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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
100 Jahre Naturschutz in Osnabrück – das ist eine lange Zeit und eine stolze Leistung
 
Anlaufstelle in Sachen Natur und Umwelt
 
NABU feiert sein 100. Bestehen mit einem großen Sommerfest
 
Im Einsatz für die Natur
 
Typische Pflanzenarten sollen sich ausbreiten
 
Botanisch interessant
 
Von Mühlenbächen und Orchideenwiesen
 
„Sommerklänge″
 
Spannung zwischen Klang und Stille
Zwischenüberschrift:
NABU-Naturschutzzentrum an fünf Tagen in der Woche für die Öffentlichkeit zugänglich
 
Buntes Programm für Groß und Klein am Sonntag, 11. September, am Schölerberg
 
Pflegeflächen des NABU in und um Osnabrück
 
Venner Moor: Trockengelegte Hochmoorflächen wurden wiedervernässt
 
Steinbruch Bröckerweg: 26 Brutvogelarten und 117 Gefäßpflanzenarten
 
Artenvielfalt in Hollage und Hilter-Ebbendorf erhalten
 
Schülerwettbewerb des NABU Osnabrück
 
Eröffnung des Klanggartens beim Sommerfest – Naturerleben wichtige Quelle für Verantwortungsbewusstsein
Artikel:
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Originaltext:
Im Jahr 1911, als der NABU Osnabrück gegründet wurde, kannte man den Begriff Naturschutz noch nicht. Im Vordergrund stand der Vogelschutz, was sich auch im Namen Bund für Vogelschutz″ manifestierte. Den Vogelschutz voranzubringen war also das Ziel unserer Gründungsväter bzw. vielmehr - mütter, denn gegründet wurde der deutschlandweite Bund für Vogelschutz in Stuttgart bereits 1899 von Lina Hänle, einer Frau, was für die damalige Zeit sehr bemerkenswert war.
Damals bestand die Arbeit vornehmlich darin, Nistkästen für die heimische Vogelwelt zu bauen und aufzuhängen. Später kam dann der Schutz von Lebensräumen hinzu.
Das Vogelschutzgehölz Bröckerweg″, das unser Verband seit über 60 Jahren betreut, macht den Wandel in der Gewichtung unserer Arbeit besonders plakativ deutlich. Das Gebiet wurde in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Vogelschutzgebiet vom NABU (damals noch Deutscher Bund für Vogelschutz [DBV]) gepachtet. Im Laufe der Jahre wurde immer größere Aufmerksamkeit auf die dort vorkommenden Trockenrasengesellschaften gelegt, denen heute die Hauptpflegemaßnahmen gelten.
Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung und den dadurch bedingt engravierenden Eingriffen des Menschen in unsere Naturund Landschaft änderten sich die Rahmenbedingungen und infolgedessen auch die Schwerpunkte unserer Arbeit.
Der Deutsche Bund für Vogelschutz wurde im Jahre 1990 konsequenterweise zum Naturschutzbund Deutschland (NABU).
Neben unseren klassischen Betätigungsfeldern im praktischen Naturschutz– wie erwähnt am Bröckerweg und seit über 25 Jahren im Venner Moor um nur zwei Beispiele zu nennen und der Umweltbildung, die von jeher einen sehr hohen Stellenwert bei unserer Arbeit hatte, wurde die natur- und umweltpolitische Arbeit immer wichtiger.
Heute begreifen wir uns mehr denn je als Anwalt der Natur und mischen uns ein, wo immer es nötig ist. Als Beispiele seien hier unser seit über 30 Jahren währendes Engagement gegen den Bau der A33-Nord genannt, oder ganz aktuell die Erweiterungsplanungen der Firma Kabelmetal in der Gartlage. Dort sollen ohne Not wichtige Bereiche der sogenannten grünen Finger, die die Frischluftzufuhr in die Stadt sichern beschnitten und wirtschaftlichen Interessen geopfert werden.
NABU is watching you so könnte man es umschreiben. Frei nach dem Motto Tue Gutes und rede darüber″ gab und gibt es in diesem Jahr verschiedenste Veranstaltungen und Aktionen, um möglichst viele Menschen für die Schönheiten unserer Natur und deren Schutz zu begeistern. Eine davon ist unser großes Sommerfest für Jung und Alt am 11. September.
Wir befruchten Ihre Heimat″, das war eine Aussage unserer Plakatkampagne im Jahr 1996.
In diesem Sinne wollen wir auch im zweiten Jahrhundert unserer Tätigkeit unseren Beitrag zu einer lebens- und liebenswerten Umwelt in und um Osnabrück leisten.

