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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Lebensqualität nicht zubetonieren
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu den Artikeln Neue Baugebiete belasten das Stadtklima″ (Ausgabe vom 29. Juni) und Planung für Baugebiete gehen weiter″ (Ausgabe vom 22. Juli).

Rainer Lahmann-Lammert macht sich Gedanken, wo neue Baugebiete ausgewiesen werden könnten. Jetzt geht es um Schinkel-Ost. Wobei die Nähe der Autobahn dort wirklich störend sein kann. Dass auch die CDU für diese Entwicklung ist, ist nicht nachvollziehbar. Wenn unsere Stadt denn in bestehenden Grenzen wachsen soll, ist es wie man sieht mindestens nicht leicht, entsprechende Flächen für Wohnbebauung zu finden.

Beim Blick auf den Stadtplan fällt auf, dass durch die Nutzung des Flugplatzes Atter rund 150 Hektar potenzielles Bauland belegt werden. Auf dieser guten Fläche im Westen der Stadt könnte man, in ausreichender Entfernung von der Autobahn A 1 und der A 30 und zwischen Düte und Rubbenbruchsee bei lockerer Bebauung ohne Weiteres 5000 Bewohner unterbringen.

Kaltluftschneisen und Umweltschutzaspekte müssten natürlich berücksichtigt werden. Nutzer des kommerziell und touristisch nicht wirklich wichtigen Flugplatzes könnten ohne Weiteres auf die Start-und-Lande-Bahnen in Melle, Bohmte/ Bad Essen oder Greven ausweichen. […]″

Rolf Brinkmann
Osnabrück

Mehr als 320 neue Wohneinheiten direkt vor unserem Gartenzaun. Das ist das Ergebnis einer Planung der Stadt Osnabrück und der Politik für Schinkel-Ost. Ein Naturschutzgebiet und ein Naherholungsgebiet für viele Osnabrücker, die hier mit den Hunden spazieren gehen, joggen, walken oder einfach nur einen Ausflug mit der Familie oder Freunden machen. Lebensqualität pur, die viele nicht missen möchten, auch wir nicht. Einfach zubetoniert.

Es kommen circa 1000 neue Nachbarn (das sind circa 30 Prozent aller Einwohner im Schinkel-Ost zusätzlich), das sind etwa 500 neue Kfz, die hier fahren und circa 300–400 neue Kinder, die die Kindergärten nutzen werden und hier zur Schule gehen werden. Nur das für diese Kinder hier gar kein Platz vorhanden ist. Die Windthorststraße ist die einzige direkte Zuwegung stadteinwärts. Und das auch für täglich 2000 Schüler der Diesterwegschule und der Gesamtschule. Bei 1200 neuen Bewohnern dieses Stadtteils wird die bisher erhöhte Verkehrsdichte sich in ein tägliches Verkehrschaos wandeln. 22 Hektar Naturschutzgebiet werden zubetoniert und einfach platt gemacht. Viele hier noch heimische Tierarten werden weiter zurückgedrängt oder vertrieben. Sieht so sensible Stadtplanung aus? […] Aus unserer Richtung kommt viel Kaltluft in die Stadt, an heißen Sommertagen ist das dann vorbei. Im Klimagutachten […] wird dringend abgeraten, hier zu bauen, aus den verschiedensten Gründen.

Dieses Gutachten liegt komischerweise nicht auf den Seiten der Stadt Osnabrück und ist nicht öffentlich zugänglich. In der kommenden Woche gibt es eine Informationsveranstaltung hier im Schinkel, viele die Auskunft geben können sind im Urlaub. Alle Bürgerinformationen finden in den Ferien statt. Bedenken und Einsprüche können auch nur in den Ferien bis Mitte August bei der Stadt eingereicht werden. Das erweckt für mich den Anschein, dass hier etwas , durchgewunken′ wird und bloß keine Aufmerksamkeit erregt werden soll […].″

Beate Böttger
Osnabrück
Autor:
Rolf Brinkmann, Beate Böttger


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