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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Streit um letzten freien Platz in der Altstadt
Zwischenüberschrift:
Bebauungspläne für Parkplatz am Dominikanerkloster weiter umstritten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die mögliche Bebauung des Parkplatzes Dominikanerkloster mit einem Verwaltungsgebäude sorgt weiter für Diskussionen in Osnabrück.

Einst hatten die Dominikaner dort einen Klostergarten angelegt, dann übernahm das Militär und schuf einen Exerzierplatz. Später belebten Jahrmärkte den Platz, inzwischen betreibt die Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG) dort einen Parkplatz. Bebaut aber war der Platz vor dem ehemaligen Kloster nie. Dass sich das bald ändern könnte, ruft empörte Anwohner der Altstadt auf den Plan, wie bei der jüngsten Sitzung des Bürgerforums Innenstadt deutlich wurde.

Sie wollen vor allem, dass die Bäume und Büsche auf dem 3000 Quadratmeter großen Platz erhalten bleiben. Applaus im Bürgerforum erntete etwa eine Anwohnerin, die vorschlug, aus dem Parkplatz eine Parkanlage zu machen. Das ist der letzte freie Platz in der Altstadt″, merkte eine Anwohnerin an. Und Wolfgang Möller befürchtet: Da geht wieder eine Fläche verloren.″

Und wie sieht die Stadt das? Der Erste Stadtrat Wolfgang Beckermann berichtete, wie es zu dem Vorschlag für die Bebauung mit vier Stockwerken und einem Dachgeschoss gekommen ist: Die Verwaltung werde laufend mit neuen Aufgaben konfrontiert und müsse deshalb neue Arbeitsplätze schaffen. Viele Büros lägen außerhalb der beiden Stadthäuser, was in vielen Bereichen zu einer Zersplitterung″ geführt habe. So sei die Idee entstanden, bisher über das Stadtgebiet verteilte Büros an einem Ort zusammenzufassen und außerdem Wohnraum zu schaffen.

Bürgermeisterin Birgit Strangmann wies darauf hin, dass es städtische Mitarbeiter gibt, die nicht in klassischen Büroräumen arbeiten, sondern in Wohnungen, die von der Stadt extra für diesen Zweck angemietet worden sind, unter anderem entlang der Bierstraße.

Aber warum soll ausgerechnet der Platz am Dominikanerkloster mit einem Stadthaus 3″ bebaut werden? Auch diese Frage treibt die Anwohner um. Es gebe doch genug Platz außerhalb der Innenstadt, etwa im Hasepark oder auf dem ehemaligen Kasernengelände am Hafen. Wolfgang Beckermann plädierte aber dafür, die Verwaltung möglichst zentral unterzubringen: Ich persönlich bin der Meinung, dass Rathäuser in die Innenstadt gehören.″ Die Verwaltung und die Besucher der Ämter gehörten zum Stadtleben.

Doch wo genau ist die Grenze der City? Eine Besucherin des Bürgerforums bemängelte, dass gleich außerhalb des Wallrings immer noch einstöckig gebaut und damit Platz verschwendet werde. Die Grenze zwischen der Innenstadt und den benachbarten Stadtteilen müsse aufgeweicht werden. Auch diese Frage an die Verwaltung kam auf: Was machen Sie, wenn auch dieses Grundstück nicht mehr reicht? Sie blieb unbeantwortet.

Ratsherr Heiko Schlatermund (SPD) versuchte, die Wogen zu glätten: Was hier jetzt diskutiert wird, ist eine Idee gewesen. Wir sind in einem Findungsprozess. Es ist noch nichts entschieden.″ Und Bürgermeisterin Birgit Strangmann kündigte an: Im Stadtentwicklungsausschuss geht die Diskussion weiter.″

Bildtext:
Parkplatz, Park, Verwaltungsgebäude? Was aus dieser Fläche am Dominikanerkloster werden soll, ist umstritten.
Kartendaten:
Google, GeoBasis-DE/ BKG
Autor:
Jann Weber


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