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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zur geheimen Zugabstellanlage
Zwischenüberschrift:
Stadt-Archäologe: Verlauf der Landwehr entstand früher
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Bericht unserer Redaktion über eine geheime Zugabstellanlage, die 1943 im Hörner Bruch eingerichtet wurde, hat für großes Leserinteresse gesorgt. Nun hat sich der Osnabrücker Stadt- und Kreisarchäologe bei uns gemeldet, weil er etwas davon richtiggestellt wissen möchte.

Das Waldversteck für Lokomotiven″ war im Zweiten Weltkrieg angelegt worden, um Loks und Wagen vor Luftangriffen zu schützen. Die damals in den Wald gegrabenen Gleisbuchten sind noch heute zu erkennen.

Stadt- und Kreisarchäologe Axel Friederichs bezieht sich auf die in dem Artikel geäußerte Vermutung, dass die Landschaftseingriffe durch das Lokversteck so wenig bekannt seien, dass sie sogar in einer von der Stadt Osnabrück herausgegebenen Broschüre fehlinterpretiert werden: Die Broschüre Von Wällen und Gräben Die Osnabrücker Landwehr″ beschreibt den Verlauf dieses spätmittelalterlichen Schutzrings aus Gräben und Wällen rings um Osnabrück.

Zu dem Verlauf zwischen Hörne und Sutthausen heißt es da: Eigenartig ist die Fortsetzung des Wall- und Grabensystems nach Südwesten bis zur Düte. In einigem Abstand von der Bahn lassen sich hier bis zu fünf Wälle ausmachen. Sie werden vor der Dütekolk-Siedlung von der Bahntrasse des , Haller Wilhelm′ durchschnitten.″

Friederichs weist darauf hin, dass der Autor dieser Broschüre, der mit der Bürgermedaille ausgezeichnete Osnabrücker Landwehr-Papst″ Professor Hartmut Peucker, bei der Beschreibung des Landwehr-Verlaufs nicht die Zugabstellanlage gemeint haben kann.

Anhand der Preußischen Landesaufnahme aus der Zeit kurz nach 1900 kann er belegen, dass der von Peucker beschriebene mehrfingerige Verlauf der Landwehr schon damals bestand. Der Landwehrverlauf kreuzt die Gleisbuchten des Lokverstecks, ist aber nach Südwesten zur Düte hin orientiert, während die Zugabstellanlage nach Südosten abknickt.

Bildtext:
Vor allem im Winter gut zu erkennen: die Senken der ehemaligen Zugabstellanlage im Hörner Bruch.
Foto:
Jürgen Korte
Autor:
Joachim Dierks


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