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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Überschrift:
Schulbus-Streit: Stadtwerke müssen im Rathaus antanzen
Zwischenüberschrift:
Eltern sammeln Unterschriften – ihrer Ansicht nach ist das Problem leicht zu lösen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Nach massiver Kritik von Eltern und Schulen wird die Schülerbeförderung in Osnabrück zum Politikum. Der für das Busangebot verantwortliche Stadtwerke-Chef soll nächste Woche dem Schulausschuss Rede und Antwort stehen. Im Internet sammeln Betroffene bereits Unterschriften für eine Korrektur der Netzreform.

Eltern aus dem Stadtteil Darum-Gretesch-Lüstringen haben eine Online-Petition gestartet, in der sie eine bessere Schülerbeförderung von und nach Schinkel-Ost fordern. Dort liegen an der Windthorststraße mit Diesterweg-Grundschule und Gesamtschule Schinkel zwei Schulen dicht nebeneinander. Um beide morgens mit dem Bus zu erreichen beziehungsweise nach Unterrichtsschluss auf demselben Weg zurück nach Hause zu gelangen, müssen Kinder und Jugendliche aus dem östlichsten Zipfel von Osnabrück neuerdings zwei Linien (11 und M3) anstatt wie früher nur eine nehmen Folgen der großen ÖPNV-Netzreform Anfang Februar.

Alter Standard gefordert

Doch viele der betroffenen Väter und Mütter halten den Umstieg (möglich an den Knotenpunkten Schinkel-Ost und Rosenburg) für zu gefährlich. Einige Familien sehen sich durch die Abschaffung der direkten Busverbindung sogar gezwungen, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren. Ziel der Unterschriftensammlung im Internet ist deshalb eine Rückkehr zum früheren Standard.

Zumal eine Verbesserung der Situation einfach zu bewerkstelligen″ wäre, wie Initiator Christian Albrecht im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt. Die Linie 11 (Gretesch/ Gretescher Turm– Eversburg/ Büren) müsse dazu lediglich zwischen A33 und Schinkeler Friedhof von ihrer Route über die Belmer Straße abweichen und einen ungefähr anderthalb Kilometer langen Abstecher über Weberstraße, Ölweg und Windhorststraße einlegen. An der Haltestelle Rosenkranzkirche″ könnten die Schulkinder dann bequem ein- und aussteigen. Zwar entspreche eine solche Schleife nicht der von den Stadtwerken bei der Netzreform angestrebten Linienbegradigung, räumt Albrecht ein. Aber es wäre im Sinne der Schülerbeförderung!

Die Petition mit dem Titel Elterntaxis oder Bus″ läuft seit Mitte des Monats. Bis Montag haben sich bereits knapp 170 Unterzeichner daran beteiligt. Und auch aus dem Rat kommt Rückendeckung.

Für die Grünen-Fraktion stellt der schulpolitische Sprecher Thomas Klein fest: Seine Partei wolle deshalb nicht nur ihre Vertreter im Aufsichtsrat der Stadtwerke bitten, sich für Änderungen einzusetzen, damit der Busverkehr auch für Schülerinnen und Schüler attraktiv bleibt″. Zusätzlich setzen die Grünen das Thema Schülerbeförderung auch auf die Tagesordnung im Schulausschuss.

Unmut bei vielen Familien

Schon in der nächsten Sitzung am 5. März im Rathaus soll mit Werner Linnenbrink der für das Mobilitätsangebot verantwortliche Stadtwerke-Chef vor den Politikern Stellung beziehen. Die Lage am östlichen Stadtrand dürfte dann nur ein Punkt von vielen sein: Denn angesichts massiver Einschnitte im Schulbus-Verkehr herrscht zurzeit auch im Rest der Stadt bei vielen Familien und Schulen Unmut.

So forderte am Montag auch der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) die Stadtwerke auf, Beschwerden der Schulen und Eltern zur Schülerbeförderung ernst zu nehmen und sich strukturellen Problemen im Osnabrücker Netz″ zu stellen. Immer wieder müssen Eltern ihre Kinder selbst zur Schule bringen, weil Fahrer der übervollen Busse die Beförderung weiterer Schüler verweigern. Hier sehen wir weiteren Klärungsbedarf″, sagte BOB-Vorsitzender Steffen Grüner laut Mitteilung. Gleichzeitig warf er dem Unternehmen offensichtliche Fehlplanungen″ im gesamten Busangebot vor.

Bildtext:
Wegen gestrichener Schulbusverbindungen gehen Eltern in Osnabrück auf die Barrikaden.
Foto:
David Ebener
Autor:
Sebastian Stricker


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