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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
So sehen die Mitbewerber das Ende von Galeria Kaufhof
Zwischenüberschrift:
Gibt es jetzt größere Stücke vom Kuchen für die ehemalige Konkurrenz in Osnabrück?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Das letzte große Warenhaus in Osnabrück muss schließen. Freut sich nun die Konkurrenz, dass sie sich ein größeres Stück vom Kuchen sichern kann? Wir haben nachgefragt, wie die Mitbewerber auf das bevorstehende Ende von Galeria Kaufhof reagieren.

L& T: Von einer Zäsur für den Handelsstandort″ spricht L& T-Geschäftsführer Mark Rauschen. Über Jahrzehnte habe das Warenhaus seine Berechtigung am Markt gehabt. Wenn der Standort nun wegfällt, gibt es nur Verlierer″, bedauert der Chef des größten Osnabrücker Modehauses. Er glaubt aber nicht, dass wir als L& T automatisch profitieren werden und die Kunden zu uns kommen″. In den vergangenen Jahren habe man sich unterschiedlich aufgestellt, unterschiedliche Warengruppen ins Sortiment genommen und unterschiedliche Kunden angesprochen.

Durch den Wegfall von Galeria Karstadt Kaufhof werde zwar potenziell Umsatz neu verteilt, aber nicht automatisch uns oder einem der anderen großen Textilhäuser in Osnabrück″ zufließen, meint Rauschen. Es gebe auch viele junge, aufstrebende Händler. Für das Oberzentrum und den Handelsstandort wäre zu wünschen, dass auch sie profitierten und der Standort seine Vielfalt behalte.

Peek & Cloppenburg: Auch das Modehaus am Nikolaiort bedauert die angekündigte Schließung. Galeria Kaufhof gehört seit Jahrzehnten zu Osnabrück und zieht Kunden an. Wir sind irritiert über die geplante Geschäftsaufgabe″, sagte der örtliche P& C-Filialleiter Matthias Kellermann am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion.

Das Ende des großen Warenhauses an der Wittekindstraße sei für den gesamten Einzelhandelsstandort von Nachteil: Die lebendige Innenstadt wird darunter leiden.″ Die Frage, ob und wie sich ein Galeria-Aus auf die eigenen Umsätze auswirken könnte, sei für Peek & Cloppenburg im Moment nachrangig. Wir haben mit Corona gerade ein anderes Thema, das uns mehr beschäftigt.″

Schäffer: Dass mit der Schließung von Galeria Kaufhof ein Mitbewerber für Haushaltswaren, Porzellan und Kinderspielzeug aus dem Rennen geht, könnte für das traditionsreiche Haus am Nikolaiort eine gute Nachricht sein. Geschäftsführerin Vanessa Waldvogel sieht das aber nicht so.

Wenn so ein Geschäft mit ähnlichem Sortiment vom Markt verschwinde, dann könnten davon höchstens drei bis fünf Prozent aufgefangen werden, meint sie, der Rest löse sich in Luft auf. Sie bedauert, dass sich das traditionsreiche Kaufhaus aus der Osnabrücker Innenstadt verabschiedet und dass damit auch ein Stück Kultur verloren gehe. Gerade beim Porzellan, einem Kulturgut, wie sie vermerkt.

Es bleibe die Genugtuung, dass ein kleinerer Akteur wie Schäffer auf dem Markt flexibler und schneller auf neue Herausforderungen reagieren könne. Mit dem Aus für Galeria Kaufhof werde es nun am Neumarkt noch gruseliger, meint Vanessa Waldvogel. Jetzt komme alles auf eine interessante Nachnutzung an, vielleicht in einer Kombination mit Green Gardening″. Trotz der Leere am Neumarkt sei aber festzuhalten, dass die Innenstadt noch gut aufgestellt″ sei.
Autor:
Nina Kallmeier, Sebastian Stricker, Rainer Lahmann-Lammert


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