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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Eine Ära endet: Der Hubertuskeller schließt
Zwischenüberschrift:
„Konnte noch nicht einmal die Kegler informieren″ / Betreiber kritisiert Vermieter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück In der Osnabrücker Kegelszene war der Hubertuskeller jahrzehntelang eine feste Institution. Seit Anfang Dezember ist die beliebte Kegelkneipe in der Johannisstraße geschlossen. Nicht nur für Pächter Alfred Stolp endet damit eine Ära. Doch es gibt Hoffnung.

35 Jahre lang hat Alfred Stolp den Hubertuskeller betrieben. Angesichts dieser langen Zeitspanne ist es natürlich, dass bei ihm nun ein wenig Wehmut mitschwingt, als er nach dem Aus seines Lebenswerks befragt wird. Ich habe schon sehr an dem Laden gehangen″, sagt der 70-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion.

Grundwasserprobleme

Vor einem halben Jahr hat er die Kündigung von Vermieter Wolfgang Schenk zum 1. Dezember erhalten. Die Gründe dafür sind vor allem in dem enormen Sanierungsbedarf der Räumlichkeiten zu sehen. Wir haben hier große Grundwasserprobleme. Ich weiß nicht, woher das kommt, aber in den Wintermonaten steht die Kegelbahn sogar ein Stück unter Wasser″, sagt der Vermieter auf Anfrage. Die Maßnahmen seien absolut notwendig, erklärt er und ziemlich kostspielig. Er beziffert die Kosten auf rund 150 000 Euro. Es ging nicht anders. Ich habe ja auch eine Fürsorgepflicht gegenüber Herrn Stolp und den Gästen″, betont Schenk.

Die umfangreichen Arbeiten seien aber nicht der einzige Grund gewesen, warum er dem Wirt und Kegelbahnbetreiber gekündigt habe. Laut Schenk sei es auch eine unternehmerische Entscheidung″ für die Zukunft. Ich will wieder eine Kontinuität schaffen und jemanden finden, der die Räumlichkeiten für einen längeren Zeitraum betreibt″, sagt er. Eine Kontinuität, die mit dem 70-jährigen Stolp nicht gegeben wäre.

Dieser gibt im Gespräch zu, dass er sowieso an ein baldiges Aufhören gedacht habe. Er empfindet nicht nur Wehmut, dass sein Lebenswerk ein Ende gefunden hat. Ich bin auch etwas froh, dass es nun vorbei ist. Ich bin finanziell unabhängig und nicht darauf angewiesen″, betont er. Dennoch kritisiert er das Verhalten des Vermieters. Nach Darstellung von Stolp habe er zwar vor einem halben Jahr die Kündigung erhalten, dennoch habe ihm der Vermieter demnach in Aussicht gestellt, den Hubertuskeller trotzdem weiterzuführen.

Kritik am Vermieter

Für mich kam das Ganze jetzt sehr überraschend. Da ist schon eine kleine Schweinerei abgelaufen. Ich konnte noch nicht einmal die Kegler informieren″, sagt er. Vermieter Schenk widerspricht dieser Darstellung: Ich habe ihm nie gesagt, dass es eventuell mit ihm weitergehen könnte.″ Es habe keinen Streit zwischen den Parteien gegeben, sondern die Entscheidung sei schlichtweg alternativlos gewesen.

Für die Kegler hat Wolfgang Schenk aber noch eine gute Nachricht parat. Nach den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten soll der Hubertuskeller in einem halben Jahr wieder eröffnen dann mit einem neuen Betreiber.

Bildtext:
35 Jahre lang hat Alfred Stolp den Hubertuskeller betrieben.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Christian Lang


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