August 2010

3.55 Uhr: Auf der A 30 bei Nahne steht das Wasser. Drei Autos sind in den Fluten stecken geblieben.
4.00 Uhr: Die Stadt löst Katastrophenalarm aus.
4.30 Uhr: Am Kreisel in Georgsmarienhütte tritt die Düte über die Ufer.
7.00 Uhr: An der Gummiwiese in Hagen fassen die Abläufe die Wassermassen nicht mehr. Häuser werden überflutet.
7.50 Uhr: Die Hase überschwemmt das Wehr der Pernickelmühle.
8.07 Uhr: Am Düte-Kreisel in Oesede wird der Eingang des Lebensmittelmarkts Dütmann mit Sandsäcken verbarrikadiert. Die Möbelfirma Wiemann stellt die Produktion ein.
8.22 Uhr: Der Wilkenbach in Hellern führt zwei Meter höheres Wasser als normal.
8.30 Uhr: Die Lengericher Landstraße ist wegen der überschwemmten Dütebrücke gesperrt.
8.50 Uhr: Das Freibad in Hagen ist überschwemmt, das Becken mit Schlamm und Geröll geflutet.
9.35 Uhr: Der Krisenstab im Kreishaus hat Hilfe angefordert. Einsatzkräfte des THW und Fachzüge kommen aus Oldenburg und Cloppenburg, aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland.
9.45 Uhr: Feuerwehrleute paddeln in Schlauchbooten durch die Straßen.
10.09 Uhr: Die historische Dallmühle in Hagen an der Bergstraße ist schwer beschädigt. Der Goldbach hat den Keller des alten Sägewerks gefüllt.
10.32 Uhr: Die Bahnlinie Osnabrück–Rheine ist gesperrt. Reisende werden mit Bussen nach Rheine gebracht, Fernzüge weiträumig umgeleitet.
11.21 Uhr: Die Regenrückhaltebecken in Hellern können kein Wasser mehr aufnehmen. Die Fluten schwappen zurück in die Straßen und strömen in Hauseingänge und Keller.
11.32 Uhr: In Hasbergen und Hellern sind fast alle Wege nach Osnabrück gesperrt.
12.04 Uhr: Die Kläranlage in Belm ist übergelaufen. Über den Belmer Bach ergießt sich das Schmutzwasser in die Hase.
14.05 Uhr: Die OPG teilt mit, dass das Parkhaus Vitihof für voraussichtlich eine Woche geschlossen bleibt. Das Untergeschoss war überflutet worden.
14.09 Uhr: Stadtsprecher Jürgensen berichtet, dass es an der Großen Schulstraße in Hellern zu Stromausfällen gekommen ist. Deshalb können dort keine Pumpen eingesetzt werden. Die Stadt bietet Boote und Busse an.
15.00 Uhr: Die Firma Wiemann in Oesede setzt die Produktion fort.
16.07 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht die Niederschlagsmengen: Von Donnerstag 8 Uhr bis Freitag 8 Uhr fielen in Osnabrück 128 Liter Regen pro qm, bis 15 Uhr am Freitag sind noch 12 Liter dazugekommen.
16.12 Uhr: Ein Damm der Düte bei der Möbelfabrik Wiemann ist gebrochen.
17.53 Uhr: Die Stadt Osnabrück meldet, dass der Hase-Pegel bislang noch nicht gefallen ist. Um 17.30 Uhr liegt der Stand noch bei 273 Zentimetern über normal. Gefährdet ist das Umspannwerk Heideweg. Feuerwehr und THW sichern das Werk.
20.03 Uhr: Die Firma Schoeller muss ihre Produktion einstellen.
Samstag, 28. August 2010

0.35 Uhr: Nach Auskunft der Feuerwehr ist das Umspannwerk in Osnabrück vorerst gesichert.
12.44 Uhr: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) meldet eine leichte Entspannung an der Düte in Wersen und an der Hase in Lüstringen.
12.51 Uhr: In Oesede steht der Kindergarten St. Marien komplett unter Wasser.
12.56 Uhr: Die Landstraße 88 ist am Autobahnzubringer A 1 in Richtung Osnabrück aufgrund eines Erdrutsches gesperrt.
18.11 Uhr: Oberbürgermeister Pistorius hebt den Katastrophenfall auf.
18.33 Uhr: Das Wasser an der Mindener Straße steht immer noch 50 Zentimeter hoch unter der Brücke. Einige Bewohner sind von der Außenwelt abgeschlossen.
Sonntag, 29. August 2010

17.24 Uhr: Im Fledder kann das Wasser des Röthebachs nicht abfließen, weil die Hase voll ist.
19.00 Uhr: Die Feuerwehr rückt mit dem Kranwagen zur Hase auf dem alten Klöcknergelände an. Ein Arm der Hase die Klöcknerhase soll abgesperrt werden. Die Einsatzkräfte hoffen, dass dann das Wasser aus dem Röthebach ablaufen kann.

Montag, 30. August 2010

9.00 Uhr: Im Stadtgebiet Osnabrück gibt es außer der einspurigen Verkehrsführung auf der L 88 zwischen Osnabrück-Hafen und Leyer Straße keine Sperrungen mehr.
10.30 Uhr: Die Kläranlage in Belm ist fast wieder intakt.
14.45 Uhr: Die Pegelstände an der Hase in Eversburg (1, 79 Meter) und an der Düte in Wersen (1, 99 Meter) liegen unterhalb der ersten Meldestufe. An der Hase in Lüstringen herrscht mit 2, 27 Meter noch Meldestufe 2.
Mittwoch, 1. September 2010

16.49 Uhr: Die Mindener Straße in Osnabrück ist wieder frei.
Autor:
Andre Pottebaum, Rainer Lahmann-Lammert


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