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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Er will Vereinsamung verhindern
Zwischenüberschrift:
Das sind die Ziele des neuen Quartierskoordinators Andreas Sindt in Haste, Sonnenhügel und Dodesheide
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Andreas Sindt hat eine große Aufgabe: Er soll in den Stadtteilen rings um das Nettebad dafür sorgen, dass Ehrenamtliche und Vereine sich so gut miteinander vernetzen, dass in Zukunft jeder, der Hilfe braucht, auch Hilfe bekommen kann. Ein Projekt mit Modellcharakter für Osnabrück, in das 100 000 Euro fließen.

Rund 10 000 Einwohner leben in dem Bereich, den die Stadt dafür auserkoren und Nette-Quartier″ genannt hat: die nördlichen Teile von Sonnenhügel und Dodesheide-West sowie der mittlere Teil von Haste zählen dazu. Ziemlich genau in der Mitte liegt das Gemeinschaftszentrum (GZ) Lerchenstraße. Dort hat Quartierskoordinator Andreas Sindt am 11. November 2019 sein Büro bezogen. Er ist Ansprechpartner für alle, die sich in den drei Stadtteilen rings um das Nettebad ehrenamtlich engagieren wollen oder die neue Ideen haben.

Ein sozialer Brennpunkt ist das Quartier nicht. Die Stadt hatte andere Gründe für ihre Auswahl, erläutern Anette Herlitzius und Ulrich Freisel vom Fachdienst Bürgerengagement und Seniorenbüro. Einer lautet: Der Anteil der Menschen über 60 und über 80 Jahre in dem Bezirk steigt. Bei den Angehörigen der Babyboomer-Generation in der Altersklasse 60-plus, die in den nächsten Jahren in Rente gehen, sehen die beiden städtischen Mitarbeiter nicht nur großes Potenzial für ehrenamtliches Engagement. In 15 bis 20 Jahren wird diese Generation selbst 80 Jahre alt sein. Bis dahin müssen die Strukturen in den Quartieren funktionieren″, betont Herlitzius. Niemand will freiwillig ins Heim″, ergänzt Ulrich Freisel. Die Quartiersentwicklung ist für den möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung ein wichtiger Baustein.″„Quartier für alle″

Es gehe bei dem Projekt aber nicht nur ums Leben im Alter, betont Herlitzius, sondern um ein Quartier für alle″. Und im Konversionsgebiet Sonnenhügel haben viele junge Familien die ehemaligen Briten-Häuser gekauft. Wir merken das in den Sportvereinen und bei den Kindergartenplätzen″, so Freisel.

Im Nette-Quartier gibt es nicht nur Potenzial, sondern auch Probleme. Speziell in Haste etwa lebten viele Aussiedler ohne familiäre Unterstützung. Die Nachbarschaftshilfe Dodesheide/ Haste/ Sonnenhügel sucht dringend neue, jüngere Mitglieder. Und angesichts der vielen zugezogenen Migranten in der Dodesheide bestehe Integrationsbedarf, betont Herlitzius.

Rund 50 Initiativen und Vereine gibt es bereits im Quartier. Andreas Sindt will sich darum kümmern, dass diese sich untereinander besser austauschen. Aktuell ist er auf Werbetour und stellt sich bei den vielen Einrichtungen vor. Hier gibt es ganz viel Engagement″, sagt der 45-Jährige. Unsere Frage lautet, wie wir das unterstützen können.″ Es gehe darum, die Bewohner zu motivieren, sich zu engagieren, oder Freiwillige an die passende Einrichtung zu vermitteln.

Andreas Sindt kommt aus der Kinder- und Jugendarbeit und lebt im Stadtteil Hafen. Zuletzt war er im GZ Ziegenbrink, im Haus der Jugend und im Jugendzentrum Westwerk tätig. Das GZ Lerchenstraße, in dem er jetzt seinen Arbeitsplatz hat, kennt er daher bereits, das Quartier muss er allerdings noch kennenlernen. Nach der Schule hatte er ursprünglich eine Ausbildung zum Tischler gemacht, doch der Job war nichts für ihn. In einem Musikgeschäft machte er daraufhin eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete mehrere Jahre in dem Bereich. Dann beschloss er, sich noch einmal neu zu orientieren, und studierte Soziale Arbeit in Osnabrück. 2017 schloss er das Studium mit dem Bachelor ab und macht jetzt parallel zu seiner Tätigkeit als Quartierskoordinator noch seinen Master.

Das Projekt ist erst einmal befristet bis Ende 2020. 75 000 Euro zahlt das Land Niedersachsen, 25 000 Euro die Stadt Osnabrück.

Bildtext:
Sieht Probleme, aber auch Potenzial: Quartierskoordinator Andreas Sindt.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Sandra Dorn


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