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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hochpfad für besseren Blick
Zwischenüberschrift:
Der Osnabrücker Zoo vergrößert seine Löwenanlage
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Zoo Osnabrück hat mit der Vergrößerung seiner Löwenanlage begonnen. Bis zum kommenden Sommer soll das Zuhause der fünf ansässigen Raubkatzen verdreifacht werden, außerdem erhalten die Löwen eine größere Innenanlage. Wie verändert sich das Gehege konkret? Und was bedeutet das jetzt für Zoobesucher? Der Zoo erweitert die Löwenanlage, um Auflagen der Europäischen Union zu erfüllen. Man habe zunächst erwogen, die Löwen in andere Zoobereiche zu bringen oder sie gar in andere Zoos auszulagern, erklärte der wissenschaftliche Kurator des Zoos, Andreas Wulftange. Doch daraus wurde nichts: Im eigenen Zoo herrsche ohnehin Platzmangel, und einen zwischenzeitlichen Abnehmer für die Tiere habe man auch nicht gefunden, sagte Wulftange. Der Zoo sieht sich deshalb jetzt mit der Herausforderung konfrontiert, die Anlage umzubauen, während die Löwen sie noch bewohnen.

Wie soll das funktionieren? Wir bauen in drei Abschnitten″, erklärte Bauleiterin Angelika Mösche vom Planungsbüro Drecker. Zunächst werde die Außenanlage vergrößert. Dafür musste das Areal der benachbarten Kirk-Dikdiks und zweier Jungfernkraniche weichen, sie wurden anderweitig im Zoo untergebracht. Dann werde ein neues Löwenhaus gebaut und im letzten Schritt mit dem schon existierenden Stall verbunden. Wenn das Wetter mild bleibt, soll es schon in den kommenden Wochen damit losgehen. Bei Fertigstellung soll den Löwen somit eine verdreifachte Außenfläche und ein doppelt so großes Stallgebäude zur Verfügung stehen.

Und was ändert sich für Zoobesucher? Bis zur Fertigstellung der Anlage im kommenden Sommer ist der Fußweg zur Anlage gesperrt. Vom Löwenrondell aus oder auch in ihrem Haus sind die Tiere aber dennoch gut zu beobachten. In die fertige Anlage soll letztlich ein Besucherweg integriert werden: Ein 132 Meter langer Höhenpfad, so Michael Wendt, Schatzmeister der Zoogesellschaft, gewährleiste einen einmaligen Ausblick″, bei dem man außerdem kaum Zäune oder Abgrenzungen wahrnehme.

Der Umbau der Löwenanlage gehört zu dem Bauprojekt Mapungubwe″, das Kosten von insgesamt vier Millionen Euro umfasst. Davon entfallen rund zweieinhalb Millionen auf die Löwenanlage. An der Finanzierung ist neben europäischen Fördermitteln und diversen Spendengebern auch der Verein Löwen für Löwen″ beteiligt. Wir haben vor drei Jahren den Verein gegründet, um Geld für den Umbau der Anlage zu sammeln″, erklärte der Vorsitzende und Osnabrücker CDU-Chef, Fritz Brickwedde.Löwen neugierig

Gut 450 000 Euro generierte der Verein bislang über Spenden und andere Aktionen. Die 500 000-Euro-Marke haben wir noch fest im Blick″, verriet Brickwedde. Angelika Drösche gab sich indes zuversichtlich, dass die Bauarbeiten reibungslos ablaufen: Wir haben sehr viel Erfahrung mit Arbeiten im Zoo Osnabrück und sind mit den Handwerkern, Kuratoren und dem Zooinspektor ein eingespieltes Team.″

Die Löwen scheint der Baulärm unterdessen nicht wirklich zu stören, merkte Andreas Wulftange an. Ganz im Gegenteil: Die Arbeiten sind momentan eine tolle Abwechslung für sie.″ Tatsächlich wirkten die Löwen regelrecht neugierig″ und beobachteten die Handwerker aufmerksam bei ihrer Arbeit.

Bildtext:
Ein Baustellenzaun hindert die Besucher derzeit am Zugang zur Löwenanlage. Später soll ein 132 Meter langer Höhenpfad die Besichtigung der Löwenanlage ermöglichen.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Leon Walter


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