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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Einmaliges Strandfeeling am Schloss
 
Osnabrück bekommt eine Beach-Bar
Zwischenüberschrift:
Strand-Feeling im Sommer am Schloss
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Ab nächster Woche ist der Weg bis zum nächsten Sandstrand nicht mehr weit, denn dann heißt es Füße in den Sand″ so wie der Name der neuen Beach-Bar, die ab Sonntag am Schloss entstehen soll. Urlaub in Osnabrück″, verspricht MO-Geschäftsführer Jan Jansen. Die Grasfläche zwischen Osnabrück-Halle und Schloss hatte unter den Bauarbeiten dort erheblich gelitten, nun wird die Fläche mit Sand aufgefüllt. Auf mehr als 3000 Quadratmetern soll genug Platz unter freiem Himmel für Liegestühle, Gastro-Bereich, Spielplatz und Beach-Volleyball sein. Die Idee stammt von Eventmanager Christoph Sierp, der auch hinter der Maiwoche sowie dem Winterdorf im Schlossinnenhof steht. Allerdings wird das sommerliche Aushängeschild in der Innenstadt voraussichtlich einmalig bleiben.

Osnabrück Nach coronabedingten langen Wochen und Monaten der Eintönigkeit haben sich das Marketing Osnabrück (MO) und Eventmanager Christoph Sierp ein besonderes Schmankerl für den Sommer ausgedacht. In der kommenden Woche startet am Schloss auf mehr als 3000 Quadratmetern eine Beach-Bar. Auf der Grünfläche zwischen der Osnabrück-Halle und dem Schloss wollen MO und Sierp die Pop-up-Beach-Bar Füße in den Sand″ entstehen lassen.

Sierp ist der Macher hinter der Maiwoche, die wegen der Corona-Pandemie ausgefallen war. Er wollte etwas Tolles im Schlossgarten anbieten so kamen MO und er zusammen. Am Dienstag gab der Verwaltungsausschuss grünes Licht für den Strand in der Innenstadt. Der Aufbau soll am kommenden Sonntag starten. Die Eröffnung ist für Freitag, 26. Juni, geplant.

Das ist ein trauriger Sommer, dafür wollen wir etwas bieten″, sagt Jan Jansen, Geschäftsführer von MO sowie der Osnabrück-Halle, im Gespräch mit unserer Redaktion. Statt den Kopf sollen die Osnabrücker bald ihre Füße in den Sand stecken. Das ist zugleich das Motto der Beach-Bar: Füße in den Sand″. Denn für viele Osnabrücker falle der Urlaub in diesem Jahr womöglich wegen der Corona-Pandemie aus. In dieselbe Kerbe schlägt auch Sierp im Gespräch mit unserer Redaktion: Wir wollen den Leuten ermöglichen, Urlaub zu Hause zu machen.″

Am 26. Juni soll es losgehen bis voraussichtlich Ende August. Die Rasenfläche zwischen der Osnabrück-Halle und dem Schloss wird dann zum Strand. Auf einer Fläche von 3100 bis 3300 Quadratmetern schüttet die Firma Dallmann ihren gesponserten Sand auf. Für die Gäste wird es Biertischgarnituren, Strandkörbe, Liegestühle und kleine Tische geben. Highlight: Auf der Nordseite ist ein Beachvolleyballfeld geplant. Für Kinder solle es eine Spielfäche geben, sagt Sierp.

Auf der Südseite des Areals wird der Gastro-Bereich zu finden sein, den Sierp verantwortet. Henning Wiehemeyer wird als ein Partner mit seinem Food-Truck Der Grillwagen″ vor Ort sein. Für Kaltgetränke wird Sierp selbst sorgen. Kaffeespezialitäten soll wiederum ein Partner anbieten. In einem alten T1-Bulli wird es Cocktails geben. Für die Notdurft steht ein WC-Wagen mit Personal bereit. Auch Musik wird es geben. Hintergrundmusik″, wie Jansen betont. Wir wollen einen Ort mit schöner Atmosphäre schaffen″, sagt er. Einen Ballermann″ wolle er keineswegs nicht nur wegen der Anlieger. Sierp ergänzt: Sofern es erlaubt werde, sei auch mal Livemusik denkbar.