Bildtext:
Andreas Peters, 1. Vorsitzender NABU Osnabrück.

Anlaufstelle für alle Fragen und Anliegen zum Natur- und Umweltschutz ist seit 25 Jahren unser Naturschutzzentrum, das an fünf Tagen in der Woche für die Öffentlichkeit zugänglich ist und wo wir ein breites Spektrum an Informationsmaterial bereithalten. Betreut wird dieses in erster Linie von Absolventen des freiwilligen ökologischen Jahres sowie Praktikanten und Ein-Euro-Kräften. Zahlreiche Dipl. - Biologen und Dipl.- Ingenieure aus dem grünen Bereich sowie fachkundige Laien der verschiedensten Fachrichtungen stehen den Mitarbeitern ehrenamtlich als Experten mit ihrem Fachwissen zur Seite. Schauen Sie doch mal rein! Öffnungszeiten: Mo. Do. 8 bis 16 Uhr, Fr. 8 bis 15 Uhr. Sie finden uns in Osnabrück-Schölerberg in direkter Nachbarschaft zum Zoo und zum Museum am Schölerberg: Naturschutzbund Osnabrücke. V., Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück, Telefon: 05 41/ 58 91 84, Fax: 05 41/ 5 75 28, E-Mail: nabu-os@ osnanet.de, www.nabu-os.de

Der Naturschutzbund Osnabrück (NABU) veranstaltet am 11. September ab 11 Uhr ein großes Sommerfest rund um das Naturschutzzentrum am Naturkundemuseum am Schölerberg/ Zoo. Anlass ist der 100. Geburtstag des Vereins.
Diesen runden Geburtstag möchten wir mit den Osnabrückern feiern und die Gelegenheit nutzen, zum Mitmachen im Natur-und Umweltschutz aufzurufen″, betont Andreas Peters, 1. Vorsitzender des Vereins.
Hier können Kinder mit ihren Eltern an einer Garten-Rallye teilnehmen, Nistkästen bauen und durchverschiedene themenbezogene Aktionen zum Thema Boden, Moor, Ökologie in der Stadt etc. die Arbeit des NABU kennenlernen.
Ein Highlight der Veranstaltung ist gegen 12.00 Uhr die Preisverleihung im NABU-Schülerwettbewerb zum Thema Klang der Jahreszeiten″, an dem sich ca. 150 Schüler aus Stadt und Landkreis beteiligt haben. Es werden die Arbeiten aller Teilnehmer präsentiert und die Gewinner ausgezeichnet. Um 14.00 Uhr wird dann der neue Klanggarten eine Kooperation von Museum am Schölerberg und NABU eröffnet.
Das Rahmenprogramm bilden verschiedene Tanzgruppen und eine Aikido-Vorführung. Für das leibliche Wohl gibt es selbst gebackenen Kuchen und Köstlichkeiten vom Grill.
Die musikalische Untermalung bestreiten der bekannte Osnabrücker Künstler Martin Gehrmann und die Irish Folk Friends. Eine große Tombola mit vielenattraktiven Preisen rundet das Fest ab. Nähere Infos unter www.nabu-os.de oder Tel. 05 41/ 58 91 84.

Helfen Sie mit
Der Erhalt unserer schützenswerten Natur- und Umwelt ist nicht zum Nulltarif zu haben. Gerade in Zeiten leerer öffentlicher Kassen sind besonders wir als gemeinnütziger Verein gefragt.
Über 1000 Menschenunterstützen bereits unsere Arbeit in Stadtund Landkreis als aktive oder nur″ zahlende Vereinsmitglieder oder Spender.
Helfen auch Sie beispielsweise durch ehrenamtliche Mitarbeit oder mit Ihrer Spende. Spenden und Beiträge sind steuerlich absetzbar und finden bei Tag und Nacht Aufnahmebei der Sparkasse Osnabrück unter Kto. 46557, BLZ 26550105.
Die Natur sagt Danke!

