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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Tschüss, Diesel! Osnabrück baut E-Busflotte aus
 
Neue E-Busse ausgeliefert
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Linien M2 und M3 fahren ab Jahresende elektrisch
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Sie starteten 2019 mit Deutschlands längster E-Buslinie. Nun sind die Stadtwerke Osnabrück auf gutem Weg, die nach eigenen Angaben bundesweit größte Flotte an elektrischen Gelenkbussen zu betreiben. Zurzeit werden die ersten von 49 fabrikneuen Fahrzeugen ausgeliefert. Sie wurden vor gut einem Jahr beim niederländischen Hersteller VDL bestellt und sind für die Metrobuslinien M2 bis M5 gedacht. Deren Elektrifizierung soll Ende 2021 abgeschlossen sein. Parallel entstehen in der Stadt weitere Endwenden und Ladestationen, zum Beispiel am Hauptbahnhof.

Unterdessen sickern Details zum neuen Fahrplan durch, der ab Schuljahresbeginn gilt. So kommt es nach Informationen unserer Redaktion unter anderem zu leichten Ausdünnungen des Angebots in den Nebenverkehrszeiten.

Osnabrück Die Elektrifizierung des Osnabrücker Busnetzes schreitet voran. Bushersteller VDL liefert gerade die ersten Fahrzeuge der Großbestellung vom Juli 2019 an die Stadtwerke aus. An den Endstationen der Metrobus-Linien M2 und M3 werden Trafos und Ladesäulen aufgestellt wie zurzeit am Hauptbahnhof. Das Elektrobus-Zeitalter hat in Osnabrück bereits vor knapp eineinhalb Jahren begonnen: Als erste Hauptachse im städtischen Netz wurde Ende März 2019 die ausschließlich mit Stromfahrzeugen betriebene Metrobuslinie M1 (Düstrup–Haste) feierlich in Betrieb genommen. Mit 13 Kilometern ist sie nach Angaben der Stadtwerke die längste E-Bus-Linie Deutschlands. Doch dabei wird es nicht bleiben.

Für 70 Millionen Euro sollen schrittweise alle fünf neuen Metrobuslinien in Osnabrück (und teilweise auch darüber hinaus) elektrifiziert werden, die nächsten beiden bereits bis Ende 2020. Dabei handelt es sich um die Linien M2 (Hauptbahnhof–Landwehrviertel) und M3 (Schinkel-Ost–Sutthausen bzw. Hagen). Die Linien M4 (Hellern-Nord–Belm) und M5 (Dodesheide–Kreishaus/ Zoo) folgen bis Ende 2021. Anschließend, so der Plan, kommen die untergeordneten Stadtbuslinien dran.

Größte E-Gelenkbusflotte

Das alles erfordert gewaltige Eingriffe in Flotte und Infrastruktur. Insgesamt 62 batteriebetriebene Gelenkbusse brauchen die Stadtwerke, um allein die Metrobuslinien als Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Osnabrück komplett elektrisch bedienen zu können. 13 Stück vom Typ VDL Citea SLFA-181 Electric befinden sich schon im Einsatz. Notiz am Rande: Zusammen haben diese Fahrzeuge inzwischen fast eine Million Kilometer absolviert, laufen aber seit Beginn nahezu störungsfrei″, wie Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer berichtet.

Die 49 zusätzlich benötigten E-Busse orderte der Osnabrücker Verkehrsbetrieb vor gut einem Jahr wiederum bei dem niederländischen Hersteller VDL Bus & Coach, der als Systemlieferant über eine Partnerfirma auch die zugehörigen Ladestationen besorgen soll. Am frühen Mittwochmorgen vergangener Woche wurde der erste elektrische Gelenkbus aus der Großbestellung vom Juli 2019 per Tieflader nach Osnabrück gebracht.

Mittlerweile sind es zwei. Bis Ende 2020 sollen es 22 sein. Die restlichen 27 Stück erwarten die Stadtwerke im nächsten Jahr. Hörmeyer: Wir werden dann über die größte E-Gelenkbusflotte Deutschlands verfügen.″

Für Stadtwerke-Projektleiter Joachim Kossow ist die beginnende Auslieferung der zweiten Charge ein wichtiges Signal, dass die Elektrifizierung der weiteren Metrobus-Achsen bevorsteht″. Äußerlich wird man die neuen Fahrzeuge von den vorhandenen übrigens kaum unterscheiden können. Auch sie sollen im einheitlichen Wir fahren Strom″-Design durch Osnabrück fahren.

Dennoch wurden an den Wagen technische Verbesserungen vorgenommen: Zum einen sind die E-Busse der aktuellen Generation mit größeren Batterien bestückt und haben keine fossile Zusatzheizung mehr. Zum anderen verfügen sie über ein Assistenz-System, durch das Verkehrsteilnehmer im toten Winkel besser erkannt werden können. Damit reduzieren wir das Risiko von Abbiegeunfällen in unserem Liniennetz″, erläutert Kossow.

Parallel zur Aufstockung des elektrischen Fuhrparks kommt auch der Bau der erforderlichen Ladeinfrastruktur für die Linien M2 und M3 voran. Am Montagvormittag bot sich dabei ein spektakuläres Schauspiel, als am Hauptbahnhof ein Spezialkran einen 50 Tonnen schweren Trafo neben die Humboldtbrücke hievte.

Endwenden im Bau

In Kürze soll an der Eisenbahnstraße im Bereich des Buswarteplatzes außerdem ein Mast mit zwei sogenannten Ladehauben aufgestellt werden. Die E-Busse tanken den Strom dann über einen Stromabnehmer auf dem Fahrzeug. Der Hauptbahnhof ist der innerstädtischste Ladepunkt im Liniennetz″, erklärt Kossow. Perspektivisch könnten hier auch Busse des Regionalverkehrs mit Strom versorgt werden. Diese Möglichkeit sei bei der Planung bereits berücksichtigt worden.

An den Endwenden in Sutthausen und Hagen werden nach Angaben der Stadtwerke Osnabrück noch in dieser Woche die Lademasten montiert. Die Endwende Schinkel-Ost erhält Anfang September ihren Trafo und in der Folge die Masten mitsamt Ladehauben. Kossow: Gleichzeitig gehen auch die vorgezogenen Arbeiten an der M5-Endwende am Kreishaus weiter.″ Auch dort werde noch in dieser Woche ein Lademast montiert.

Bildtexte:
Der erste elektrische VDL-Gelenkbus ist am frühen Mittwochmorgen vergangener Woche aus der zweiten Bestellung per Tieflader in Osnabrück angekommen. Bis zum Jahresende will der niederländische Hersteller insgesamt 22 E-Gelenkbusse für die Linien M2 und M3 ausliefern.
50 Tonnen wiegt das Trafogebäude, das von einem Spezialkran am Osnabrücker Hauptbahnhof aufgestellt wurde. Es soll ab Jahresende die künftig elektrisch fahrende Metrobuslinie M2 mit Strom versorgen.
Fotos:
Stadtwerke Osnabrück/ Uwe Lewandowski
Autor:
Sebastian Stricker


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