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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Klassischer Saal im modernen Erscheinungsbild
Zwischenüberschrift:
So wird der neue Osnabrücker Ratssaal / Umbau beginnt Anfang Juni
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Der Ratssitzungssaal, das Herzstück der kommunalen Demokratie in Osnabrück, wird runderneuert. Für 750 000 Euro will die Stadt eine zeitgemäße Technik installieren und das Mobiliar auffrischen. Schon am Dienstag nach Pfingsten sollen die Arbeiten beginnen.

Vor 28 Jahren wurde der Saal im Obergeschoss des Rathauses neu eingerichtet. Noch immer wirken die dunklen Tische und die Ledersessel zeitlos und edel. Aber nach 3250 Veranstaltungen ist nicht zu übersehen, dass an manchen Stellen der Lack ab ist. Anlass für die Sanierung ist nach den Worten von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert aber vor allem die unzureichende Technik.

Funkmikrofone

In der Vergangenheit habe sich die Frischluft im Saal schlecht verteilt, sagt Ludger Rasche vom Eigenbetrieb Immobilien, an manchen Stellen sei es zu kalt und an anderen zu warm gewesen. Auch mit der Akustik habe es immer wieder Probleme gegeben. In Zukunft sollen Funkmikrofone auf jedem Tisch die Debattenbeiträge verständlicher übertragen, und für die schon vorhandene Lüftungsanlage wird es größere Ein- und Auslässe geben. Der Beamer, der zurzeit unübersehbar unter der Decke befestigt ist, soll hinter einer Klappe verschwinden und nur bei Bedarf ausgefahren werden.

Besucher, die sich im Vorraum aufhalten, sollen die Sitzungen künftig auch dort verfolgen können. Außerdem wird ein multifunktionaler Touchscreen Auskunft geben über den Rat, seine Aufgaben und die Themen, die in der Sitzung behandelt werden. Technisch werde es auch möglich sein, die Ratssitzungen als Livestream oder Podcast zu übertragen, heißt es bei der Stadt. Doch zunächst soll darauf verzichtet werden.

Der neue Ratssitzungssaal soll zwar in den Grundzügen klassisch, im Erscheinungsbild aber modern wirken. Als bewusster Kontrast zur bisherigen Optik wurden überwiegend helle Töne gewählt. So will Architekt Rasche auf das dunkel gebeizte Eichenholz verzichten, das den Raum zwar nobel, aber auch ein wenig düster erscheinen ließ. Auch die Fensterverkleidungen sollen nach der Bearbeitung in einem helleren Ton (Eiche natur) strahlen. An einem Fenster lässt sich das bereits ablesen.

Neue Zweiertische im gleichen Design wie ihre Vorgänger, aber mit weißen Lackoberflächen und Kabelkanälen bieten allen Ratsmitgliedern künftig die Möglichkeit, ihre Laptops oder Tablet-Computer an der Steckdose aufzuladen. Auch das neue Rednerpult wird ein paar technische Finessen aufweisen und vor allem höhenverstellbar sein, sodass es bei Bedarf auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann.

Arbeit für drei Monate

Im Gegensatz zu den Tischen bleiben die Stühle erhalten. Sie werden jedoch mit einer neuen Polsterung versehen und bekommen schwarze Lederbezüge. Die Aufarbeitung aller 110 Stühle wird nach der Kalkulation der Stadt etwa 125 000 Euro kosten 500 000 Euro weniger als die Anschaffung gleichwertiger neuer Stühle.

Noch nicht endgültig entschieden ist, ob die Verkündigung des Westfälischen Friedens ein idealisiertes Ölbild mit Goldrahmen auch künftig den Ratssitzungssaal zieren soll. Der Wunsch bestehe, sagt Rasche, und fügt hinzu: Das diskutieren wir noch.″

Für den Umbau des Sitzungssaals veranschlagt der Eigenbetrieb Immobilien drei Monate. Die beauftragten Handwerker werden aber wohl nicht unter Zeitdruck geraten, weil der Rat eine Sommerpause einlegt und wegen der Coronakrise derzeit ohnehin mit großem Sicherheitsabstand in der Osnabrück-Halle tagt.

Bildtexte:
Heller und mit zeitgemäßer Technik: So stellen sich Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Fachdienstleiter Ludger Rasche den Ratssitzungssaal nach der Umgestaltung vor.
So sieht der Ratssitzungssaal heute aus.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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