Einer der wichtigen Tätigkeitsschwerpunkte des NABU liegt heute in der Betreuung und naturschutzorientierten Pflege wertvoller Biotope. Derzeit werden hierfür jedes Jahr weit über 1000 Arbeitsstunden von unseren ehren- und hauptamtlichen Helfern aufgebracht. Mit Bio-toppflege-Maßnahmen versucht der NABU Osnabrück unter anderem durch Mähen, Gehölzschnitt und Vernässung die Vielgestaltigkeit der Landschaft zu erhalten und diese damit als Lebensraum für viele spezialisierte Tier-und Pflanzenarten zu sichern. Die NABU-Kreisgruppe Osnabrück betreut mehrere Pflegeflächen, auf denen sie regelmäßig Biotoppflege-Maßnahmen durchführt. Einige der betreuten Flächen wollen wir hier vorstellen:

Hochmoore gelten in Deutschland als stark bedrohte Lebensräume. 1985 begann der NABU Osnabrück damit, im Ostteil des Naturschutzgebietes Venner Moor″ trockengelegte und mit Moorbirken bewaldete ehemalige Hochmoorflächen und Torfstiche wiederzuvernässen. In mühsamer Kleinarbeit wurden mit Äxten und Sägen Birken und Kiefern gefällt, da diese dem Moor Wasser entziehen. Außerdem wurde Wasser angestaut und Gehölze in Handarbeit kurz gehalten. Durch den Einsatz von Motorsägen und - sensen konnten im letzten Jahrzehnt weitere Flächen von Bäumen befreit werden, sodass sich nun auf über 16 Hektar wieder der weitläufige Charakter eines Hochmoores zeigt (siehe Foto links). Im Westteil des Venner Moores, das auch als Kalkrieser Moor bezeichnet wird, schuf der NABU seit 2004 weitere offene und wiedervernässte Flächen. In beiden Flächenhaben sich für das Hochmoor spezialisierte Tier- und Pflanzenarten erhalten bzw. ansiedeln können. Dies sind zum Beispiel diverse Torfmoos- und Wollgras-Arten, die zusammen ein Moorwachstum bewirken können. Auf diesen Moorböden siedeln sich weitere Pflanzenarten wie der fleischfressende Sonnentau und Heidekrautgewächse (z. B. Moosbeeren und Rosmarinheide) an. Vom offenen Moorcharakter profitieren nachtaktive Vögel wie der Ziegenmelker oder Wärme liebende Reptilien wie die Kreuzotter. Wasserstandsschwankungen und Nährstoffeinträge aus der Luft begünstigen einen stetigen Gehölzaufwuchs aus Faulbaum und Moorbirke, der nur durch arbeits-und kostenintensive Pflegemaßnahmen eingedämmt werden kann. Ziel ist es, dass sich bedrohte moortypische Arten zukünftig wieder ausbreiten können.

Bildtext:
Moorwachstum in vom NABU wiedervernässten Torfstichen im NSG Venner Moor″.

Der Steinbruch Bröckerweg an der Iburger Straß ein Osnabrück wird als städtische Fläche seit 1956 durch den NABU Osnabrück gepflegt. Das Gelände ist ein aufgelassener Steinbruch mit zahlreichen Böschungen, Steilkanten und Mulden.
Im Zweiten Weltkrieg diente der Steinbruch als Flugabwehrstellung und als Lazarett für Tuberkulosekranke. Das Vogelschutzgehölz (26 Brutvogelarten) und Landschaftsschutzgebiet ist mit seinen 117 Gefäßpflanzenarten auch botanisch interessant.
Die Pflanzenwelt am Steinbruch Bröckerweg besteht u. a. aus schattigen Eschenwäldern und üppigen Schlehengebüschen.
An zwei trockenen Südhängen mit sehr steinigen Böden aus Osnabrücker Muschelkalk wächst eine große Vielfalt an Licht liebenden Kräutern und Stauden (siehe Foto rechts).
Diese Pflanzen bieten von Frühjahr bis Herbst mit einer Fülle von Blütenden Nektar suchenden Insekten reiche Nahrung. Dadurch, dass der NABU jährlich mäht, erhalten die Pflanzen wieder genug Sonnenlicht.

