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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Überschrift:
Wozu ein weiteres Verkehrsmittel?
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
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Originaltext:
Zum Artikel Test: So fahren sich die neuen E-Scooter″ (Ausgabe vom 10. Juni).

Die neuen E-Scooter werden als , umweltfreundliche Alternative, um sich abgasfrei durch die Stadt zu bewegen′, angepriesen. Erst einmal stellt sich die Frage, zu was das eine Alternative ist: zum Laufen, Fahrradfahren, E-Bike-Fahren, Autofahren, Busfahren, Taxifahren oder gar Tretroller fahren? Die Umweltfreundlichkeit ist klar gegenüber den anderen motorisierten Fortbewegungsmitteln zu erkennen, wobei man natürlich auch bei den E-Scootern eine Gesamtbilanz ziehen muss: Der Strom fällt nicht vom Himmel, die E-Scooter müssen eingesammelt werden, zur Ladestation gebracht werden und entsprechend wieder , ausgesetzt′ werden, wobei der Ladekreislauf auch zusätzliche Arbeitsstunden erfordert. Ein Zeitgewinn gegenüber den anderen motorisierten Fortbewegungsmitteln ist im Innenstadtbereich wahrscheinlich, wobei man aber auch die Suche nach einem E-Scooter mit einbeziehen muss.

Die nächste Frage beinhaltet den Aspekt der Sicherheit und der Gesundheit: Nicht nur direkt nach der Einführung von E-Scootern in den jeweiligen Städten, sondern auch langfristig wird von einer erhöhten Unfallquote berichtet, was man auch gut nachvollziehen kann, wenn man sich einmal auf einen solchen E-Scooter gestellt hat. Unfälle mit E-Scootern werden ab 2020 auch Teil der Statistik des Statistischen Bundesamtes. [...] Der allgemeine gesundheitliche Nutzen von Bewegung muss hier nicht dargelegt werden, allerdings sollte man noch erwähnen, dass das Fahren mit Tretrollern als Rehabilitationsmaßnahme empfohlen wird, so bietet zum Beispiel das Klinikum Braunschweig Tretrollerfahren als Therapie an.

Der Zeitgewinn mit Tretroller ist noch deutlich höher, da man diesen auf Bürgersteigen verwenden darf, er auf Radwegen geduldet wird und in Abwesenheit von Bürgersteigen auf Straßen erlaubt ist.

Die Umweltbilanz ist hervorragend, und die Spaßbilanz ist so hoch, dass ein Suchtpotenzial zu befürchten ist! […]″

Raphaël Walter
Osnabrück

„[…] Die Begeisterung des Autors für Fahrspaß der E-Scooter sei ihm gegönnt, aber: Wozu braucht Osnabrück, das (wie viele andere Städte auch) zeit- und stellenweise im Verkehrschaos zu ersticken droht, ein weiteres (!) Verkehrsmittel? Wer glaubt ernsthaft, dass durch die E-Scooter auch nur eine Autofahrt ersetzt wird? Lastentransport ist nicht möglich. Ersetzt werden im Gegenteil wohl eher Fahrten mit dem Fahrrad: Welch ein umweltpolitischer Unsinn.

Und so schreibt der Autor von einer , Alternative, um in der Innenstadt kurze Strecken zurückzulegen′, lässt aber offen, wozu es eine Alternative ist. Kurze (und auch längere) Strecken bewältigt man/ frau besser, gesünder, umweltfreundlicher und effektiver (Lastentransport) mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Weitere Fragen und Bemerkungen: Wo bleiben die Akkus, wie werden sie entsorgt, nachdem sie endgültig verbraucht sind? Was geschieht bei Missbrauch durch falsches Abstellen, zum Beispiel mitten auf Gehwegen (schon beobachtet), wo sie Kinderwagen oder Rollstühle behindern? Missbräuchliche Benutzung durch zwei Menschen auf einem Roller wurde eben- falls schon beobachtet. Fa-zit: E-Scooter sind umwelt- und verkehrspolitischer Schwachsinn. Weg damit.″

Antonius Geers
Osnabrück
Autor:
Raphaël Walter, Antonius Geers


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