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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Start gründlich verpatzt
Zwischenüberschrift:
Neues Busnetz: Weser-Ems-Bus tanzt aus der Reihe
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Das Busnetz 2020 hätte am Mittwoch in Osnabrück einen perfekten Start hingelegt, wenn ein Partnerunternehmen nicht gepatzt hätte: Die Bahn-Tochter Weser-Ems-Bus hat die Umstellung verschlafen und Kunden verprellt. Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes fand klare Worte.

Am Morgen um 9 Uhr hatte Rolfes zusammen mit Oberbürgerbürgermeister Wolfgang Griesert symbolisch auf den roten Knopf gedrückt, um das neue Buszeitalter in Osnabrück einzuleiten. Vor Freude lagen sich die beiden in den Armen. Denn: Nach mehrjähriger Vorbereitung, vielen Gesprächen mit Buskunden und ausführlichen politischen Debatten schalteten die Stadtwerke das neue System scharf, das den Nahverkehr in der Region einen großen Schritt voranbringen soll. Neu sind unter anderem vier Metrobuslinien und eine Ringlinie, die Querverbindungen zwischen den Stadtteilen schafft.

90 Prozent sind gut gelaufen″, sagte Stadtwerke-Vorstand Rolfes am Nachmittag in einer Pressekonferenz. Die Fahrer und der gesamte Fahrdienst hätten die Umstellung sehr engagiert und nahezu perfekt gemeistert. Kleine Probleme gibt es bei solchen Systemumstellungen immer, aber die waren schnell behoben″, sagte Rolfes. Kein Fahrer habe sich verfahren, was bei einer derart tief greifenden Veränderung durchaus hätte vorkommen können.

Und die neue Ringlinie? Wow″, so Rolfes′ Reaktion. Die Busse seien schon am ersten Tag sehr gut besetzt gewesen.

Die Stadtwerke hatten den ganzen Tag Mobilitätsberater an den wichtigsten Knotenpunkten im Einsatz, um die Kunden zu beraten und mit Fahrplänen auszustatten. Die Fahrplanbücher seien den Beratern aus den Händen gerissen″ worden, so Rolfes. Der Beratungsbedarf sei sehr groß gewesen. Auch die Mitarbeiter an der Telefonhotline hätten mit Fahrplanauskünften gut zu tun gehabt. Beschwerden habe es kaum gegeben, auch in den sozialen Netzwerken sei die Zahl und Lautstärke der Beschimpfungen nicht über das übliche Maß hinausgegangen.

Mit Bedauern

Es hätte also ein perfekter Start sein können. Doch einer der Kooperationspartner, die Weser-Ems-Busverkehr GmbH, hatte es nach Angaben der Stadtwerke versäumt, die zur Umstellung des Systems notwendigen Daten aufzuspielen. Die Folge: Fahrer wussten morgens nicht, mit welchem Bus sie auf welcher Route fahren sollten. Die Zielschilder in den Bussen stimmten nicht, die Anzeigen und digitalen Fahrplanauskünfte waren falsch.

Die Panne betraf die Linie 18 zwischen Pye und Darum. Wir stehen in Dauerkontakt mit Weser-Ems-Bus und helfen, wo wir können″, sagte André Kränzke, Leiter Verkehrsbetrieb bei den Stadtwerken. Stephan Rolfes sparte nicht mit Kritik an Weser-Ems-Bus. Die Bahn habe in den vergangenen Jahren die Kapazitäten immer weiter abgebaut. Das rächt sich jetzt.″ Rolfes: Die haben eine guten Schlaf.″

Eine Bahnsprecherin äußerte am späten Nachmittag ihr Bedauern, dass es zu Startschwierigkeiten gekommen ist. Seit 16 Uhr könne Weser-Ems-Bus jedoch den Kunden die neuen angekündigten Fahrpläne und Routen uneingeschränkt anbieten. Auch wir waren mit der Situation nicht zufrieden und haben mit Hochdruck daran gearbeitet, um unseren Kunden und Partnern den gewohnten Service zu bieten″, so die Sprecherin. Zu den Ursachen der Panne äußerte sie sich nicht.

Bildtexte:
Umstellung verschlafen? Die Bahn-Tochter Weser-Ems-Busverkehr hatte versäumt, die neuen Daten rechtzeitig aufzuspielen, sodass die Fahrer gestern Morgen zum Start des neuen Busnetzes orientierungslos waren.
Lagen sich am Morgen vor Freude in den Armen: Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes (links) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.
Fotos:
Archiv/ Volker Poerschke, Jörn Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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