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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mehr Grün, weniger Asphalt
Zwischenüberschrift:
So soll der neue Pausenhof der Ganztagsschule Atter aussehen – wenn es nach den Schülern geht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Bevor 2023 an der Grundschule Atter der offene Ganztag startet, bekommt auch der Pausenhof ein neues Gesicht. Um Inspirationen für die Neugestaltung zu erhalten, befragten zwei Osnabrücker Uni-Studentinnen rund 140 Experten, die es wissen müssen nämlich die Atteraner Grundschüler selbst. Und was die vorschlugen, überrascht.

Der jetzige Schulhof sei ein Relikt vergangener Tage, erklärt Schulleiterin Maike Breski: Der wurde in den 60er-Jahren gebaut. Da existierte der Schulhof nur für die Pausen, um zwischen den Unterrichtsstunden kurz frische Luft zu schnappen.″ Diese unzeitgemäße Konzeption führe heute zu Konflikten, da für Fußball, Toben und Co. zu wenig Platz sei. Sie resümiert: Der Schulhof ist veraltet und nicht kindgerecht.″ Mit dem im Sommer beginnenden Neubau der Schule soll sich das jedoch ändern.

Hier kommen Nane Horstmann und Laura Eisert ins Spiel. Die beiden Uni-Studentinnen verbrachten für ein Praktikum ein halbes Jahr an der Atter Grundschule. Sie griffen die Schulhofthematik in einer Forschungsarbeit auf und entwarfen einen Fragebogen, der die Wünsche und Bedürfnisse der Grundschüler für den neuen Schulhof erfassen sollte. Ihr Ziel: herausfinden, was der Schulhof bieten muss, damit die Kids sich auch nachmittags dort wohlfühlen.

Mehr Bewegung

In Gruppendiskussionen erfragten die Studentinnen zunächst, welche Probleme beim aktuellen Pausenhof vorliegen. Ihr Fazit: zu wenig Platz, zu chaotisch. Der Schulhof, schreiben sie in ihrem Bericht, müsse besser strukturiert werden. So könne man Konflikte vermeiden, wenn man die Fußballplätze stärker von anderen Spielflächen separiere.

Doch was wünschen sich die Atteraner Schüler für ihren neuen Schulhof? Am meisten genannt: mehr Kletter- und Bewegungsmöglichkeiten. Bewegung ist ein zentrales Bedürfnis von Kindern, das Schule erfüllen sollte″, erklärt Nane Horstmann. Die Schüler forderten so am häufigsten ein Kletterschloss, ein Trampolin oder auch eine Vogelnestschaukel. Auch der Fußballplatz solle unbedingt erhalten bleiben das forderte übrigens eine Mehrheit beider Geschlechter.

Unerwartet sei jedoch gewesen, dass eine große Mehrheit nachmittags die Möglichkeit wünscht, sich zu erholen. Das waren überraschende Ergebnisse″, gibt Maike Breski kund und ergänzt: Viele wollen sich offenbar zurückziehen.″ Sie beobachte allerdings täglich, dass einige Kinder sich ein Buch mit auf den Pausenhof nähmen und einen vergleichsweise geringen Bewegungsdrang hätten. Die Schulleiterin stellt fest: Das Bedürfnis nach Ruhe ist also ganz klar da.″

Ausreichend Platz dafür gebe es derzeit allerdings nicht, merkt Nane Horstmann an. In der Gestaltung des neuen Schulhofs sollten daher dedizierte Entspannungsecken eingeplant werden. Horstmann und Eisert schlagen vor, mit Lümmelnetzen″ oder Bänken Abhilfe zu schaffen.

Stadt ist am Zug

Doch auch im Unterricht solle der neue Pausenhof Einzug halten, wie Maike Breski erklärt. Im Sinne des grünen Klassenzimmers″ werde der Schulhof künftig stärker in den Lehrplan eingebettet. Das bedeutet: mehr Draußen-Unterricht und unmittelbarer Kontakt mit der Natur, zum Beispiel durch einen neuen Schulgarten oder Obstbeete. Der Schulhof, so die Schulleiterin, solle eben nicht mehr nur Pausenhof sein, sondern zum Lern-, Lebens- und Bewegungsraum werden″.

Welche Wünsche der Schüler für die Schulhofgestaltung können tatsächlich umgesetzt werden? Das entscheidet letztlich die Stadt Osnabrück. Die Arbeit der Studentinnen soll jedoch als Planungsgrundlage dienen. Der Stadt, so erklärt Nane Horstmann, lägen die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit bereits vor.

Bildtext:
Nicht nur ein Platz für die Pausen soll der neue Schulhof werden: Was sich die Schüler stattdessen wünschen, haben die beiden Studentinnen Nane Horstmann (links) und Laura Eisert (rechts) herauszufinden versucht. Schulleiterin Maike Breski (Mitte) liest aus den Ergebnissen auch ganz klar den Wunsch nach ruhigen Rückzugsorten heraus.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Leon Walter


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