Bildtext:
Kalktrockenrasen im NABU-Pflegebiotop Steinbruch Bröckerweg″

Bevor der Hollager Mühlenbach in die Hase mündet, durchfließt er nicht nur Wiesen und Wälder (Foto oben), sondern leidet auch unter Gewerbegebieten, Einleitungen und der Unterführung des Zweigkanals. Daher ermittelt und fördert der NABU auf einem Teilstück den Fischbestand und die Gewässerqualität.
Im Frühjahr Hunderte Primeln und Sumpfdotterblumen, im Frühsommer Tausende Orchideen, Fieberklee und Zittergras, im Hochsommer Klappertopf, Sumpf-Pippau und Pfeifengras. Diese Artenvielfalt in Hilter-Ebbendorf beruht auf langjähriger schonen der Nutzung als Wiese und Weide. Bevor die Bewirtschaftung in den 1970er-Jahren aufgrund der Hanglage aufgegeben wurde, konnte die Fläche einschließlich ehemaliger bäuerlicher Waschkuhle und Gebirgsbach durch einen Naturfreund gesichert werden. Denn ohne Nutzung kommen nach wenigen Jahren Gehölze auf und drohen die Flächen zu beschatten. Die lichtbedürftigen Orchideen würden verkümmern. Um das zu verhindern, wird jedes Jahr von NABU-Aktiven mit Motorsensen und einem Balkenmäher geschnitten und gemäht. Um Nährstoffe auf dem Standort nicht anzureichern, muss zu dem alles Mahdgut abtransportiert und entsorgt werden.

Bildtexte:
Naturnahe Bereiche des Hollager Mühlenbachs in der Barlage bei Hollage.
Orchideenreiche Feuchtwiese im Teutoburger Wald bei Hilter-Ebbendorf

NABU-Flächen im Überblick

Bröckerweg:
Steinbruch mit Pionierwald, Gebüschen und Kalktrockenrasen, Osnabrück, ca. zwei Hektar, Pflege seit 1956
Venner Moor:
Zwergstrauchheiden und wiedervernässte Torfstiche mit Schwingrasen und Gagelgebüschen, Ostercappeln, ca.16 Hektar, Pflege seit 1985
Kalkrieser Moor:
Zwergstrauchheiden und wiedervernässte Torfstiche mit Schwingrasen, Bramsche, ca.acht Hektar, Pflege seit 2004
Hollager Mühlenbach:
naturnaher Bach, Wallenhorst, ca. 1276 Quadratmeter, Pflege seit 2005
Hilter-Ebbendorf:
Orchideenreiche Feuchtwiese, Hilter, 8837 Quadratmeter, Pflege seit 2009

Bildtext:
Pflegeeinsatz auf der Feuchtwiese in Hilter-Ebbendorf.

100 Jahre NABU Osnabrück
Anzeigenbeilage
Herausgeber:
Verlag Neue Osnabrücker Zeitung, Breiter Gang 10–16, 49074 Osnabrück, Telefon 05 41/ 310-0
Redaktion:
Sven Lampe (verantwortlich)
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Postfach 29 80, 49019 Osnabrück
Geschäftsführer: Sebastian Kmoch (V.i.S.d.P.)
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E-Mail: anzeigen@ mso-medien.de
Technische Herstellung: Druckzentrum Osnabrück, Weiße Breite 4, Osnabrück

Ein Schwerpunkt im Jubiläumsprogramm zum 100-jährigen Bestehen des NABU Osnabrück trägt den Titel Dem Klang der Jahreszeiten lauschen″. Zu diesem Rahmenthema wurden über das Jahr verteilt Workshops, Spaziergänge auf dem Piesberger Traumpfad und ein Schülerwettbewerb angeboten. Die Eröffnung eines Klanggartens von Jörg Kerll und Jutta Wermke steht kurz bevor.
Von Schülern und Schülerinnen aus Osnabrück und Umgebung haben wir viele schöne Gedichte erhalten, in denen wir nicht nur von surrenden Mücken und summenden Bienen, quakenden Fröschen und plätscherndem Wasser als typischen Sommerklängen lesen, sondern auch von spielen den Kindern, knattern den Rasenmähern und Autos, die mit Vollgas durch die Gegend brausen ...
Vor allem aber zeigen uns die Gedichte den Sommerals eine Jahreszeit der guten Laune, der Geselligkeit und der Leichtigkeit. So sind denn auch häufig lachende Menschen zu hören. Der Sommer klingt nach Vogelzwitschern und Fröhlichkeit″, schreibt Laura Jerzakowski. Wichtig ist aber auch, was man nicht hört: Ich höre Vögel, die Bäume, die im Windrauschen, und keine Schulklingel in den Ferien (und das ist gut so)″. Mit dieser Meinung steht Tom Langenicht alleine.
Ziel des Schülerwettbewerbs war es, sich Natur und Umwelt einmal über die Ohren zu erschließen und speziell den Sommer über seine Klänge zu entdecken. Das konnten typische oder eher ungewöhnliche Klänge sein, akustische Eindrücke, die viele Leute mit dem Sommer verbinden, oder ganz persönliche Klangerlebnisse. Dabei sollten Naturklänge im Vordergrund stehen.
Teilgenommen haben 136 Schüler/- innen aus sechs Schulen: dem Osnabrücker Gymnasium Carolinum (Kl. 6F1), Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (Kl. 6a; Jg. 11 Bio-Leistungskurs), Ursulaschule (Kl. 6c), Ratsgymnasium (Kl. 5e) und aus dem Umland das Artland-Gymnasium Quakenbrück (Kl. 6b) und Gymnasium Bersenbrück (AG Begabtenförderung).
Beteiligt waren die Fächer Deutsch, Biologie und Musik. Abgegeben wurden 105 Texte und sechs Vertonungen. Unser Dank gilt nicht nur den Schülerinnen und Schülern für ihre ideen reichen Gedichte, schönen Illustrationen und akustischen Beiträge, sondern auch den Lehrerinnen und Lehrern, die den Wettbewerb in ihren Klassen ermöglicht haben. Es sind dies: Christiane Lauck, Marcela Lehnert, Holger Oldekamp, Dr. Anja Lorberg,, Marlies Funke, Tina Kruse-Zapp, Robert Stutzenstein.
Die Namen der Preisträger, die die Jury (Martina Dannert/ Stadtbibliothek, Jens Meier/ Lagerhalle, Jutta Wermke/ NABU) ausgewählt hat, können hier noch nicht mitgeteilt werden. Die Preisverleihung findet am Sonntag (11. September) ab 12.00 Uhr beim Sommerfest des NABU am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10, statt. Alle Schülerarbeiten sollen bei dieser Gelegenheit präsentiert werden.
Die Preise haben spendiert: Buchhandlung zur Heide, Klangzentrum Osnabrück, Museum am Schölerberg und Aero-Club Osnabrück. So viel kann vorab verraten werden: Es lohnt sich für alle Klassen, am Fest teilzunehmen. Herzlich eingeladen sind auch Eltern, Geschwister und Freunde.

