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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Wir sorgen für Frequenz″
Zwischenüberschrift:
Doppelhotel-Investor will Johannisstraße anschieben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Ein neues Doppelhotel in der Osnabrücker Johannisstraße lohnt sich das überhaupt? Klares Ja!″, sagt der Geschäftsführer des Oldenburger Investors List Development Commercial. Mehr noch: Auch das umstrittene Shoppingcenter-Gelände am Neumarkt hält er als Projektentwickler für eine absolut interessante Lage″.

Seit Monaten bereitet ein Abbruchunternehmen die Doppelhotel-Baustelle auf dem Grundstück des früheren Sinn-Leffers-Kaufhauses vor. Mittlerweile ist von dem alten Gebäude fast nichts mehr übrig. Schon in wenigen Wochen soll an der Johannisstraße 41–44 der neue Komplex mit zwei Herbergsbetrieben unter einem Dach in die Höhe wachsen.

Die Baugenehmigung für sein Osnabrücker Vorzeigeprojekt hat der Investor seit dem 27. Mai 2020 in der Tasche. So geht es aus einer aktuellen Mitteilungsvorlage der Verwaltung für den Stadtentwicklungsausschuss hervor. In dem Papier steht auch, dass der Bauherr den Hochbau von September 2020 bis Mai 2022″ vorsehe. Damit würde sich die ursprünglich für Ende 2021/ Anfang 2022 geplante Fertigstellung um mehrere Monate nach hinten verschieben.

Das wäre aber nicht schlimm″, versichert Michael Garstka, geschäftsführender Gesellschafter von List Development Commercial, auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Verträge mit dem Hotelbetreiber GS Star (Grünwald) seien in Bezug auf die einzuhaltenden Fristen hinreichend flexibel formuliert. Derzeit bewege sich alles im Rahmen. Es gibt keine besorgniserregenden Verzögerungen. Wir streben eine Eröffnung des Hauses spätestens im zweiten Quartal 2022 an.″ Ausdrücklich lobt Garstka in diesem Zusammenhang auch die Gespräche mit der Osnabrücker Stadtverwaltung, speziell mit dem Stadtbaurat Frank Otte. Das war und ist alles sehr konstruktiv.″Vom Erfolg überzeugt

Aber lohnt es für das Unternehmen am Ende wirklich, rein finanziell so eine große Investition, ausgerechnet inmitten der größten Problemzone der City? Einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag steckt der Oldenburger Projektentwickler nach eigenen Angaben in das Vorhaben. Vom Erfolg des Investments, das in keiner Weise abhängig″ von der inzwischen geplatzten Errichtung eines Einkaufszentrums am Neumarkt gewesen sei, ist der Chef überzeugt. Wir haben uns vor dem Einstieg intensivst mit Osnabrück, der Johannisstraße und dem örtlichen Hotelmarkt beschäftigt und ich fühle mich in meiner Entscheidung, hier etwas Neues zu schaffen, absolut bestärkt″, so Garstka.

Sein Unternehmen habe ein vernünftiges Konzept für diesen Standort″ erarbeitet. Die Kombination aus Hotel für Kurzzeitgäste (Super 8) und Boardinghouse für Langzeitbesucher (Arthotel Ana Living) werde sicher für Frequenz im Zentrum sorgen″. Das gesamte Projekt sei zudem auf Langfristigkeit ausgelegt wofür auch die 25-jährige Laufzeit der Verträge mit dem Hotelbetreiber spreche. Denn üblich seien in der Branche 20 Jahre, erklärt Garstka. Die Johannisstraße mag sich derzeit an vielen Stellen in einem beklagenswerten Zustand befinden, doch sie biete großes Potenzial. Wir setzen hier einen Impuls, und wir werden peu à peu weitere Investitionen sehen. Das haben wir in anderen Städten auch schon so erlebt.″ Und als Oldenburger fügt Garstka hinzu: Sie haben in Osnabrück eine schöne, gut funktionierende Fußgängerzone. Die Johannisstraße kann diese ergänzen vielleicht nicht als Haupteinkaufsstraße, aber dafür als Wohn- und Gastro-Meile mit mehreren Geschäften.″

Überhaupt sei im Bereich Neumarkt eine gemischte Nutzung für die Stadt wichtig″, meint der Investor. Und räumt im Interview mit unserer Redaktion ein, dass die bislang fürs Shoppingcenter Oskar″ reservierten Flächen auch bei List Development Commercial auf dem Zettel stehen. Garstka: Gespräche führen wir deswegen im Augenblick keine. Aber wir gucken uns das über Bande an.″

Bildtext:
Das Ende vom Anfang: An der Johannisstraße in Osnabrück beseitigen Abrissbagger die letzten Reste vom ehemaligen Sinn-Leffers-Kaufhaus. Anschließend soll dort ein Doppelhotel entstehen.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Sebastian Stricker


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