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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wird die Pagenstecher radfreundlicher?
Zwischenüberschrift:
Nach tödlichem Unfall: ADFC Osnabrück und SPD fordern Wegfall von Parkplätzen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Nach dem tödlichen Unfall einer Radfahrerin an der Pagenstecherstraße hat der ADFC Osnabrück ein Konzept für die Neugestaltung der Pagenstecherstraße vorgestellt. Parkplätze an der Straße sollen weichen und Platz machen für einen breiten und sicheren Radweg. Das fordert auch die SPD-Ratsfraktion.

Der tödliche Unfall einer 18-jährigen Fahrradfahrerin im Januar an der Pagenstecherstraße hat das Augenmerk wieder auf die Situation an der Einfallstraße gelenkt. Radfahrer haben es auf dieser vierspurigen Straße nicht leicht. Zwar sind auf beiden Fahrtrichtungen Radwege eingezeichnet, jedoch führen sie nicht zu der benötigten Sicherheit für Zweiradfahrer, kritisieren etwa der ADFC Osnabrück und die Osnabrücker SPD-Fraktion. Und auch die Verkehrsführung ist alles andere als fahrradfreundlich. Am Sonntag stellte der ADFC daher bei der Fahrradmesse im Autohaus Härtel ein Konzept für die Neugestaltung der Straße vor.

Die Pagenstecherstraße ist im Radverkehrsplan 2030 mit höchster Priorität ausgewiesen″, sagte Wolfgang Driehaus, der beim ADFC Osnabrück für Verkehrspolitik zuständig ist. Man habe spätestens nach dem Unfall erste Konzepte und Ideen von der Politik erwartet. Leider ist da nichts gekommen″, bemängelt er.

Mitte Januar war eine 18-jährige Radfahrerin vom Radweg der Straße auf die Fahrbahn gefallen und unter einen Lkw geraten. Sie starb. Unklar ist, warum die junge Frau auf die Straße gefallen war; doch Fahrradaktivisten kritisieren: Würde die Stadt Radfahrern mehr Platz zugestehen, wäre die Schülerin womöglich nicht unter den Lkw geraten.

Der ADFC will weitere Unfälle verhindert wissen. Im Kern sieht das Konzept auf beiden Seiten der Straße physisch getrennte Radwege vor″, erklärt Driehaus. Zudem sollen die freilaufenden Rechtsabbiegerspuren der Pagenstecherstraße wegfallen. Ähnlich wie an der Kreuzung Johannistorwall und Sutthauser Straße sollen demnach die rechten Fahr- zu Abbiegerspuren werden.

Für Radfahrer fordert der ADFC einen Radweg mit eigener Ampelschaltung, die mit dem Geradeausverkehr zusammengeschaltet ist. Mit einigen weiteren kleinen Anpassungen in der Verkehrsführung könnte die Straße für Radfahrer deutlich sicherer werden. Als erste Aufgabe sieht der Verband jedoch die Instandsetzung der abgesackten Gullys auf den Radwegen und die deutlichere Kennzeichnung der Bereiche vor.Demo am 19. April

An der Pagenstecherstraße fänden die Verkehrsplaner die beste Ausgangssituation aller Einfallstraßen vor. Die Fläche, die zurzeit als Parkstreifen genutzt wird, würde in den meisten Bereichen schon ausreichen, um einen ordentlichen Radstreifen zu realisieren″, sagte Driehaus. Und zwingend notwendig sei der Parkraum an der Straße auch nicht. Die Unternehmen haben eigene Parkplätze.″

Auch die Osnabrücker SPD-Ratsfraktion fordert: Um Radfahrern mehr Platz zu geben, müssten notfalls Parkstreifen weichen. So könne der Abstand zwischen Radweg und Fahrbahn vergrößert werden, teilte Ratsherr Heiko Panzer von der SPD Eversburg mit. Und weiter: Der in der StVO zukünftig geforderte Sicherheitsabstand beim Überholen eines Radfahrers von 1, 50 Meter innerorts ist auch durch bauliche Maßnahmen zu sichern, und gegen das Halten und Parken auf Geh- und Radwegen muss konsequenter vorgegangen werden.″ Auf jeder Straße müssten Radfahrer sicher unterwegs sein. Insofern sind Hinweise auf alternative Routen wie die Natruper Straße in der Regel nicht zielführend″, so Panzer.

Auf diese und andere verkehrspolitische Themen will der ADFC auch mit einer Fahrraddemonstration am 19. April aufmerksam machen. Um 15 Uhr startet vor der Osnabrück-Halle die Kidical Mass″. Der Name der offiziell angemeldeten Demonstration verweist auf die Aktivisten der Critical Mass, die sich immer am letzten Freitag im Monat zu einer gemeinsamen Fahrradausfahrt treffen. Kidical Mass″ legt dabei mehr Gewicht auf das Thema Kinder im Verkehr. Die Fahrraddemo wird unter dem Motto Platz da für die nächste Generation″ der Forderung nach einer Stadt Nachdruck verleihen, in der sich auch Kinder sicher mit dem Rad bewegen können.

Bildtext:
Durchgehende Fahrradwege auf beiden Seiten der Pagenstecherstraße stehen im Mittelpunkt des verkehrspolitischen Konzepts des ADFC.
Foto:
David Ebener
Autor:
Robert Schäfer, Jörg Sanders


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