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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Widerstand gegen Wohnbebauung
Zwischenüberschrift:
Neue Schule Innenstadt: Osnabrücker Eltern befürchten „Käfighaltung″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Osnabrücker Stadtelternrat spricht sich gegen jede Form der Wohnbebauung″ auf dem Gelände der Neuen Schule Innenstadt aus. Wohnungen würden das geplante pädagogische Flaggschiff″ an der Hakenstraße zu sehr einengen und Schüler auf der Restfläche zusammengequetscht″.

Am Rande der Altstadt, wo sich heute die Förderschule an der Rolandsmauer und das Gesundheitsamt befinden, soll demnächst für rund 20 Millionen Euro eine vierzügige Oberschule mit beruflichem Schwerpunkt entstehen. Sie ersetzt sowohl die benachbarte Hauptschule Innenstadt als auch die Möser-Realschule an der Lotter Straße, die im Zuge der 2019 beschlossenen Reform der Sekundarstufe 1 schließen müssen. Die Förderschule an der Rolandsmauer wird ein eigenständiger Teil des neuen Schulzentrums.

Überlegungen von Politik und Verwaltung, auf dem knapp 9600 Quadratmeter großen Gelände oder auch am jetzigen Standort der Hauptschule Innenstadt zusätzlich mehrgeschossige Wohnhäuser unterzubringen, erteilt der Stadtelternrat indes eine klare Absage. Bei den Planungen müssen pädagogische Belange oberste Priorität erhalten″, sagte Vorsitzender Marc Veeningen laut einer Mitteilung vom Sonntag.

Das Gremium, dem 50 Elternvertreter aller Schulformen in Osnabrück angehören, lehne an dieser Stelle alle Varianten, die eine Wohnbebauung zulassen″, kategorisch ab. Sie stünden einer freien Entfaltung der Oberschule, die pädagogisch, sozial und architektonisch eine Top-Schule″ werden solle, im Wege. Kinder und Jugendliche, die sie besuchen, würden dann auf der Restfläche zusammengequetscht″ was sich bei einer Pandemie, wie sie im Moment herrscht, verheerend auswirkte. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: Statt eines pädagogischen Flaggschiffs entsteht von vornherein eine , Käfighaltung′ für die Schülerinnen und Schüler.″

Die Neugründung der Oberschule sei zwar dringend notwendig, um das Schulsystem für Osnabrück durchlässiger zu machen. An ihr werde der Erfolg der Sek-1-Reform gemessen. Deshalb müsse der Neuen Schule Innenstadt ein besonders guter Start gelingen″, forderte Veeningen. Jedoch lasse der im März vom Rat einstimmig beschlossene Architektenwettbewerb mit seinen Vorgaben das Gegenteil befürchten. Selbst vor einem Abriss der denkmalgeschützten Turnhalle schrecken die Befürworter einer Wohnbebauung nicht zurück″, stellte der Stadtelternratsvorsitzende fest. Wir missbilligen ausdrücklich solche Planungen zulasten der Schüler und Schülerinnen und fordern ein Zurück zum Primat der Pädagogik.″

Bildtext:
Auf diesem Grundstück an der Ecke Rolandsmauer/ Hakenstraße plant die Stadt Osnabrück eine neue Oberschule. Zurzeit befinden sich dort das Gesundheitsamt (rechter Gebäudetrakt) und das Schulmuseum (links), außerdem die Förderschule an der Rolandsmauer.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Sebastian Stricker


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