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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie geht es nach der Schließung weiter?
Zwischenüberschrift:
Welche Konzepte Immobilienexperten für die künftige Nutzung des markanten Gebäudes vorschlagen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Nach der angekündigten Schließung von Galeria Kaufhof in Osnabrück stellt sich die Frage, ob so eine riesige Fläche auf fünf Etagen je wieder mit Einzelhandel belebt werden kann. Unsere Redaktion hat auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Immobilienmakler befragt.

Der Osnabrücker Geschäftsführer des Maklerunternehmens Lührmann, Andreas Grüß, gibt zu bedenken, dass eine riesige Gewerbefläche auf den Markt kommt. Seine Einschätzung zur zukünftigen Nutzung der Immobilie an der Wittekindstraße/ Ecke Neumarkt lautet: In einem fünfgeschossigen Gebäude sind Erdgeschoss und Obergeschoss sicherlich weiterhin an Gewerbe zu vermieten, aber in den oberen Geschossen braucht es eine stadtspezifische Lösung. Das wäre sicherlich innerstädtisches Wohnen oder eine Büronutzung.″

Nahversorger?

Carsten Fuchtmann vom Osnabrücker Immobilienmakler Projekt 1a betont, dass der Zeitpunkt einer Neuvermietung in der aktuellen Corona-Krise sehr unglücklich″ sei. Selbst vor der Corona-Pandemie hätte er im Erdgeschoss nur eine Vermietung an Nahversorger oder Drogeristen gesehen. Das Objekt befinde sich nicht in der besten Lauflage von Osnabrück. Der aktuelle Eigentümer ein britischer Investor mit Sitz in London oder mögliche künftige Projektentwickler müssten aus seiner Sicht daher sicherlich sehr kreativ sein″. Auch er sieht gerade in der Nutzung der oberen Geschosse eine Herausforderung. Gerade im direkten Umfeld am Neumarkt seien diverse Immobilienprojekte geplant. Der Immobilienexperte betont: Ich sehe hier für die nächsten Jahre nur eine Chance, wenn Eigentümer und auch die Politik kooperieren und zügig Entscheidungen treffen. Verfällt man aber in Endlosdiskussionen wie bei dem möglichen Center am Neumarkt, sehe ich schwarz.″

Fuchtmann will aber darüber hinaus aus sicherer Quelle″ erfahren haben, dass sich Galeria Karstadt Kaufhof für jeden seiner Standorte ein Hintertürchen″ aufgelassen habe. Seinen Informationen zufolge würden nicht unbedingt alle 62 auf der Liste stehenden Standorte dichtgemacht. Seine Quelle gab Fuchtmann nicht preis. Der Generalbevollmächtigte von Galeria Karstadt Kaufhof, Arndt Geiwitz, hatte am Freitag jedoch davon gesprochen, dass die Schließung der 62 von 172 Filialen ohne Alternativen″ sei, weil die defizitären Filialen den Gesamtbestand des Unternehmens gefährdeten. 6000 der insgesamt 28 000 Mitarbeiter könnten durch den Schritt ihre Arbeit verlieren, davon 65 in Osnabrück. Wann sich die Türen in der Friedensstadt endgültig schließen, ist aber noch nicht bekannt.

Fuchtmann sieht die Corona-Krise als Beschleuniger der Marktbereinigung. Viele, die sich wie Galeria Karstadt Kaufhof im Schutzschirmverfahren (eine Art Vorstufe zum Insolvenzverfahren) befinden, würden sich von defizitären Filialen trennen.

Kay Rose vom Makler Projekt 1a weiß, dass etliche Osnabrücker Mieter ums Überleben kämpfen″. Da sich im Kaufhof-Gebäude die oberen vier Geschosse somit wohl nicht als Einzelhandelsfläche vermieten ließen, schlägt er vor, dass die Stadt Osnabrück das Gebäude als Verwaltungsgebäude kauft oder sich als Mieter anbietet″.

Bildtext:
Kaufhof macht dicht: Was kommt danach?
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jean-Charles Fays


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