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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gewerbeflächen schaffen – aber nicht für jedes Gewerbe
Zwischenüberschrift:
Die Osnabrücker Wirtschaftsförderung stellt sich neu auf und will 2020 richtig durchstarten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Zwölf Leute arbeiten bei der Wirtschaftsförderung Osnabrück, acht davon sind neu dabei. Ein neues Team, ein neuer Aufbruch und wohin? Ralf Minning, der neue Mann an der Spitze, kennt den Weg und brennt vor Tatendrang.

Was ist bei der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) passiert? Mitte August 2019 hat Ralf Minning die Geschäftsführung übernommen. Der gebürtige Ostercappelner war im Frühjahr von seiner früheren Chefin Marina Heuermann für den Bereich Unternehmensservice geholt worden.

Heuermann hatte eine stattliche Personalaufstockung von sechs auf zwölf Stellen bei der Politik durchgeboxt, doch dann musste sie im Sommer von Bord gehen. Die Unternehmen, die über den Verein VWO mit 50 Prozent an der WFO beteiligt sind, hätten die Trennung betrieben, hieß es. Heuermann leitet inzwischen die Wirtschaftsförderung in Viersen.

Wie fördert die Wirtschaftsförderung die Wirtschaft? Minning, seit dem 14. August an der WFO-Spitze, beschreibt seine Arbeit als Lotsendienst″. Die WFO berate die Unternehmen bei der Beschaffung von Fördermitteln, Digitalisierung, Innovationsprozessen, Erweiterungsplänen, Umzügen und bei der Akquise von Fachkräften. Seit Frühjahr 2019 hat das neue WFO-Team nach Minnings Angaben rund 200 Firmen in Osnabrück aufgesucht: Wir machen uns aktiv bekannt und bieten unsere Leistungen an.″

Das neue WFO-Team lernte dabei: Osnabrück hat eine starke Start-up-Community, die mit dem Innovationszentrum ICO und dem Seed House hervorragende Startmöglichkeiten vorfindet. Demnächst kommt mit dem Ringlokschuppen ein Zentrum für künstliche Intelligenz dazu. Ich bin ganz begeistert von dieser lebendigen Gründerszene″, sagt Minning, Osnabrück wird davon nachhaltig profitieren.″

Das sind die nächsten Aufgaben der WFO: Im ersten Quartal 2020 will Minning eine Gewerbeflächen-Bedarfsanalyse vorlegen. Zusammen mit der Osnabrücker Beteiligungsgesellschaft OBG, einer Tochterfirma der Stadt, hat die WFO alle Gewerbeflächen in Osnabrück katalogisiert und daraus den aktuellen und strategischen Flächenbedarf ermittelt. Die WFO werde mit diesem Instrument, nach Branchen sortiert, vollständig aussagekräftig″ sein, wie viele Flächen in welchem Zuschnitt und welcher Lage gebraucht werden, stellt Minning in Aussicht.

Osnabrück müsse dabei genau hinsehen, für welche Branchen die Stadt Areale erschließe. Hoher Flächenverbrauch für wenig Arbeitsplätze das komme für die klein geschnittene Stadt nicht infrage. Einen spürbaren Mangel gebe es an Industrieflächen, so Minning. In Industriegebieten lässt der Gesetzgeber höhere Emissionen zu als in Gewerbegebieten.

Potenzial für neue Gewerbeflächen ergeben sich in der ehemaligen Kaserne am Limberg in der Dodesheide und am Eselspatt in Hellern. Wünschenswert, so Minning, wäre eine deutlich engere Kooperation mit dem Landkreis und den Umlandgemeinden. Ziel müsse es sein, interkommunale Gewerbegebiete zu schaffen.

Im kommenden Jahr will die WFO unter dem Arbeitstitel Typisch Osnabrück″ eine Imagekampagne starten, um überregional Fachkräfte auf Osnabrück aufmerksam zu machen.

Darüber hinaus unterstützt sie Unternehmen, indem sie ihr Know-how im Hinblick auf das Einwerben möglicher Fördermittel zur Verfügung stellt, Start-ups beim Marketing hilft, vor allem jungen Unternehmern wertvolle Kontakte in der Region vermittelt und als Behördenlotse Schneisen in den Bürokratie-Dschungel schlägt.

Bildtext:
Ralf Minning ist seit vier Monaten Chef der Osnabrücker Wirtschaftsförderung.
Foto:
David Ebener
Autor:
Wilfried Hinrichs


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