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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie rückwärtsgewandt denkt der Rat?
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Neue Straße auf dem Westerberg″ (Ausgabe vom 12. Februar).

Mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, dass Menschen, die radikal für die Zementierung eines knappen Befragungsergebnisses vor sechs Jahren kämpfen, nun gegen den ordnungsgemäßen Beschluss zur Erschließung des Wissenschaftsparks vorgehen und diesen rechtskräftigen Beschluss zu relativieren versuchen: [. . .] Was sich der Bürger, der über seinen Gartenzaun hinwegblickt fragt, ist Folgendes: Warum hält sich der Rat Osnabrück sklavisch an ein denkbar knappes Befragungsergebnis vor sechs Jahren, obwohl die Zeit gezeigt hat, dass trotz des Runden Tisches Westerberg, bei dem ich in allen Sitzungen konstruktiv an einem Plan B mitgearbeitet habe, die Weststraße unumweichlich ist? Es handelte sich übrigens mitnichten um einen Bürgerentscheid, wie man vielleicht annehmen könnte. Warum wurde in dieser Angelegenheit nicht dazugelernt? Es wurde nun wirklich alles versucht, um ohne die Straße auszukommen!

Wir haben heute schon das Verkehrsaufkommen, das für das Jahr 2025 prognostiziert wurde, und es entstehen täglich brenzlige Situationen für unsere Schwächsten: die Radfahrer und Fußgänger, Kinder, Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen wie auch ältere Menschen. Der Wissenschaftspark ist ebenso wie die neuen Wohngebiete am Klinikum und dem Parkhotel noch nicht einmal fertiggestellt.

Soll auch dieser Verkehr durch das Wohngebiet geführt werden, da die dringend benötigte Nordwest-Tangente fehlt? Ich gehe davon aus, dass so mancher Entscheidungsträger schon einmal von oben auf den Stadtplan geguckt hat (neue Rheiner Landstraße/ Maisacker/ neue Nordspange/ Römereschstraße), aber im Moment leider noch der Mut für eine dringend notwendige Entscheidung pro Osnabrück fehlt, denn auch die Pendler halten Osnabrück am Leben und haben ein Recht darauf, halbwegs entspannt am Arbeitsplatz anzukommen!

Johannes Lohmöller
Osnabrück

Wie rückwärtsgewandt denkt und gestaltet der Osnabrücker Rat? Nach der Devise

, Was in 2013 entschieden wurde, hat auch jetzt Bestand/ Gültigkeit! stimmte der Stadtrat für den Bau der 620 Meter langen Nordspange, die als Verlängerung der Breiten Güntke den Wohn- und Wissenschaftspark passiert und an der Sedanstraße in Nähe der Paracelsus-Klinik in einen Kreisverkehr mündet. Als Erschließungsstraße für den Wissenschaftspark getarnt und mit dem Argument der Verlässlichkeit untermauert, bleibt diese Umsetzung altem Denken verhaftet.

Weder der Gedanke von einem neuen Mobilitätskonzept noch das Einsetzen für den Klimaschutz finden hier Berücksichtigung. Schon vor 2013, bei der Planung des Wissenschaftsparks, sind fortschrittliche Ideen entwickelt worden, wie die Anbindung an den Altstadtbahnhof und die Weiterentwicklung von Radwegen. Innovativ ist auch das Angebot von , Car-Sharing′. Gerade im Hinblick auf das engagierte Auftreten der Jugend bei den , Friday-for-Future-Aktionen′ ist ein Umdenken erforderlich.

Doch der Rat verharrt in alten Strukturen und verkennt das Wesentliche: Die Zufriedenheit von Bürgern wächst durch Entscheidungen, die ihr Wohlbefinden im Blick haben, ihre Interessen wichtig nehmen, die Natur erhalten und nicht Interessen der Wirtschaft in den Fokus ihres Handelns setzen.

Verantwortungsbewusste, weitsichtige Bürger/- innen wollen keine Schnellstraße von der B 68 zur Rheiner Landstraße mit Zerstörung von kostbarer Natur und noch mehr Verkehr, denn die Attraktivität dieser Abkürzung wird Verkehr anziehen. Denn es ist doch wohl davon auszugehen, dass es nicht bei dieser Nordspange bleiben wird, sondern verdecktes Ziel die Realisierung der Westumgehung ist. Die Sedanstraße mit zwei Zufahrten zum Wohn- und Wissenschaftspark bewältigt den Verkehr bislang ohne Schwierigkeiten. Also ist die Notwendigkeit einer Erschließungsstraße eine vorgeschobene Argumentation!

Elisabeth Kerk
Osnabrück

Bildtext:
Bewohner des Wissenschaftsparks demonstrieren Anfang Februar gegen die Nordspange.
Foto:
André Havergo
Autor:
Johannes Lohmöller, Elisabeth Kerk


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