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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sieben neue Stolpersteine für Osnabrücker NS-Opfer
Zwischenüberschrift:
Verlegung beginnt heute um 14 Uhr in Schinkel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Heute werden weitere Stolpersteine verlegt, die an die Osnabrücker Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen. Gedacht wird insgesamt sieben Bürgern, die wegen ihres jüdischen Glaubens, als Deserteure, als Euthanasieopfer oder als politische Gegner des Nationalsozialismus durch das NS-Regime ermordet worden sind.
Die Route der Verlegung beginnt in Schinkel und führt dann in die Innenstadt. Sie startet um 14 Uhr mit der Verlegung des Stolpersteins für den sechs Jahre alten Jungen Klaus Lienemann, der in der Franzstraße 4 wohnte und 1944 in der Kinderfachabteilung″ der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg ermordet wurde. Die Patenschaft für den Stein übernimmt die Gesamtschule Schinkel.
Um 14.30 Uhr wird am Grünen Brink 9 (früher: Grüner Brink 1) mit einem Stolperstein an Eduard Köhne erinnert, der wie so viele andere Patienten der Osnabrücker Heil- und Pflegeanstalt im hessischen Hadamar ermordet wurde. Pate ist eine Privatperson.
Die Patenschaft für den Stein in Erinnerung an Heinz Anton Hoischen, der wegen Fahnenflucht″ im Wehrmachts-Gefängnis Torgau ermordet wurde, übernimmt Friederike Erdmann-Meggers. Der Stein wird um 15 Uhr in der Krahnstraße 38/ 39 verlegt.

Politisches Opfer

Als politisches Opfer verlor Friedrich Wilhelm Harstick sein Leben im Marienhospital in Papenburg, nachdem er wegen der unmenschlichen Haftbedingungen im Lager II Aschendorfermoor (Papenburg) schwer erkrankt war. Patin des Steins, der um 15.30 Uhr in der Dielingerstraße 24 verlegt wird, ist Anne-Katrin Krüger.
Die Schwestern Henny Marx und Klara Neumann wurden ermordet, weil sie Jüdinnen waren. Henny Marx verlor ihr Leben im KZ Auschwitz, Klara Neumann wurde im KZ Sobibor ermordet. Für sie werden um 16 Uhr am Domhof 8 Stolpersteine verlegt. Paten sind Gisela Gerundt und Marianne Schmalen.
Am Ende der Route wird um 16.30 Uhr für Hermine Grünberg ein weiterer Stolperstein am Markt 11 verlegt. Auch sie wurde in Auschwitz ermordet, weil sie Jüdin war. Die Patenschaft übernimmt Gertrud Pauck.
Die Verlegung wird erneut durch Berufsschüler des Berufsschulzentrums am Westerberg mit Unterstützung des Osnabrücker Servicebetriebes vorgenommen.
Weitere Informationen zu dem Projekt Stolpersteine sind beim Büro für Friedenskultur unter Telefon 05 41/ 323-22 87 und im Internet unter www.osnabrueck.de/ stolpersteine erhältlich.
Autor:
pm


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