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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Warum führt die Hase so wenig Wasser?
Zwischenüberschrift:
Pegel zum Teil bei 57 Zentimetern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Erst das massive Fischsterben, jetzt der niedrige Wasserstand: Die Osnabrücker Hase kommt nicht zur Ruhe. Ist der Wasserpegel aufgrund des trockenen Wetters so niedrig? Oder steht er im Zusammenhang mit dem Großbrand, der auch das Fischsterben auslöste?

Nach dem Fischsterben in der Osnabrücker Hase fällt nun der niedrige Wasserstand auf. Gerhard Meyering, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Osnabrück, teilt auf Anfrage unserer Redaktion mit: Der Wasserstand ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit derzeit sehr niedrig. Auch wenn es ab und an mal regnet, war es das ganze Jahr, wie auch in den beiden letzten Jahren, zu trocken.″ Das bestätigt auch Romuald Buryn vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN): „ Es ist zwar nicht so katastrophal wie letztes Jahr, aber der Niederschlag war bisher dennoch etwas unterdurchschnittlich.″ Die zwischenzeitliche Öffnung von Wehren, wie sie beispielsweise kürzlich zur Bergung der toten Fische erfolgte, ist demnach nicht ausschlaggebend für den niedrigen Wasserstand.

Nicht nur die lang andauernde Trockenheit, auch die Verschiebung der Niederschläge im Jahresverlauf ist laut Buryn ein Problem. Es gibt eine Tendenz zu selteneren, aber heftigeren Niederschlägen″, sagt er. Gerade im Stadtgebiet gebe es für das Wasser keine Möglichkeit zu versickern. Stattdessen fließe es stärker ab als normal und direkt in die Kanalisation.

Derzeit liegt der Pegel an der Messstation in Eversburg bei 57 Zentimetern (NN + 54, 6 Meter) und in Lüstringen bei 78 Zentimetern (NN + 65, 31 Meter). Wie sich der Wasserstand weiter entwickele, sei von den Niederschlägen abhängig, erklärt Meyering. Ob die Hase in Teilen ganz austrockne, könne er deshalb nicht abschließend beurteilen. Buryn sagt, er gehe momentan nicht davon aus: Auch wenn der Wasserstand niedrig ist, machen wir uns um die Hase noch keine allzu großen Sorgen.″

In den Jahren von 2008 bis 2017 lag der niedrigste Wasserstand der Hase bei 21 Zentimetern, gemessen in Eversburg. Den höchsten Wasserstand erreichte die Hase in diesem Zeitraum während des Hochwassers 2010. Hier lag der Wasserstand in Lüstringen bei 2, 87 Metern und in Eversburg bei 3, 05 Metern über dem Pegelnullpunkt.

Derweil hat der Unterhaltungsverband Nr. 96 Hase-Bever″ die Bergung der Fische zumindest vorerst eingestellt. Bauleiter Niclas Otto erklärte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass der Verband noch mal aktiv werden würde, sollten größere Mengen der toten Fische angetrieben werden. Er erinnerte allerdings daran: Wir werden nicht jeden kleinen Fisch einzeln bergen können.″
Autor:
Mona Alker


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