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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Warum vor dem Abriss noch renoviert wird
Zwischenüberschrift:
In zwei Jahren sollen Kleinstwohnungen für Senioren und Studenten entstehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück In der Osnabrücker Kernstadt entsteht ein neues Quartier mit 381 Wohnungen. Die alten Häuser werden in absehbarer Zeit abgerissen doch eines ist eingerüstet und wird offenbar umgebaut. Was soll das?

Die Pro Urban AG aus Meppen hat Liegenschaften an der Möserstraße/ Georgstraße gekauft und will dort in den kommenden Jahren ein Wohnprojekt für Senioren, Studenten und Berufspendler bauen. Herzstück der Fläche ist heute das ehemalige C& A-Haus an der Möserstraße, in dem derzeit die Billiganbieter Kik und Tedi Läden betreiben.

Teil des Projektes ist auch die Gebäudezeile Georgstraße 14/ 16, deren Front zurzeit eingerüstet ist. Wir wollten im Dachgeschoss zwei Wohnungen ausbauen″, erklärt Wolf Ortlinghaus, Sprecher der Erbengemeinschaft, die die Immobilie bislang besessen hat. Nun ist das Haus an die Pro Urban AG verkauft, die Arbeiten sind eingestellt.

Langes Hin und Her

Dass sich Ausbau und Verkauf jetzt überschnitten haben, ist der langen und komplexen Vorgeschichte geschuldet. Die Eigentümer der anderen Flächen an der Möserstraße bemühten sich über viele Jahre, die Immobilien an Investoren zu verkaufen oder selbst dort etwas zu entwickeln. Zahlreiche Interessenten sprachen vor, entwarfen Konzepte, unterbreiteten Angebote aber es kam zu keiner Einigung. Auch die Pro Urban AG, die jetzt den Zuschlag erhalten hat, zog sich zwischenzeitlich zurück.

Wir haben immer gesagt, dass wir zum Verkauf bereit sind, wenn sich eine gute Gesamtentwicklung für den Bereich ergibt″, sagt Ortlinghaus. Doch Mitte 2018 schienen alle Vermarktungsversuche endgültig gescheitert. Seine Familie habe sich zu dem Zeitpunkt entschlossen, die eigene Immobilie an der Georgstraße auszubauen. Pläne wurden gemacht, die Arbeiten vergeben. Dann erreichte Pro Urban im Sommer dieses Jahres doch noch einen Durchbruch. Die beiden Dachwohnungen an der Georgstraße waren inzwischen halb fertig und gehören nun in diesem Zustand dem Investor aus Meppen. Sie werden wohl nicht zu Ende gebaut, das Gerüst soll bald verschwinden.

70-Millionen-Projekt

70 Millionen Euro will Pro Urban dort investieren. In dieser tollen Lage″ im Herzen von Osnabrück (Pro- Urban-Geschäftsführer Raphael Wellen) soll ein urbaner Neubau″ mit 381 Kleinstwohnungen für Senioren, Studenten und Berufspendlern entstehen. Im Erdgeschoss sind ein Restaurant, eine Tagespflege, Fitness- und Sportfläche, Lounge, Aufenthaltszone, Wäscherei und ein frei zugänglicher, begrünter Innenhof geplant. Die Appartements werden zwischen 24 und 30 Quadratmeter groß und möbliert sein.

Aus den Ratsfraktionen kommt große Zustimmung zu dem Projekt. Dennoch ist der Weg noch weit. Die Stadt muss einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen und einen Durchführungsvertrag aushandeln. In diesem Bauleitverfahren werden alle fachlichen Aspekt geprüft, Anregungen und Bedenken gesammelt, wird die Öffentlichkeit beteiligt. Das alles wird mindestens ein Jahr beanspruchen.

Was wird aus Mietern?

Die Mieter der Wohnungen an der Georgstraße wurden von der Entwicklung überrascht. Wie lange sie bleiben können, ist unklar. Das hängt vom Planungsfortschritt ab. Raphael Wellen geht davon aus, dass sich frühestens 2022 etwas auf der Fläche bewegen kann.

Für die Geschäftsleute in dem Quartier dürfte der Besitzerwechsel kein existenzielles Problem sein, denn die Mietverträge sind nach Informationen unserer Redaktion auf Sicht abgeschlossen oder kurzfristig kündbar. Die Mieter wussten, dass sich jederzeit Änderungen ergeben können, die einen Standortwechsel nötig machen.

Bildtext:
An dem Gebäudekomplex in der Georgstraße, der abgerissen werden soll, steht ein Baugerüst.
Foto:
Michael Gründel
Zukunftsmusik Grafik: Pro Urban
Autor:
Wilfried Hinrichs


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