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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
Leuchtturm-Projekt für den Wissenschaftspark
Zwischenüberschrift:
11300 Quadratmeter großes Grundstück bald Sitz der Grow Digital Group
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Ein aufstrebendes Osnabrücker Digitalunternehmen schickt sich an, im Wissenschaftspark an der Sedanstraße ein weiteres Highlight zu setzen: Die Grow Digital Group wird dort in einem markanten Neubau ihren Sitz nehmen. Die Investitionssumme liegt im zweistelligen Millionenbereich.

Der Wissenschaftspark ist kein normales Gewerbegebiet. Die Stadt hat einen großen Teil der früheren Scharnhorstkaserne ausdrücklich für wissensbasierte Unternehmen″ reserviert, die enge Kontakte zu den Hochschulen pflegen. Die Grundstücke sind zum Teil subventioniert, um auch jungen Unternehmen Startchancen zu geben. Wer sich dort niederlassen will, muss ein aufwendiges Bewerbungs- und Auswahlverfahren durchlaufen.

Den Zuschlag für ein zentrales, 11 300 Quadratmeter großes Grundstück hat die Grow Digital Group erhalten, ein Unternehmen von NOZ Medien. Unter dem Dach der Grow-Gruppe sind aktuell vier Unternehmen versammelt: Basecom, Brandence, MSO Digital und Netspirits. Die Unternehmen begleiten ihre Kunden in der digitalen Welt, sie bieten neben individueller Software komplexe E-Commerce-Lösungen, passgenaues Marketing und Inhalte für analoge und alle digitalen Kanäle.

Für die Grow Digital Group arbeiten zurzeit rund 200 Mitarbeiter an bundesweit acht Standorten. Der Hauptsitz befindet sich in Osnabrück. Hier arbeiten die Kollegen bislang noch an drei verschiedenen Standorten. Sie werden künftig im Wissenschaftspark in einem Gebäude vereint sein, das vom Campus-Gedanken″ geprägt ist, wie Michael Büttner sagt, Leiter des Geschäftsbereichs Finanzen von NOZ Medien. In dem Haus und auf dem Campus sollen sich Mitarbeiter, Studierende, Lehrende oder Existenzgründer treffen und austauschen.

Zwei Bauabschnitte

Bauherrin ist die F & E Immobilien-Verwaltungsgesellschaft. Das Architekturbüro Bock, Neuhaus und Partner aus Coesfeld setzte sich im Wettbewerb mit einem Entwurf durch, der prägenden Charakter″ für den Wissenschaftspark haben wird, wie Büttner sagt. Baubeginn ist voraussichtlich Mitte 2021. Geplant sind zwei Bauabschnitte. Im ersten Schritt wird ein Bürogebäude entstehen, das sich zur Straßenseite dreigeschossig erhebt und nach hinten zur angrenzenden Wohnbebauung auf zwei Geschosse abflacht. Hier werden die Mitarbeiter der Grow Digital Group einziehen. Der zweite Bauabschnitt sieht zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten für die Gruppe vor. Die Architektur, Baustoffauswahl, Instandhaltung, der Betrieb und ein späterer Rückbau seien konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, versichert Architektin Britta Richter. Im Innern sind die Bürozuschnitte frei wählbar. Ein Forum mit Innenhof bietet Raum für Veranstaltungen, auf Dachterrassen können Pausen- oder Besprechungszonen unter freiem Himmel eingerichtet werden.

Die Lücken schließen sich

Mit der Ansiedlung der Grow Digital Group schließt sich eine große Lücke im Wissenschaftspark. Pionier auf diesem innerstädtischen Sahnestück war das Innovationszentrum ICO von Stadt und Landkreis, das Start-up-Unternehmen auf die Beine hilft. Rund um das ICO haben sich in den vergangenen Jahren weitere Unternehmen wie das Planungsbüro pbr und die Wirtschaftsprüfer Ecovis Schütter & Partner angesiedelt. Neben dem ICO plant die emsländische Baugruppe Schomaker ein Technocum″.

Griesert: Gute Nachricht

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert äußerte sich erfreut über die Ansiedlung der Grow Digital Group. Das flexible, zukunftsgewandte Gebäudekonzept wird zweifelsohne viel Leben in den Wissenschaftspark bringen. Dass hier mittelfristig auch zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen sollen, ist für Osnabrück eine besonders gute Nachricht.″ Mit diesem Bau bereichere ein Unternehmensverbund den Wissenschaftspark, der früh die Zeichen der digitalen Zeit richtig erkannt habe und deswegen auch jetzt in Krisenzeiten den Mut und die nötigen Finanzmittel aufbringen könne, um in die Zukunft zu investieren.

Die Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) hatte die Bewerbung der Grow Digital Group aktiv unterstützt, wie WFO-Geschäftsführer Ralf Minning sagt. Die WFO habe Hilfestellung bei der Gremienarbeit geleistet, den Grundstückskaufvertrag mitentwickelt und beim Architekturkonzept beraten. Wir als WFO schätzen uns glücklich, dass wir für dieses Beispiel Osnabrücker Unternehmertums den Weg ebnen durften.″ Diese Erweiterung werde die Attraktivität des Wissenschaftsparks noch mal erheblich steigern. Minning: Das Gebäude tritt damit an die Schwelle zu einem Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus.″

Hohe Flexibilität

Manuel Wortmann, Geschäftsführer der Basecom und bei Grow verantwortlich für dieses Projekt, schätzt besonders die hohe Flexibilität der Büroflächen, die unseren ständigen Veränderungen und unserer agilen Arbeitsweise gerecht werden muss″. Gerade im IT-Umfeld und wegen des dort herrschenden Kampfes um die besten Köpfe sei es wichtig, die Mitarbeiter durch eine sehr attraktive Büroumgebung″ und einen hervorragenden Standort″ noch fester an den Arbeitgeber zu binden.

Für Sebastian Kmoch, Geschäftsführer der MSO Digital und Verantwortlicher der Grow Digital Group, geht mit der Investition ein lang gehegter Wunsch″ in Erfüllung. Damit sei es möglich, die Osnabrücker Agentur- und Dienstleistungsunternehmen der Grow Digital Group am bedeutendsten Standort für Innovation und Digitalität in Osnabrück″ zusammenzu- führen.

Kmoch: Mit dem Grow Digital Campus setzen wir ein nicht nur optisch markantes Zeichen für unseren klaren Wachstumskurs. Schon jetzt gehören wir zu den größten inhabergeführten Agenturgruppen in Norddeutschland, und wir stehen erst am Anfang.″

Bildtext:
Die Grow Digital Group zieht in den Osnabrücker Wohn- und Wissenschaftspark.
Grafik:
Bock, Neuhaus & Partner
Autor:
Wilfried Hinrichs


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