User Online: 1 | Timeout: 11:12Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die ersten Wohnungen für die „WIO″
 
Esos baut im Landwehrviertel
Zwischenüberschrift:
Hier entstehen die ersten fünf Wohnungen für Osnabrücks Wohnungsgesellschaft
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Anfang Juli hat der Osnabrücker Rat die Gründung der neuen Osnabrücker Wohnungsgesellschaft mit dem Namen WIO″ (Wohnen in Osnabrück) beschlossen. Jetzt entstehen bereits die ersten Wohnungen für die WIO, allerdings nur in kleiner Zahl. Die Stadtwerke-Tochter Esos baut im Landwehrviertel aktuell ein Mehrfamilienhaus mit 22 Wohnungen. Vier bis fünf davon sollen der neuen Gesellschaft zugutekommen, die sie dann als Sozialwohnungen zu Quadratmeterpreisen von 5, 80 Euro kalt vermieten kann. Von der beabsichtigten Sozialquote, die 40 Prozent Sozialwohnungen und 20 Prozent geförderte Wohnungen für Menschen mit mittlerem Einkommen vorsieht, ist dieser Anfang noch weit entfernt. 1000 Wohnungen soll die WIO bis 2030 an den Osnabrücker Wohnungsmarkt bringen.

Osnabrück Im Osnabrücker Landwehrviertel hat der Bau eines Hauses mit 22 Wohnungen begonnen. Zwar ist die Stadtwerketochter Esos die Bauherrin, doch die neue Osnabrücker Wohnungsgesellschaft WIO („ Wohnen in Osnabrück″) soll Belegrechte bekommen. Damit werden das die ersten Wohnungen der Gesellschaft sein. 20 Prozent der Wohnungen also vier bis fünf sollen als Sozialwohnungen zu Kaltmieten in Höhe von 5, 80 Euro pro Quadratmeter an Menschen mit geringem Einkommen vermietet werden. Das ist ein deutlich geringerer Anteil als eigentlich bei der Wohnungsgesellschaft vorgesehen. Dort gilt nach dem Willen des Osnabrücker Rates die Richtlinie 40-20-40: 40 Prozent aller Wohnungen sollen für 5, 80 Euro an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden, 20 Prozent zu 7, 20 Euro an Menschen mit mittlerem Einkommen und die restlichen 40 Prozent zu Mieten im Bereich von 10 Euro pro Quadratmeter.

WIO bekommt Belegrechte

Bei dem Mehrfamilienhaus im Landwehrviertel sei diese Sozialquote allerdings noch nicht umsetzbar, sagte Esos-Prokurist Marcel Haselof, der zugleich Geschäftsführer der WIO ist. Immerhin sei sie aber doppelt so hoch wie bei den übrigen Bauprojekten im Landwehrviertel, Osnabrücks größtem Baugebiet mit 37 Hektar Fläche. Für die preisgebundenen Wohnungen soll die WIO Belegrechte bekommen. Das Problem ist, dass wir die Planung vor zwei Jahren gemacht haben″, sagte Haselof unserer Redaktion. Zu der Zeit hatten die Stadtwerke beschlossen, mit ihrer Tochter Esos in den Wohnungsbau einzusteigen. Die Esos war ursprünglich nur für die Erschließung und Vermarktung des Landwehrviertels gegründet worden.

Als sich dann Anfang 2019 abzeichnete, dass die Osnabrücker per Bürgerbegehren und Bürgerentscheid die Gründung einer neuen Wohnungsgesellschaft erzwingen würden, warfen die Stadtwerke früh ihren Hut in den Ring, diese Gesellschaft unter ihrem Dach umzusetzen und genau so kam es auch. Deshalb geht es nun, ein gutes Jahr nach dem Bürgerentscheid, recht schnell voran mit den ersten Projekten.

Bei einer Grünfläche

Das Mehrfamilienhaus der Esos soll am westlichen Rand der Grünen Mitte″ entstehen, also angrenzend an den Grünstreifen, der die Mitte des Neubaugebietes einnimmt.Der Neubau gliedert sich in drei Geschosse mit je sechs Wohnungen und ein Staffelgeschoss mit vier Wohnungen, wie die Stadtwerke mitteilen. Das Haus wird nach KfW-55-Effizienzstandard sowie barrierefrei gebaut und erhält eine Solaranlage auf dem Dach. Eine Besonderheit ist sicherlich, dass wir die Voraussetzungen sowohl für Mieterstromangebote als auch für das Laden von E-Autos schaffen″, wird Esos-Projektleiter Ulrich Schepers in einer Pressemitteilung der Stadtwerke zitiert. Vor dem Haus werde zudem ein Carsharing-Stellplatz eingerichtet. Die Fertigstellung des Mehrfamilienhauses ist laut Stadtwerken für den Herbst 2021 geplant. 5, 5 Millionen Euro investiert die Esos dort.

Im Landwehrviertel arbeitet die Esos parallel an zwei weiteren Wohnprojekten, die allerdings nicht der WIO zugutekommen werden: Die beiden ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte an der Landwehrstraße werden derzeit kernsaniert und für altersgerechtes Wohnen inklusive Servicedienstleistungen mit insgesamt 70 Wohnungen umgebaut, wie die Stadtwerke weiter mitteilten. Den Betrieb der beiden Häuser werde ab dem zweiten Quartal 2021 ein externer Partner übernehmen.

So geht es bei WIO weiter

Die WIO soll in den kommenden zehn Jahren 1000 neue Wohnungen an den Markt bringen. Auch dafür sind weitere Projekte schon in Planung. Zum einen wollen die Stadtwerke am Schinkelbad Wohnungen bauen. Auch das ist schon lange geplant, allerdings ist hier vorgesehen, dass zunächst drei von voraussichtlich fünf frei stehenden Häusern inklusive Grundstücken an die Wohnungsgesellschaft übergehen sollen. 30 weitere Wohnungen würden dort dann für die WIO entstehen. Anfang 2021 wollen die Stadtwerke den Bauantrag stellen.

Zum anderen plane die Esos für die WIO die Entwicklung eines Quartiers mit vier Gebäuden und gut 160 Wohnungen in der Großen Eversheide – „ mit einem großen Anteil bezahlbarem Wohnraum″, so Haselof laut Mitteilung der Stadtwerke. Das Neubaugebiet Eversheide entsteht am Eversburger Friedhof auf fünf Hektar Land. 200 Wohneinheiten sollen dort insgesamt gebaut werden; das WIO-Quartier würde also den größten Teil davon ausmachen. Der Baubeginn sei für Ende 2021 vorgesehen, so die Stadtwerke. Konkrete Details sind noch nicht bekannt.

Bildtexte:
Im Osnabrücker Landwehrviertel baut die Stadtwerke-Tochter Esos ein Mehrfamilienhaus mit 22 Wohnungen.
So soll das Mehrfamilienhaus im Landwehrviertel aussehen.
Am westlichen Rand der " Grünen Mitte" im Landwehrviertel (in der Grafik rot markiert) entsteht das Mehrfamilienhaus.
Fotos:
David Ebener, Esos
Grafik:
Esos
Autor:
Sandra Dorn


Anfang der Liste Ende der Liste