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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neuer Jugendtreff entsteht am Heinz-Fitschen-Haus
Zwischenüberschrift:
2,35-Millionen-Euro-Projekt / Corona sorgt unter Nutzern des Stadtteiltreffs für Verunsicherung
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Am Heinz-Fitschen-Haus im Osnabrücker Stadtteil Schinkel kreisen die Kräne: Nachdem im Februar ein ziemlich in die Jahre gekommener Altbau abgerissen werden musste, entsteht hier nun ein zweigeschossiger Neubau der Jugendtreff Kompass″. Eigentlich sollte der neue Jugendtreff bereits 2019 fertiggestellt werden, aber wie das mit Bauvorhaben so ist: Oft dauert es etwas länger, und meistens wird es etwas teurer.

Wir wollten eine vernünftige Lösung haben″, sagt Dirk König, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück. Die Gebäudesubstanz sei alt, Teile des Hauses hätten Probleme mit Schimmel gehabt so stiegen die Kosten für den Neubau von geplanten 1, 65 Millionen Euro schließlich auf 2, 35 Millionen Euro. Allerdings wird das Projekt durch das Programm Soziale Integration im Quartier″ mit 1, 4 Millionen Euro vom Land Niedersachsen gefördert. Der entsprechende Bescheid erreichte die Stadt im Jahr 2018. Osnabrück selbst übernimmt rund 900 000 Euro.

Der alte Jugendtreff war baufällig und für unseren Bedarf einfach zu klein″, sagt Nils Bollhorn, Leiter des Fachdienstes Jugend bei der Stadt Osnabrück. Rund 35 000 Menschen haben im vergangenen Jahr die Räume des Heinz-Fitschen-Hauses genutzt, im Jugendbereich waren es rund 24 000.

Sanierungsbedarf

Dass der Jugendtreff im Stadtteil Schinkel dringend saniert werden müsste, ist schon länger bekannt. Wir haben schon 2013 gesagt: Unser Jugendtreff ist so heruntergekommen, wir sind eigentlich ständig am Reparieren″, sagt Martin Niemann, Leiter des Heinz-Fitschen-Hauses. Selbst die Jugendlichen hätten gesagt, dass sie den 80er-Jahre-Charme″ gerne weghätten. Wir haben uns damals zusammengesetzt und gemeinsam überlegt, wie ein neuer Jugendtreff gebaut werden könnte″, erinnert sich Niemann. Mit Legosteinen hätten sie erste Entwürfe erstellt. Und tatsächlich sollen auch jetzt die Jugendlichen an der Gestaltung des Jugendtreffs beteiligt werden: So sei die Integrationsmanagerin Jana Woltermann von der Awo, die den Jugendtreff betreibe, im ständigen Austausch mit Jugendlichen in Sachen Raumgestaltung.

In dem zweigeschossigen Anbau soll es neben dem Jugendtreff weitere Räume für Seminare sowie kulturelle und familiäre Angebote geben, darunter einen Werkraum und einen Musikraum.

Seinen Ursprung hat das Heinz-Fitschen-Haus eigentlich nicht am Heiligenweg, sondern in einer Wohnung am Jeggener Weg. Der Name Projekt am Jeggener Weg 4″ war 1978 sicher nur als Arbeitstitel für den Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Stadtteil gedacht, doch er hielt sich immerhin sechs Jahre lang. 1984 wurde der Jugendtreff Kompass″ in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Heiligenwegschule eröffnet der Grundstein für das Heinz-Fitschen-Haus, benannt nach dem ehemaligen Sozialdezernenten Heinz Fitschen, war damit gelegt.

In den vergangenen Wochen musste coronabedingt im Heinz-Fitschen-Haus etwas improvisiert werden. Wir haben aber darauf geachtet, dass so wenige Angebote wie möglich ausfallen, weil sich so etwas schwer wieder aufbauen lässt″, sagt Martin Niemann.

Stattdessen habe man viel nach draußen verlagert. Allgemein seien vieler Nutzer des Stadtteiltreffs verunsichert gewesen, sagt Nils Bollhorn: Dürfe man in Zeiten von der Pandemie denn wieder dorthin gehen? Ist das nicht zu gefährlich? Doch insgesamt ist das Heinz-Fitschen-Haus gut durch die vergangenen Wochen gekommen. Und so wie in den Schulen gilt auch hier das Kohortenprinzip″: Auf den Fluren wird Maske getragen, in den einzelnen Gruppen und Kursen nicht.

Und wer weiß? Die Fertigstellung des Anbaus ist für Sommer 2021 anvisiert. Womöglich klappt es ja bis dahin mit einem Impfstoff, und ein Ende der Corona-Krise und der Abstandsregeln ist in Sicht.

Bildtext:
Auf der Baustelle am Heiligenweg in Osnabrück: Dirk König, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück, Nils Bollhorn, Fachdienstleiter Jugend, und Martin Niemann vom Heinz-Fitschen-Haus.
Am Heinz-Fitschen-Haus im Stadtteil Schinkel entsteht derzeit ein neuer Jugendtreff.
Der neue Jugendtreff " Kompass" ist direkt mit dem Heinz-Fitschen-Haus verbunden.
Foto:
André Havergo
Autor:
Cornelia Achenbach


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