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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Deutlich mehr Bäume gefällt
Zwischenüberschrift:
Am Schöler- und auf dem Schinkelberg sind mehr Buchen abgestorben als gedacht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Einer der beliebtesten Osnabrücker Wälder ist lichter geworden: Erst sollten auf dem Schölerberg 60 Buchen gefällt werden, nun wurden daraus rund 110. Thomas Maag vom Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) hat unserer Redaktion erklärt, warum.

Die Zahl 60 sei eine erste Schätzung gewesen, so der Abteilungsleiter Stadtgrün beim OSB. Wenn man dann in den Bestand hineingeht, sieht man noch den einen oder anderen abgestorbenen Baum.″ Und so wurden aus 60 Bäumen, die die Waldarbeiter im Vorfeld mit rosa Farbpunkten markiert hatten, mehr als 100 überwiegend Buchen, allesamt abgestorben. Die sind teilweise von innen völlig ausgefault″, sagt Maag.

In den beiden trockenen Sommern der Jahre 2018 und 2019 sind die Buchen regelrecht verdurstet, denn der Boden auf dem Schölerberg ist Kalkstein und die Wurzeln haben es schwer, am Fels vorbei in die Tiefe zu möglichen Wasserreserven vorzudringen.

Ähnlich sieht es auf dem Schinkelberg aus. Auch dort haben die Mitarbeiter des Forstamtes Ankum, das die städtischen Waldstücke betreut, bereits abgestorbene Bäume im Bereich des Funkmeldeturms gefällt: laut Maag rund 50 Buchen. Geschätzt waren etwa 40.

Uns bleibt gar keine andere Wahl″, sagt Thomas Maag, so leid es uns auch selber tut.″ Im Bereich der Spazierwege muss die Stadt die Verkehrssicherheit gewährleisten, also sicherstellen, dass kein Passant von umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen erschlagen wird.

Die Mitarbeiter der OSB-Baumpflegeabteilung würden in den nächsten Tagen noch abgestorbene Äste bei geschwächten Bäumen herausschneiden, kündigt Maag an.

Stehen abgestorbene Bäume weiter innen im Wald, lassen die Mitarbeiter sie als Totholz auch schon mal stehen. Spechte und andere Tiere können sich dann darin Höhlen bauen. Doch selbst mitten im Bestand haben sie einige gefällt, damit sich die Naturverjüngung ihren Weg bahnen kann″, so Maag. Naturverjüngung: Das sind kleine Bäume, die auf natürlichem Weg dort gekeimt und gewachsen sind und nur darauf warten, dass ein alter Baumriese verschwindet und ihnen mit seiner großen Krone nicht länger das Sonnenlicht nimmt. Solche natürlich gewachsenen Bäume sind robuster.

Die Stämme, die noch nicht komplett verfault sind, würden jetzt verkauft werden, so Maag, ein Teil werde auch zerhäckselt und vom OSB fürs Heizen genutzt. Einige Stämme und Äste haben die Arbeiter auch einfach auf dem Waldboden liegen lassen, damit sich im Totholz Käfer entwickeln und Insekten brüten können.

Bildtext:
Diese abgesägten Stämme sind alles, was von rund 100 stattlichen Buchen am Schölerberg übrig blieb.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Sandra Dorn


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