User Online: 1 | Timeout: 19:32Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Naturschutz als Kernziel
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Baum gegen Baum: Wie lange geht das noch? (Ausgabe vom 18. Februar).

„, Auf Beton können keine Feldvögel brüten′, hat richtigerweise CDU-Ratsfrau Kämmerling erkannt. Ich nenne ihre Worte , Wasser predigen und Wein trinken′.

Wie sonst ist es zu verstehen, dass immer mehr Grünflächen in der Stadt dem Bebauungswahn zum Opfer fallen und der Lebensraum für Pflanzen und Tiere verschwindet.

Wenn man diese Erkenntnis auch in der Politik gefunden hat, ist umso mehr fraglich, warum bei der Bebauung des Eversburger Friedhofes genau diese Erkenntnis nicht angewendet werden soll. Der Schutz der Natur muss das Kernziel aller Baumaßnahmen sein.

Alle Parteien im Osnabrücker Rathaus tragen die Verantwortung, damit die klimatischen Veränderungen, Verhinderung weiteren Insektensterbens, Probleme mit Hitzestau in den Wohngebieten, Luftverschmutzung und Verkehrslärm bei in der Planung befindlichen Baumaßnahmen noch Berücksichtigung finden.

Dennoch beharrt man auf jahrealten Bauplänen, ohne die klimatischen Veränderungen der letzten Jahre zu berücksichtigen. Alle Bauvorhaben werden mit dem Zauberwort Kompensation durchgewunken.

Dennoch bleibt es beim sinnlosen Abholzen der zahllosen Bäume, um dann an geeigneter Stelle Jungbäume einzusetzen und darauf zu warten, dass sie irgendwann einmal ihre biologische Funktion aufnehmen. Wo bleibt die Tier- und Vogelwelt während dieser Zeit? Bebauung ja, aber nicht ohne Rücksicht auf die Natur.

Rücksichtsloser Raubbau an der Natur lässt sich nachträglich nicht korrigieren. Natürlicher Baumbestand ist nicht austauschbar.

Die NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Ursula Heinen-Esser, hat erst am 10. Februar 2020 bei ihrem Besuch klargestellt, welche Bedeutung Grünflächen und Frischluftschneisen in Großstädten haben. Sollte sie bei den Verantwortlichen in Osnabrück auf taube Ohren gestoßen sein? Im Bauplanungsgebiet Eversburger Friedhof wurden diese fundamentalen Erkenntnisse jedenfalls nicht berücksichtigt.″

Helfried Gössel
Osnabrück

Bildtext:
Alter Baumbestand sollte unbedingt erhalten bleiben, meint ein Leser.
Foto:
dpa/ Lukas Schulze
Autor:
Helfried Gössel


Anfang der Liste Ende der Liste