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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Einfach nicht schön hier″
Zwischenüberschrift:
Neuer Supermarkt: Geschwister wollen Johannisstraße aufwerten
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Kaniye und Achmet Taskan haben ein Vorhaben in die Tat umgesetzt, von dem manche wohl eher zurückschrecken würden: Sie eröffnen ein Geschäft in der Johannisstraße. Das Osnabrücker Geschwisterpaar glaubt fest daran, dass die Problemzone″ noch zu retten ist.

In der Johannisstraße 50, vorher Qick-Schuh, soll am Donnerstag, 13. August, das Geschäft unter dem Namen Johannismarkt″ eröffnen. Nicht nur an der Namensgebung offenbart sich, wie sehr sich die Geschwister mit dem Standort ihres Ladens identifizieren: An den Wänden hängen große Schwarz-Weiß-Fotos aus einer Zeit, als die Johannisstraße noch als beliebte Einkaufsmeile galt.

Nicht umsonst ist der Schriftzug über dem Schaufenster zum Teil in Grün gestaltet die Farbe stehe für die Hoffnung, die Straße wieder zu dem zu machen, was sie einmal war, so Achmet Taskan. Den Mietvertrag für den Laden haben die Taskans schon Anfang dieses Jahres unterschrieben. Die Eröffnung war ursprünglich für Anfang April geplant, doch die Corona-Pandemie machte dieses Vorhaben zunichte: Baumaterialien und Einrichtung konnten während des Lockdowns nicht geliefert werden. Aufgegeben haben sie auch nach monatelanger Verzögerung nicht. Die Renovierung haben sie zum Großteil selbst vorgenommen. Wir sind ein Familienunternehmen″, sagt Achmet Taskan. Hier nimmt jeder mal einen Besen in die Hand.″

Noch Stellen offen

Seit 1994 wohnen die beiden in Osnabrück. Kaniye Taskan betreibt bereits einen Friseursalon und zwei Kioske im Stadtgebiet. Auf den 280 Quadratmetern in der Johannisstraße wollen die Geschwister unter anderem frisches Obst und Gemüse, Eier und Fleisch aus der Region anbieten. Auf sechseinhalb Meter Regalfläche wird es außerdem südländische Spezialitäten und Feinkost geben. Sechs bis sieben Mitarbeiter werden sie im Johannismarkt″ beschäftigen bisher seien auch noch nicht alle Stellen besetzt.

Dass sie das Geschäft an einer nicht gerade begehrten Adresse eröffnen, sehen die Geschwister auch als Herausforderung. Am wichtigsten sei es, dass möglichst schnell der Straßenbelag erneuert werde, finden sie. Außerdem müssten Parkplätze geschaffen werden. Die Geschäfte in der Straße lebten bisher nur von Fußgängern. Das müsse sich ändern, damit wieder mehr Menschen in der Johannisstraße einkaufen. Aus ihrem Bekanntenkreis weiß Kaniye Taskan, dass manche gar nicht mehr dort entlanggehen wollen. Es ist einfach nicht schön hier″, sagt sie. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf. Jede Stadt habe schließlich ihre Problemzone. Wir versuchen es″, fügt die 42-Jährige hinzu.

Die Aussicht darüber, früher oder später eine Baustelle direkt vor der Ladentür zu haben, wenn der Straßenbelag erneuert wird, nehmen die Taskans mit Humor. Dann hoffen wir, dass die Bauarbeiter ihre Snacks bei uns kaufen″, sagt Achmet Taskan.

Bildtext:
Achmet und Kaniye Taskan eröffnen ihr Geschäft in der Johannisstraße.
Foto:
André Havergo
Autor:
Jana Probst


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