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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
City-Projekt kommt einen Schritt weiter
Zwischenüberschrift:
Wohnen an der Möserstraße: Wie viele Sozialwohnungen schreibt die Stadt vor?
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Ein Unternehmen aus Meppen will an der Möserstraße in Osnabrück ein Großprojekt mit 381 Wohnungen bauen. In der kommenden Woche diskutiert die Politik erstmals öffentlich über die 70-Millionen-Euro-Investition. Dabei dürften auch die Knackpunkte zur Sprache kommen.

Dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt liegt der Vorschlag vor, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan (Nummer 659) für das Quartier Möserstraße/ Georgstraße aufzustellen. Formal bedeutet das: Die Stadt macht öffentlich, dass an dieser zentralen Stelle etwas geplant ist. Der sogenannte Einleitungsbeschluss setzt das Bauleitverfahren in Gang, in dessen Verlauf Untersuchungen gestartet, Fakten gesammelt und die Bürger beteiligt werden.

Die Pro Urban GmbH aus Meppen hat die Liegenschaften Ende vergangenen Jahres gekauft. Der mittelständische Investor will in dem Dreieck 381 Kleinstwohnungen insbesondere für Senioren, Studenten und Berufspendler schaffen. Zum Komplex gehören darüber hinaus ein Restaurant, eine Tagespflege, ein Fitness- und Loungebereich, ein öffentlich zugänglicher, begrünter Innenhof, eine Tiefgarage und ein ambulanter Pflegedienst mit Büros und Waschsalon. Die Appartements werden zwischen 24 und 30 Quadratmeter groß und voll möbliert sein. Sie seien optimal für Senioren und Studenten, die zentrumsnah wohnen wollen und kein eigenes Auto brauchen, sagt Pro-Urban-Geschäftsführer Raphael Wellen. Vergleichbare Projekte hat Pro Urban in Düsseldorf, Münster, Meppen und Nordhorn realisiert.

Wellen hat nach eigenen Angaben inzwischen mit allen im Rat vertretenden Parteien gesprochen und sein Projekt vorgestellt. Alle hätten ihm Unterstützung zugesagt. Ein Selbstläufer ist das spektakuläre Projekt damit aber nicht, denn der Anteil an preisgebundenen Sozialwohnungen ist umstritten.

Das Bauamt verweist darauf, dass die städtischen Rahmenvorgaben für die Baulandentwicklung″ in diesem Bereich eine Sozialquote von 22, 5 Prozent vorsehen. Pro Urban hält dagegen eine Quote von 10 Prozent für wirtschaftlich darstellbar″.

Die Verwaltung beurteilt diesen Vorschlag kritisch, wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht: Sollte von den Rahmenvorgaben dergestalt abgewichen werden, wird ein Präzedenzfall geschaffen, der nachhaltig und grundsätzlich die Umsetzbarkeit wohnungspolitischer Zielsetzungen bei weiteren Projektentwicklungen infrage stellt.″Gespräch mit Mietern

Wir wollen unserer sozialen Verantwortung nachkommen″, versicherte Raphael Wellen in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Er werde der Stadt einen Kompromissvorschlag unterbreiten, von dem er glaube, dass alle Seiten davon profitieren würden″. Einzelheiten wollte er noch nicht mitteilen. Wellen führt in diesen Tagen auch Gespräche mit den Wohnungsmietern, die im Dezember von der Nachricht über das Mega-Projekt überrascht wurden. Sie haben inzwischen die Kündigung zum Frühjahr 2021 erhalten. Sie haben nun 14 Monate Zeit, sich eine andere Wohnung zu suchen. Wellen versicherte: Wir werden in Problemfällen helfen und ganz sicher individuelle Lösungen finden.″

Die gewerblichen Mieter haben befristete oder kurzfristig kündbare Mietverträge. Das Modegeschäft Pett″ an der Ecke Möserstraße/ Georgstraße hat von sich aus zur Jahresmitte gekündigt und zieht vorzeitig aus.

Bildtext:
So soll es mal aussehen: Kommende Woche will die Stadt den Bebauungsplan für das Wohnquartier an der Möserstraße auf den Weg bringen.
Auf diesem Grundstück im Dreieck Möserstraße/ Georgstraße soll ein Wohnkomplex mit neuartigem Konzept entstehen.
Blick von der Möserstraße in den begrünten Innenhof:
Grafik:
Pro Urban
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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