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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das Landleben in die Stadt holen
Zwischenüberschrift:
Tierhaltung im eigenen Garten: Hühner in der Wüste und Schafe im Schinkel
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Viele Leute halten in Haus und Garten Meerschweinchen, Wellensittiche, Katzen oder Hunde. Doch immer mehr Menschen zieht es aus dem grauen Stadtalltag zurück in die Natur. Familie Heinecke und Familie Metzner konnten sich diesen Traum verwirklichen, indem sie sich das Landleben einfach in die Stadt geholt haben.

Familie Heinecke lebt im Stadtteil Wüste, also mitten in der Stadt. Doch der Garten der Familie kommt eher ländlich daher. Sieben Hühner leben bei der fünfköpfigen Familie. Besonders das jüngste Mitglied der Familie Heinecke, Sophia, ist von den Hennen angetan und kümmert sich gerne um die Vögel.

Aber warum hält man sich Hühner im Garten? Weil′s schön ist″, antwortet Familienvater Christian Heinecke prompt. Hühner seien ein Symbol für das ruhige Leben auf dem Land und böten somit eine Auszeit vom grauen Alltag. Außerdem habe man stets frische Eier.

Tochter Sophia habe schon immer Hühner haben wollte. Und so baute Vater Christian irgendwann einen Hühnerstall, und eins kam zum anderen. Jede Henne legt etwa ein Ei am Tag, erzählt Gabriele Heinecke, die Mutter der Familie, und fügt grinsend hinzu: Im Sommer sogar mehr! Die Mädels der Familie leben eigentlich vegan, bei den Eiern von den eigenen Hühnern machen sie aber eine Ausnahme. Dennoch bleibt das eine oder andere Ei schon mal über und darüber freuen sich dann die Nachbarn.

Die Nachbarn haben also kein Problem mit den gackernden Hühnern? Im Großen und Ganzen laufe alles gut, erzählen die Heineckes, doch nicht jeder ist erfreut über die Hühner″. Manchmal könnten die Vögel schon ziemlich laut sein, oder einer von ihnen büxt aus, stapft durch die Nachbarschaft und pickt mal hier und mal da. Das klingt eher harmlos, wird von den Leuten in den umliegenden Häusern aber unterschiedlich locker gesehen. Aus diesem Grund hausen auf dem Grundstück auch lediglich Hennen. Einen krähenden Hahn wollen sie den Nachbarn nun wirklich nicht zumuten. Die meisten von denen seien aber sehr verständnisvoll und unterstützend, fügte die Familie hinzu. Viele fänden die Hühner total super″.

Das gilt auch für Freunde und Bekannte der Familie. Auch die Mitschüler und Freunde von Tochter Sophia finden die Hühner cool. Wenn ihre Freunde vorbeikämen, würden sie oft als Erstes die Tiere begrüßen.

Ein Teil der Familie seien die Hühner mittlerweile geworden. Im Sommer öffnet die Familie dem Federvieh die Türen ins Wohnzimmer, und zu Weihnachten sitzen die Hühner mit dem Schnabel klopfend vor dem Küchenfenster. Die Familie teile sehr schöne Erinnerungen mit den Tieren. Einige Mitschüler und Freunde von Sophia Heinecke hätten übrigens dafür plädiert, dass sich die Familie darüber hinaus noch einen Esel zulegen möge doch da winkte Vater Christian Heinecke dann doch mit einem Lachen ab.

Auch Familie Metzner hat sich das ruhige Landleben mitten in die Stadt geholt. In einem Hinterhof im Schinkel hausen fünf Heidschnucken, drei Lämmer und eine Ziege. Gemeinsam mit den Nachbarn kümmert sich die Familie um die tierischen Mitbewohner.

Morgens um halb fünf geht′s los″, berichtet Familienvater Roger Metzner. Dann wird das erste Mal gefüttert. Ab neun ist dann immer jemand bei der Herde. Die Lämmer werden zu den anderen gebracht, und ihnen wird beigebracht, wie die Welt für Schafe funktioniert. Ein Lamm hat die Familie per Hand aufgezogen, erzählt Metzner. Die Mutter habe es nicht angenommen, vermutlich, weil sie schon zu alt sei.

Ziege Sonic″ und die Heidschnucken bringen eine ländliche Ruhe in den sonst so urbanen Stadtteil Schinkel. Doch tatsächlich war das nicht der Hauptgrund für die Anschaffung der wolligen Freunde. Die Besitzerin der kleinen Weide sah früher gerne die Fernsehsendung Bingo″, verrät Roger Metzner, und in einer Folge sei es um Heidschnucken gegangen. Die heutige Weidefläche sei damals so verwahrlost gewesen, dass zunächst zwei Heidschnucken für Ordnung sorgen sollten. Über die Zeit wuchs die Herde dann nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in die Herzen ihrer Umkümmerer.

Ziegenbock Sonic kam später zu der Herde dazu. Er war eigentlich für den Schlachter vorgesehen gewesen, aber Familienvater Roger Metzner rettete ihn. Nun hüpft er mit dem Rest der Herde durch den grünen Hinterhof der Metzners.

Obwohl die kleine Herde mitten im Schinkel lebt, stören die Nachbarn sich daran kein bisschen. Die finden das toll″, verrät Metzner. Und auch aus dem Bekanntenkreis und von der Arbeit höre man nur Positives. Auch Tochter und Sohn haben noch immer großen Spaß an der Tierpflege, obwohl sie keine Kinder mehr sind. Das läge aber auch daran, dass die Wollknäule″ definitiv zur Familie gehören, wie Metzner betont. Sobald sich jemand in Richtung Weide bewege, kämen die tierischen Mitbewohner freudig zum Zaun laufen. Besonders im Sommer falle die Begrüßung sehr laut aus und zaubere der Familie immer ein Lächeln ins Gesicht.

Bildtexte:
Geflügelfreundin: Vor allem Sophia Heinecke (links) nimmt sich der Hühner an. Bei Familie Metzner rauscht Besuchern zur Begrüßung die kleine Herde entgegen. Die kleine Lucy (unten) kam ebenso wie die anderen Lämmer erst vor Kurzem auf die Welt.
Die kleine Mitbewohnerin Lucy kam ebenso wie die anderen Lämmer erst vor kurzem auf die Welt.
Familie Heinecke hält Hühner im Osnabrücker Stadtteil Wüste.
Die Hühner werden hauptsächlich von Körnern ernährt. Dabei färbe Mais das Eigelb schöner und Muschelkalk stärke die Schale der Eier.
Zur Begrüßung rauscht die kleine Herde der Familie entgegen.
Die kleine Mitbewohnerin Lucy kam ebenso wie die anderen Lämmer erst vor kurzem auf die Welt.
Ziegenbock Sonic
Lamm Sunny
Fotos:
Merle Deeken, Roger Metzner
Autor:
Merle Deeken


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