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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Baum fällt – Radweg entsteht?
Zwischenüberschrift:
Baumsterben als Chance für Verkehrsraum: Grüne fordern bessere Planung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Für jeden kranken Baum, den die Stadt Osnabrück fällen muss, soll Ersatz her aber nicht zwangsläufig an exakt derselben Stelle, wenn stattdessen zum Beispiel ein Radweg verbreitert werden könnte. Dieser Meinung sind die Osnabrücker Grünen.

Sie wollen, dass sich der fürs Stadtgrün zuständige Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) und die städtische Verkehrsplanung künftig abstimmen, und haben einen entsprechenden Antrag gestellt.

Hintergrund sind die vielen Baumfällarbeiten, die der OSB in der Stadt derzeit durchführt. Viele Bäume sind durch die Dürre der vergangenen beiden Sommer und durch Schädlinge so geschädigt, dass sie zur Gefahr werden: Äste könnten herabfallen, ganze Bäume umstürzen. Die Grünen seien durch diese Entwicklung besorgt, schreiben sie in einer Pressemitteilung. Gerade Straßenbäume haben eine wichtige Funktion für das Mikroklima, die Lärmdämpfung und die Luftqualität, außerdem verschönern sie das Stadtbild″, wird der Grünen-Umweltpolitiker Sebastian Bracke in der Mitteilung zitiert.

So arbeitet der OSB bislang: Wo ein Baum gefällt wird, wird bislang ein neuer gepflanzt. Der OSB setzt dabei auf Sorten, die ans veränderte Klima angepasst sind. In der Osnabrücker Lerchenstraße zum Beispiel, wo der OSB Ende Januar elf kranke Kastanien fällen musste, plant der Betrieb die Pflanzung von Esskastanien. Außerdem ist ein verbessertes Stadtbaumkonzept in Arbeit.

Dass die Stadt bei den Neupflanzungen auf Baumsorten setze, die gegenüber Klimakrise und Extremwettern widerstandsfähiger sind, sei gut und richtig, und dass für jeden abgestorbenen Baum mindestens ein neuer gepflanzt werde, sei wichtig, wird Bürgermeisterin Birgit Strangmann (Grüne) in der Mitteilung zitiert. Allerdings sollen die Ersatzpflanzungen am optimalen Standort erfolgen.″

Das soll sich nach Ansicht der Grünen ändern: Wir schlagen deshalb vor, dass die Stadt zunächst prüfen soll, ob der betroffene Straßenraum nicht auch anders aufgeteilt werden kann″, so Bracke. Hier bieten sich mitunter Chancen, um die Radwege zu verbreitern, zusätzliche Fahrradabstellplätze oder - boxen zu schaffen oder auch Flächen zu entsiegeln.″

Strangmann meint, dass die Standorte häufig nur etwas versetzt werden müssten. Dazu bedarf es aber einer besseren Abstimmung zwischen dem für die Baumunterhaltung zuständigen OSB und der Verkehrsplanung.″

Ihren Antrag zur besseren Abstimmung der beiden Abteilungen haben die Grünen unter anderem auf die Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses gesetzt, der am Donnerstag, 5. März, zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung zusammenkommt.

Bildtext:
In der Lerchenstraße sind elf Kastanien der sogenannten Komplexkrankheit zum Opfer gefallen. Der OSB musste sie Ende Januar fällen, damit sie nicht zur Gefahr für Passanten werden.
Foto:
Archiv/ Gert Westdörp
Autor:
Sandra Dorn


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