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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kritische Fragen zur neuen Ganztagsschule
Zwischenüberschrift:
Anwohner haben Bedenken wegen des bevorstehenden Umbaus der Grundschule Atter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wohin mit den Kindern am Nachmittag? Ob sich Familie und Beruf vereinbaren lassen, hängt auch von den Schulen ab. In Atter warten Eltern auf ein Ganztagsangebot in der Grundschule. Gleichzeitig begleiten Nachbarn den bevorstehenden Neu- und Umbau kritisch.

Start im Sommer

In den Sommerferien soll es losgehen: Dann wird ein Teil der Schule abgerissen es handelt es sich um den eingeschossigen Trakt aus den 1960er-Jahren. Für den Neubau werden zwei Jahre veranschlagt. Der Abschnitt, der stehen bleibt, wird ein Jahr lang saniert.

Nach drei Jahren ist dem Plan nach alles fertig. Aber was werden das für drei Jahre? Nachbarn wollen wissen, was auf sie zukommen wird. Annette Kirchhoff hatte kürzlich im Namen von weiteren Anwohnern eine Reihe von Fragen mit ins Bürgerform Atter gebracht, das noch kurz vor Beginn der Corona-Krise stattfand.

Sie wohnen am Winterkamp und an der Storkesbrede. Ihre erste Frage galt den Bäumen, die im Umfeld der Schule an der Leyer Straße gefällt worden sind ob sie nicht schützenswert gewesen wären. Und ob noch mehr gefällt werden, Stadtbaurat Frank Otte hatte die Antwort des Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement mitgebracht: Es wurden keine geschützten Bäume gefällt. Der vorhandene Baumbestand wurde bei der Planung berücksichtigt.″ Und: Es wurde versucht, den Baumbestand weitestgehend zu erhalten.″ Alles sei mit dem Fachbereich Umwelt und Klimaschutz und dem Osnabrücker Servicebetrieb abgestimmt gewesen. Weitere Bäume würden nach jetzigem Stand der Dinge nicht gefällt werden.

Sorge um Straßen

Was ist mit der Straße Winterkamp, die sich direkt neben der Schule befindet? Über sie soll die Baustelle erschlossen werden, wie Otte berichtete. Auf diese Weise werde der Baustellenverkehr vom Schulbetrieb getrennt, denn: Die Abläufe der Schule sollen möglichst wenig gestört werden.″

Die Anwohner rechnen damit, dass der Winterkamp dadurch beschädigt wird. Ob das so ist? Wie Otte ankündigte, wird die Stadt die Straße überprüfen und dann entscheiden, was zu tun ist: Schäden werden über die Baustellenkosten abgerechnet. Wir gucken uns die Straße an.″ Offenbar halten viele Eltern mit ihren Autos am Winterkamp und an der Storkesbrede und versperren Grundstücke von Anwohnern, die jetzt fragten, wie sich das Bringen und Abholen der Kinder während der Bauphase entwickeln wird. Wie Otte berichtete, weiß die Verwaltung um die Probleme, die die sogenannten Elterntaxis mit sich bringen.

Daher werde ein Konzept für einen sicheren Schulweg erarbeitet. Dass die Schule zweigeschossig werden soll, irritiert offenbar einige Anwohner: Lässt der Bebauungsplan das überhaupt zu? Diese Frage bringt das Vorhaben aber wohl nicht ins Wanken. Der städtische Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement jedenfalls antwortete, dass die Eingeschossigkeit zwar für Wohnhäuser nebenan gelte, aber nicht für die Schule, deren Grundstück als Sondernutzungsfläche gelte.

Überzeugungsarbeit

Manche Frage erweckte den Eindruck, dass nicht alle begeistert sind von dem Vorhaben der Stadt, die Schule in Atter fit zu machen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde, der die Sitzung leitete, sah sich deshalb zu einer grundsätzlichen Aussage veranlasst: Das ist eine ganz tolle Sache″, sagte er über die Investition in die neue Ganztagsschule.

Ein Anwohner, der offenbar meinte, dass der Bau schneller fertig sein müsste, fragte: Warum dauert das drei Jahre? Stadtbaurat Otte antwortete: Es dauert nur drei Jahre.″

Bildtext:
Dieses Bild gehört bald der Vergangenheit an: Die Grundschule Atter wird neu und umgebaut. In den Sommerferien soll es losgehen, und in drei Jahren soll der Komplex den Betrieb als Ganztagsschule aufnehmen. Nachbarn wollen wissen, was auf sie zukommt.
Foto:
Archiv/ Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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