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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Test: So fahren sich die neuen E-Scooter
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Seit wenigen Tagen verfügbar
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Originaltext:
Osnabrück Sie stehen am Neumarkt und am Schlossgarten, vor dem Theater oder am Hasetor: Seit wenigen Tagen können Osnabrücker mit E-Scootern der Firma Tier durch die Hasestadt fahren. Wer kurze Strecken zurücklegen, zum Shoppen in die Innenstadt oder zum Einkaufen in den nächsten Supermarkt möchte, für den sind die E-Scooter definitiv eine Alternative. Denn: Die kompakten Zweiräder sind nicht nur praktisch und schnell einsetzbar, sie machen auch jede Menge Spaß.

Wer die Elektroroller nutzen möchte, lädt sich zunächst die App des Unternehmens auf sein Handy und erstellt anschließend ein kostenfreies Nutzerkonto. Gestartet wird der Roller anschließend per QR-Code am Lenker, der mithilfe der App gescannt wird. Eine Gebühr von einem Euro wird mit der erstmaligen Nutzung fällig, anschließend kommen 15 Cent/ Minute hinzu, die mit Kreditkarte oder Paypal bezahlt werden können.

Gewöhnungsbedürftig

Mit einem kleinen Schritt nach hinten stößt sich der Fahrer vom Boden ab und beschleunigt mithilfe des Gashebels am rechten Lenkergriff in Sekunden auf um die 20 km/ h ein Adrenalinschub der besonderen Art. Das Fahrverhalten ist gewöhnungsbedürftig, vor allem in Kurven und beim Bremsen. Letztere setzen mitunter abrupt und unmittelbar ein. Doch nach einigen Minuten gewöhnt sich der Nutzer an die Balance und an die dynamische Fahrweise der Roller.

Ein kleines Display unterhalb des Lenkers gibt Auskunft über die jeweilige Batterieladung, Reichweite und Geschwindigkeit. Auch Vorder- und Rücklicht sind integriert, die beim Aktivieren der Scooter automatisch angeschaltet werden.

Um einen Roller für eine Fahrt aufzuspüren, lässt sich die App nutzen. Sie zeigt an, wie weit der nächste Scooter entfernt ist und wie viele der Fahrgeräte an den jeweiligen Standorten verfügbar sind. Außerdem gibt es feste Gebiete, in denen die Roller nach der Nutzung abgestellt werden dürfen oder eben nicht, wie etwa im Bürgerpark. Diese Zonen werden ebenfalls in der App angezeigt. Wir wollen die Karte in Zukunft auch auf den Seiten der Stadt abbilden″, sagt Marco Hörmeyer, Pressesprecher der Stadtwerke Osnabrück, auf Nachfrage.

Mit dem Berliner Unternehmen Tier hatte sich die Stadt frühzeitig auf eine Zusammenarbeit geeinigt und sich damit gegen ein anfänglich geplantes stationsbasiertes System entschieden. Nutzer hätten dabei die Roller an einer festen Station abholen und zu einer festen Station zurückbringen müssen anders als beim aktuellen Anbieter. Das heißt: Die E-Scooter können nun etwa auf Gehwegen, vor Haltestellen, an öffentlichen oder vor privaten Gebäuden abgestellt werden.

Nutzen kann die E-Scooter in Deutschland jeder, der mindestens 14 Jahre alt ist. Tier setzt jedoch laut den eigenen Geschäftsbedingungen ein Mindestalter von 18 Jahren voraus. Eine Fahrprüfung ist nicht nötig. Auch das Tragen eines Helmes ist nicht vorgeschrieben. Allerdings: In Deutschland ist das Fahren der Roller nur auf Radwegen und Straßen erlaubt, nicht auf Gehwegen.

Steffen Hass vom Unternehmen Tier ist zuständig für den Bereich Osnabrück. Er sieht in den E-Scootern eine umweltfreundliche Alternative, um sich abgasfrei durch die Stadt zu bewegen″. Das Unternehmen ist neben der Wartung der Geräte auch für den Wechsel der Akkus zuständig. Außerdem trägt Tier laut Macro Hörmeyer die Verantwortung dafür, dass sich die Roller nur innerhalb des erlaubten Gebietes befinden.

Fazit: Die E-Scooter machen nicht nur richtig Laune, sie sind auch praktisch und unkompliziert in der Nutzung. Mithilfe der App sind die Roller im Nu einsetzbar, und selbst ohne Helm ist das Fahren ohne Probleme möglich. Für einen kleinen Preis, und dank akzeptabler Reichweite und Batterielaufzeit sind die E-Scooter eine gute Alternative, um insbesondere in der Innenstadt kurze Strecken zurückzulegen.

Weitere Informationen zu den E-Scootern finden Sie auch auf der Webseite des Osnabrückers Projektes Mobile Zukunft Osnabrück″.

Bildtexte:
Roller entdeckt? Wer das Gefährt nutzen will, muss sich die App des Unternehmens Tier auf sein Handy laden und ein Nutzerkonto erstellen. Gestartet wird der Roller anschließend per QR-Code am Lenker, der mithilfe der App gescannt wird.
Und wie fährt es sich? NOZ-Mitarbeiter André Pottebaum testet die ausleihbaren E-Scooter von Tier.
Fotos:
Michael Gründel

Regeln
Für den Verkehr zugelassen sind nur E-Scooter, die höchstens 20 Kilometer pro Stunde fahren können. Daneben gelten weitere Vorschriften bezüglich Beleuchtung und Kennzeichnung.

Eine Fahrprüfung gibt es nicht. Nutzer müssen lediglich 14 Jahre alt sein. Pro E-Scooter ist nur eine Person erlaubt. Anhänger sind verboten. Helmpflicht besteht nicht, obwohl beispielsweise die Expertenorganisation Dekra diese fordert. Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie für Autofahrer.

Wenn es Radwege gibt, müssen E-Scooter darauf fahren ansonsten auf der Straße . Wer auf Gehwegen unterwegs ist, muss zwischen 15 und 30 Euro Strafe zahlen.
Autor:
Andre Pottebaum, vbu


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