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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein zusätzlicher Grund, Fahrten nach Osnabrück zu vermeiden
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Fuß vom Gas ab 2021″ (Ausgabe vom 29. November).

Armes Osnabrück! Was ist nur los in dieser Stadt? Welche Inkompetenz auf der politischen Ebene […]. So wird es tatsächlich in den nächsten 100 Jahren nicht zu einer Wende beim Verkehr hin zu einer nachhaltigen Mobilität kommen.

Blitzanlagen an der Martinistraße wurden versprochen, auch von Verkehrs- und Geschwindigkeitsreduzierung unter anderem auf der Martinistraße war vor Jahren die Rede. Zwischenzeitlich ganze 130 Meter (vorbildlicher!) Fahrradstreifen am Wall und eine sogenannte , Fahrradschnellstrecke′ dort, wo es dem individuellen Autoverkehr absolut nicht wehtut. Jetzt ist der Zeitung zu entnehmen, dass die Stadt sich an einer Untersuchung zu Tempo 30 in Städten beteiligt, mit der Konsequenz, dass ab 2021 (!) weniger als 1000 Meter (!) auf der Iburger Straße als Tempo-30-Zone temporär (!) ausgewiesen werden sollen.

Kann das wahr sein? Haben die politisch Verantwortlichen irgendetwas von dem verstanden, was freitags Schülerinnen und Schüler bewegt? Haben die politisch Verantwortlichen in Osnabrück noch immer nicht verstanden, dass zuallererst in den Städten der individuelle Automobilverkehr absolut keine Zukunft haben darf und haben wird?

Es ist desillusionierend, wenn der Fraktionsvorsitzende der CDU, Fritz Brickwedde, der ja immerhin einmal langjähriger Geschäftsführer der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt), gewesen ist, laut NOZ verkündet: , Mit Tempo 30 haben wir mehr Giftausstoß, Verkehrschaos und Staus′ […]. Und die Stadt Osnabrück steht längst nicht mehr für , Mittelmäßgkeit′, vielmehr ist was das Thema Mobilität betrifft – , Stagnation und Rückschritt′ zutreffend.

Sogar eine autofreundliche Stadt wie Frankfurt am Main ist so mutig, innerstädtisch auf Tempo 30 zu setzen und sogar eine zentrale Hauptverkehrsstraße für den Autoverkehr komplett zu sperren. Warum haben politisch Verantwortliche in Osnabrück nicht einmal den Mut, wenigstens für eine zeitlich befristete Modell-Phase Autoverkehr zu reduzieren, Autogeschwindigkeit zu begrenzen, neue Mobilität abseits des Autofossils zu fördern? Wann bitte, wenn nicht jetzt?!″

Helmut Büscher
Osnabrück

Haben die Verantwortlichen an die Besucher der Stadt aus dem südlichen Landkreis gedacht? Zu den üblichen Behinderungen des Individualverkehrs ist die Tempo-30-Schikane auf einer Hauptzufahrtstraße ein zusätzlicher Grund, Fahrten nach Osnabrück zu vermeiden. Gibt es einen nachvollziehbaren Grund dafür?

Eine Klimaschonung durch diese Winzmaßnahme ist ein Witz. Die Einführung der Tempo-30-Zone führt nicht zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, weil die Anbindung für die Landkreisbevölkerung zu schlecht und damit der Zeitverlust zu hoch ist. Zusammen mit anderen autofeindlichen Tendenzen (Parkgebühren, Sperrung des Neumarktes) führt das dazu, dass ein Besuch der Osnabrücker Innenstadt (und damit auch Einkäufe, Restaurant-, Kino- oder Theaterbesuche) gemieden wird. Einkäufe werden vermehrt über das Internet getätigt oder bei parkgebührfreien und gut erreichbaren Geschäften ohne Tempo-30-Schikane.″

Dr. med. Ulrich Hüsing
Dissen

Bildtext:
Runter vom Gas auf der Iburger Straße. Zwischen Rosenplatz und Pattbrede wird testweise Tempo 30 eingeführt.
Foto:
Jörg Martens
Autor:
Helmut Büscher, Dr. med. Ulrich Hüsing


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