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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Branntewein und Berauschung.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit besonderer Freude geben wir vor Allen unsern Lesern Kenntniß von einem Ausschreiben, welches hiesige Königliche Landdrostei in Sachen der Mäßigkeit an die sämmtlichen Obrigkeiten des Landedrosteibezirk erlassen hat und von welchem der Vorstande unsers Vereins, ohne Zweifel als Antwort auf unsere in Nr. 1 und 2 dieser Blätter abgedruckte Eingabe vom 8. Febr. d. J., eine Abschrift zugesandt wurden ist. Hoffen wir nun, daß Alle, die Gott zu Wächtern des Gesetzes verordnet hat, die ernste Erinnerung sich zu Herzen nehmen werden ! Unsere Freunde aber in Stadt und Land erfuchen wir, die segensreichen Wirkungen, welche wir von diesem Schreiben Königlicher Landdrostei erwarten, nicht unbemerkt zu lassen, sondern wo und wie sie hervortreten mögen, darüber Nutz und Frommen unserer heiligen Sache an uns berichten zu wollen. Das betreffende Schreiben lautet so:

" Nr. 3995. -- Ausschreiben an sämmtliche Obrigkeiten des Landdrosteibezirks. -- Copie für den Vorstand de Osnabrücker Mäßigkeits- und Enthaltsamkeits-Verein zur gefälligen Nachricht.

Es sind bie dem Königlichen Ministrio des Inneern wie bei Uns mehrfach Klagen darüber vorgekommen, daß die Vorschriften der Bekanntmachung der Königlichen Ministerii des Innern vom 12. Mai 1841, Maßregeln wider den übermäßigen Branntweingenuß betreffend, in den letzten Jahren vielfach nicht gehörig betrachtet worden.
Wir mehnen daher Veranlassung, die sämmtlichen Obrigkeiten Unsers Verwaltungsbezirks zu einer Strengen Ueberwachung und Befolkung jener Bestimmungen anzuweisen, und dieselben zur gehörigen Bestrafung der zur Anzeige kommenden Uebertretungen aufzufordern.
Zugleich bringen Wir die Vorschrift Unsers Ausschreibens vom 10. August 1841, wodurch der Anschlag der Ministeral-Bekanntmachung vom 12. Mai 1841 in sämmtlichen Schenkwirthschaften angeordnet ist, mit der Anweisung in Erinnerung, da wo sich die fragliche Bekanntmachung nicht angeschlagen findet, dem betreffenden Schenkwirthe ein Exemplar derselben mit behusiger Anweisung zuzustellen, und darauf zu achten, daß der Anschlag beim Abgange erneuert werde.
Um ferner den heimlichen Schenkwirthschaften, f. g. Winkelschenken, entgegen zu wirken, ist es angemessen, ein Verzeichniß der concessionirten Schenkwirthschaften mit den etwaigen Beschränkungen, wo solch hinzugefügt sind, durch Anschlag am schwarzen Brette, oder an einem andern dazu geeigneten Orte, bekannt zu machen und etwaige Veränderungen darin nachzutragen.

Quelle: Heiko Schulze aus dem Buch " Zum Nutzen und Vergnügen 1766 bis 2016 Ein Streifzug durch 250 Jahre Osnabrücker Zeitungsgeschichte" 2016


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