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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wann wächst Voxtrup?
Zwischenüberschrift:
Zwei Baugebiete sollen Osnabrücker Stadtteil mehr Einwohner bescheren
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Während die Zahl der Osnabrücker steigt, stagniert die Bevölkerungsentwicklung in Voxtrup knapp 7200 Einwohner leben in dem Stadtteil. Das soll sich ändern: Mit zwei geplanten Baugebieten ist auch die Hoffnung verbunden, dass der Südosten der Stadt die Wohnungsnot in der Stadt lindert. Die Frage ist: Wann und wie? Einer der beiden Hoffnungsträger ist ein zehn Hektar großes Gelände zwischen der Straße In der Steiniger Heide″ und dem Friedhof. Es grenzt an die Autobahn 30. Ersten Entwürfen nach sind unterschiedliche Häusertypen vorgesehen, die in einigen Bereichen des Gebietes mit bis zu drei Vollgeschossen in die Höhe ragen. Die Verwaltung rechnet bisher mit Platz für 200 bis 250 Wohnungen oder vielleicht mehr?

Mehr Kita-Plätze?

Der Stadtentwicklungsausschuss jedenfalls fordert eine Erhöhung des Anteils an Geschosswohnungsbau″, wie Johanna Mai vom Fachbereich Städtebau im Bürgerforum Voxtrup berichtete. Für Oberbürgermeister Wolfgang Griesert stellt sich auch die Frage nach einer dichteren Bebauung. Sollten dann mehr Wohnungen entstehen, werde dies, so Mai, einen Rattenschwanz″ an Planungen hinter sich herziehen. So müssten dann auch mehr Kita-Plätze folgen. Und sollten Häuser mehr in die Höhe gebaut werden, müssten die Abstände zur Autobahn anders berechnet werden.

Viele Fragen sind noch offen. Johanna Mai berichtete, dass seit der Bürgerbeteiligung im vergangenen Herbst viele Stellungnahmen eingegangen sind, die derzeit ausgewertet werden und in die Planung einfließen sollen. Dazu gehören auch Fragen wie die nach dem Stadtklima und dem Lärmschutz, nach der Entwässerung und nach dem Ausgleich für die Natur. Noch im ersten Quartal des Jahres sollen alle Untersuchungen abgeschlossen sein. Dann folgt die Arbeit an einem Bebauungsplanentwurf, der voraussichtlich nicht vor dem dritten Quartal″ fertig sein wird und anschließend für den nächsten Beteiligungsschritt der Öffentlichkeit vorgelegt wird.

Die CDU des Stadtteils hatte das Thema in das Bürgerforum eingebracht und will weiter am Ball bleiben. Deren Vorsitzender Carsten Bente hält eine weiterhin offensive kommunikative Begleitung dieses Großprojektes″ für unabdingbar″, um die Voxtruper einzubinden und ein positives Entwicklungssignal zu geben″.

Am Ball bleiben auch einzelne Anwohner wie Timo Knauer. Vor einem halben Jahr hatte er im Bürgerforum seine Sorge um den speziellen Charakter Voxtrups″ geäußert und damit die Frage nach dem Zusammenspiel des neuen Wohngebietes mit der bestehenden Nachbarschaft aufgeworfen. Dieses Mal hatte er die bestehenden Straßen um das Gebiet herum im Blick. Ob sie ausgebaut würden? Offenbar ja. Nach dem jetzigen Stand der Planungen sind es die Heinrich-Riepe-Straße, ein Teil der Rektor-Schmidt-Straße und ein Teil der Straße In der Steiniger Heide″. Auch in den Fällen sei ein Beteiligungsverfahren vorgesehen. Weil aber zunächst das Baugebiet entstehen soll, sei mit dem Ausbau der Straßen nicht vor 2023 zu rechnen.

Ein Anwohner, der gerne in dem neuen Wohngebiet leben würde, wollte wissen: Wann beginnt die Vermarktung? Diese Frage konnte die Verwaltung nicht beantworten. Das ist Sache des Projektentwicklers″, erläuterte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und damit der Firmen Echterhoff und Dieckmann.

Grüner Garten″

Das andere künftige Baugebiet in Voxtrup ist ein Projekt der Evangelischen Stiftungen: Es trägt den Namen Grüner Garten″, befindet sich an der Ecke Meller Landstraße/ Am Gut Sandfort und ist 1, 7 Hektar groß. Dort sollen etwa 80 Wohnungen und ein neues Altenheim als Ersatz für das Haus am Ledenhof entstehen. Der Anwohner Wolfgang Düsing wollte wissen, wie es dort weitergeht. Johanna Mai vom Fachbereich Städtebau kündigte an, dass der Entwurf für den Bebauungsplan voraussichtlich im Frühjahr bekannt gemacht und dann öffentlich ausgelegt wird. Düsing liegt dabei besonders die Frage nach der Trinkwassergewinnung auf dem Herzen. Oberbürgermeister Griesert versicherte ihm, dass dieses Thema Teil der Untersuchungen sei.

Ein Anwohner stellte die Frage nach dem Energieverbrauch der Häuser in beiden Baugebieten: Da muss doch was Vorbildliches entstehen! Griesert und Mai berichteten, dass die Nachhaltigkeit bei den Planungen eine Rolle spiele und zwar mehr, als es der Gesetzgeber fordert″.

Bildtexte:
Platz für neue Häuser: Auf dem zehn Hektar großen Gelände an der Steiniger Heide in Voxtrup soll gebaut werden.
Grüner Garten″: So heißt ein 1, 7 Hektar großes Gelände an der Meller Landstraße in Voxtrup. Dort sollen Wohnungen und ein Altenheim entstehen.
Fotos:
Archiv/ Gert Westdörp, Archiv: Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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