Die Corona-Pandemie wird selbstredend auch die Strandbar beschäftigen. Mit dem Ordnungsamt seien Maßnahmen abgeklärt, versichert Jansen. Auch auf dem Areal ist nur eine Person pro zehn Quadratmeter zugelassen rechnerisch also maximal 310 bis 330 Gäste. Sierp geht von 250 bis 260 Gästen gleichzeitig aus. Besucher müssen ihre Adresse angeben. Wer nicht auf einem Platz sitzt, hat eine Mund-Nase-Maske zu tragen. Und auch dort gilt natürlich der Sicherheitsabstand. Bedienung am Platz soll es nicht geben, die Tische sollen jedoch nach jeder Nutzung direkt desinfiziert″ werden, versichert Sierp. Er ist sich sicher: Wir werden alle Hygieneregeln einhalten können.″ Er hofft, dass die Strandbar gut angenommen wird. Schließlich sei die Hemmschwelle, sich draußen zu treffen, deutlich geringer als in geschlossenen Räumen.

Voraussichtlich an fünf Tagen in der Woche soll Füße in den Sand″ ab voraussichtlich 14 Uhr geöffnet haben, an Wochenenden ab 11 Uhr. Schluss ist spätestens um 23 Uhr. Gegebenenfalls werden die Zeiten dem Wetter angepasst. Und: In den Schulferien, 16. Juli bis 26. August, solle das Areal täglich geöffnet haben, sagt Sierp. Der Eintritt ist frei. Sierp will selbstredend am Projekt verdienen, daher ist das Mitbringen von Getränken und Essen untersagt. Sonst ist das nicht finanzierbar″, sagt Jansen. Und auch die Stadt verdient an der Strandbar. Es wird eine faire Abgabe an die Stadt geben″, versichert Sierp.

Und wer zahlt für die Herrichtung der Fläche nach Ende der Strandbar? Die sei gar nicht nötig, versichert Jansen. An besagter Stelle plant die Stadt den Bau eines Spielplatzes, der für den Neubau des Studienzentrums neben der Uni-Mensa gebaut wird. Dafür hatte der Spielplatz dort weichen müssen. Und deswegen wird Füße in den Sand″ zumindest an dieser Stelle ein einmaliges Ereignis bleiben. Das ist ein Strand für einen besonderen Sommer″, betont Jansen.

Bildtext:
Sand statt kaputter Grasfläche: So soll die Beach-Bar am Schloss aussehen.
Grafik:
Starlight Showservice GmbH

Kommentar
Die Strandbar ist ein Gewinn für die Osnabrücker

Nach Wochen und Monaten des stark eingeschränkten Lebens infolge der Corona-Pandemie ist die geplante Strandbar zwischen Osnabrück-Halle und Schloss eine willkommene Abwechslung. Christoph Sierp verdient daran er hat mit dem Ausfall der Maiwoche und des Schlossgarten-Open-Airs deutliche Einbußen zu verzeichnen. Die Stadt verdient auch mit mit einer festen Gebühr oder einer Umsatzbeteiligung. Es gibt Schlechteres für das Image einer Stadt als eine Strandbar mitten in der City. Umsatzeinbußen wegen der Strandbar müssen andere Gastronomen aber wohl nicht befürchten. Die Strandbar vergrößert zwar das Angebot unter freiem Himmel, deswegen werden andernorts aber keine Tisch frei bleiben.

Am meisten profitieren die Osnabrücker von der Strandbar. Sich irgendwo draußen aufhalten war stets möglich; draußen gemütlich etwas zu trinken hingegen nicht. Insbesondere das dürften die Osnabrücker während des Corona-Lockdowns vermisst haben. Das beweisen die zahlreichen Cafés, in deren Außenbereichen seit den Lockerungen eben keine Tische frei bleiben. So bleibt nur noch zu hoffen, dass es ein sonniger Sommer wird.

j.sanders@ noz.de
Autor:
Jörg Sanders


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