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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Hase-Campus″ nimmt Formen an
Zwischenüberschrift:
Neuer Wohn- und Geschäftskomplex entsteht im Stadtteil Hafen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück An der Schnittstelle zwischen der Osnabrücker Innenstadt und dem Stadtteil Hafen wird bald ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude einen städtebaulichen Akzent setzen. Voraussichtlich im Mai 2021 soll der Hase-Campus bezugsfertig sein rund 20 Millionen Euro steckt ein Investor in das Projekt.

Der Bau an der Ecke Stüvestraße/ Wachsbleiche erreicht eine Dimension, die aktuell nur von wenigen anderen Vorhaben in Osnabrück übertroffen wird: Auf rund 7000 Quadratmeter Grundfläche lässt ein Pforzheimer Investor, die AB Verwaltung GmbH, den Hase-Campus errichten. Einst beheimatete die Fläche in einem mittlerweile abgerissenen Gebäude einen Bildungsanbieter im Gesundheits- und Sozialwesen und zuletzt auch noch ein Taxiunternehmen. Doch vor knapp zwei Jahren waren deren Tage am Rande der nördlichen Innenstadt gezählt.

Auf der Fläche entsteht nun ein Gebäudekomplex mit 55 Mietwohnungen in den oberen Stockwerken und Gewerberäumen im Erdgeschoss. Blickfang des auf rund 5000 Quadratmetern mit beigefarbenen Klinkersteinen verkleideten Bauwerks ist der mit einer gläsernen Front versehene Eingangsbereich, der sich von den übrigen Gebäudeteilen auch in der Höhe abhebt und den Komplex zur Stüvestraße hin für Besucher und Bewohner gleichermaßen öffnet.

Der Hase-Campus gliedert sich, grob gesagt, in drei Teile: Zur Hase hin ist das Gebäude am flachsten, hier soll sich im Erdgeschoss nach den Plänen der Entwickler ein Bäcker mit Café ansiedeln. Im Stockwerk darüber befinden sich vornehmlich Ein-Zimmer-Apartments. Auf drei beziehungsweise fünf Geschosse geht es in den übrigen Gebäudeteilen. Während im Erdgeschoss Gewerbeflächen vorgesehen sind, entstehen in den weiteren Etagen Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von 39 bis 105 Quadratmetern. Im obersten Stockwerk sind drei Penthousewohnungen mit Dachterrassen geplant.

Als Vermarktungs- und Verwaltungspartner hat sich der Pforzheimer Investor die Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück mit Sitz in Alfhausen an Bord geholt. Für Immobilienkauffrau Lisa Borgmann ist es das bislang größte Projekt dieser Art, vor Kurzem hat die Vermarktung der Wohn- und Geschäftseinheiten begonnen. Noch haben wir allerdings keine Mietverträge abgeschlossen.″

Alle Wohnungen werden von vornherein mit einem Vinylboden und einer Einbauküche ausgestattet. Die Kaltmiete beläuft sich nach Angaben von Borgmann auf etwa 13 Euro pro Quadratmeter. Einige der Wohnungen sind behinderten- und rollstuhlgerecht.

Für die insgesamt rund 1000 Quadratmeter an Gewerbefläche kann sich die Immobilienkauffrau vieles vorstellen. Ein Fitnessstudio könnte beispielsweise die komplette Fläche nutzen. Es ist aber auch möglich, dass kleinere Einheiten gebildet werden können″, sagt Borgmann. Im Mai kommenden Jahres soll der Hase-Campus bezugsfertig sein. Zwischenzeitlich verzögerte sich das Bauprojekt, da Schwierigkeiten bei den Erdarbeiten auftraten. Hintergrund: Das Areal liegt direkt an der Hase und gilt als Überschwemmungsgebiet. 245 Bohrpfähle wurden daher bis zu einer Tiefe von fast 19 Metern in den Boden gerammt fast 5000 Kubikmeter Beton wurden für das Projekt verbaut.

Dass direkt neben dem Komplex die Bahnlinie verläuft, soll die künftigen Bewohner übrigens nicht über ein bestimmtes Maß belasten. Zwar wird am Bahndamm keine Lärmschutzwand errichtet, sämtliche Fenster des Hase-Campus werden aber speziell schallgeschützt sein. Nach Angaben von Eduard Frank, der das Immobilienmanagement bei der Baugenossenschaft leitet, sind die Fensterelemente eigens für den Bau konzipiert worden. Sie schlucken den Lärm insofern, als ein Dezibelwert von maximal 55 nicht überschritten wird. Auch die Wohnungseingangstüren, die sich in offenen Laubengängen befinden, sollen den Schall bei maximal 47 dB halten.

Im Innenhof und in der Tiefgarage werden den Bewohnern nach der Fertigstellung mehrere Dutzend Stellplätze zur Verfügung stehen. Wichtig ist den Planern eine gewisse Offenheit gewesen, sagt Borgmann. So seien das Café und dessen Außenbereich direkt an der Hase natürlich auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Bei Bäckerei und Café würden wir übrigens gerne einen Anbieter sehen, der inklusiv arbeitet″, ergänzt die Immobilienkauffrau.

Bildtexte:
Noch eine Baustelle: Im Mai 2021 soll der Hase-Campus an der Stüvestraße in Osnabrück bezugsfertig sein.
Hier ist Platz für 55 Mietwohnungen und Gewerbeflächen.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Sebastian Philipp


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