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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Blühendes Paradies am Raiffeisenplatz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Da freut sich der Mensch, da summen die Insekten: Am Raiffeisenplatz bleiben Radler und Spaziergänger stehen, um sich die bunt blühende Haseböschung anzusehen. Klimaschützer haben die Wildkräutermischung im vergangenen Jahr eingesät. Die Saat ist aufgegangen: Klatschmohn und Kornblume, Margerite und wilde Gräser haben den Uferstreifen in der Nähe des Konrad-Adenauer-Rings eingenommen. Darüber freuen sich die Scientists for Future″, Wissenschaftler der Osnabrücker Hochschulen, die sich gemeinsam mit den Schülern von Fridays for Future″ gegen die Erdüberhitzung wehren. Gemeinsam haben sie die Wildblumenmischung im September 2019 ausgebracht. Das geschah einen Tag nach dem weltweiten Klimaprotest, bei dem in Osnabrück mehr als 4000 Menschen auf die Straße gegangen waren. Bei der Aussaat für das blühendes Paradies am Haseufer wurde die Osnabrücker Mischung″ verwendet, die im Gegensatz zu manchen Samentütchen aus dem Gartencenter ausschließlich heimische Wildblumen enthält. Deshalb empfiehlt sie auch das Osnabrücker Bienenbündnis, das ebenfalls in die Aktion eingebunden war. Zur Rezeptur gehören 46 verschiedene Pflanzen vom Acker-Stiefmütterchen bis zur Winterkresse, dazwischen finden sich Pflanzen wie der Kriechende Günsel, die Rote Lichtnelke oder das Echte Leinkraut. Kathrin Kiel, Professorin für Vegetationsökologie und Botanik an der Hochschule Osnabrück und Mitglied bei Scientists for Future″, will mit der Bienenweide am Haseufer auf die Verbindung von Biodiversitätsschutz und Klimaschutz hinweisen. Im Mittelpunkt stehe dabei die Frage Wie gehen wir mit der Erde, ihren Lebewesen und Ressourcen um? Der Osnabrücker Servicebetrieb hatte vor der Aktion im September den Boden bereitet und einige Büsche entfernt. Kathrin Kiel berichtet, dass sich auch einige Mitglieder der Drogenszene beim Aufräumen und Ansäen beteiligt hätten, um den Raiffeisenplatz, ihren Treffpunkt, zu verschönern. Die Erfahrung mit Blühstreifen zeigt allerdings, dass sich ihr Erscheinungsbild stetig verändert. Kornblume und Klatschmohn zeigen sich häufig nur im ersten Jahr, später treten andere Pflanzen in den Vordergrund. Nicht immer so schön bunt, aber dafür ein beliebtes Ziel für die Insekten.

Bildtext:
Bunte Vielfalt: Am Raiffeisenplatz, nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt, ist die Wildkräutersaat aufgegangen.
Foto:
Rainer Lahmann-Lammert
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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