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Beispiel-Beiträge zum Schülerwettbewerb.

Wozu ein Klanggarten?
Neben dem aktiven forschenden, pflegenden, politisch engagierten Umgang mit Natur und Umwelt gehört zu den Zielen des NABU auch ein kontemplatives Sich selbst in der Natur Wahrnehmen und Sich mit ihr in Verbindung Setzen.
Dabei kann das Naturerleben, wo es nicht auf Kitschpostkartenniveau beschränkt ist, eine wichtige Quelle für Verantwortungsbewusstsein und eine Voraussetzung für weiterführendes naturkundliches Interesse sein. Dem Hören kommt dabei besondere Bedeutung zu als lange vernachlässigtem Sinn und Ergänzung des Sehens. In diesem Zusammenhang steht der Klanggarten, den Jutta Wermke und Jörg Kerll konzipiert und gestaltet haben.
Die Eröffnung
Am Sonntag, 11. September, um 14 Uhr wird der Klanggarten zum NABU-Sommerfest eröffnet. Viele haben dazu beigetragen. Der Klanggarten ist ein Gemeinschaftsprojekt des Museums am Schölerberg, des NABU Osnabrück e. V. und des Klangzentrums Osnabrück.
Die Konzeption
Der Klanggarten lebt von der Spannung zwischen Klang und Stille, Wahrnehmung und Vorstellung. Die thematische Ausrichtung folgt dem NABU-Jubiläumsprogramm Dem Klang der Jahreszeiten lauschen″ und bereichert den bestehenden Sinnesgarten in der Dimension des Hörens.
Die Komponenten
1. die Selbsttöner Für jede Jahreszeit hält der Garten ein Instrument bereit, das durch die Besucher entdeckt und spielerisch genutzt werden kann.
2. der Schautisch: Zur Ergänzung der Klangwahrnehmung wird die Klangvorstellung über poetische Texte zu den vier Jahreszeiten angesprochen. Der Tisch ist zugleich ein Lesepult, dessen Texte mit den Jahreszeiten wechseln und mit den instrumentalen Klängen korrespondieren.
3. die Windharfe (in Vorbereitung). Das verbindende Element ist der Wind, der sich zu allen Jahreszeiten unterschiedlich gebärdet und tönt und der sein eigenes Spiel treibt mit dem Instrument, das wir ihm anbieten.
Ort der Begrüßung
Hier im Klanggarten sollen künftig Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit einem kleinen musikalischen Event willkommen geheißen werden: jeweils am ersten Sonntag nach Jahreszeitenbeginn um 11 Uhr. Für den 25. September kündigen Jörg Kerll und Jutta Wermke die Herbstbegrüßung an mit Hilmar Hajek (Horn).

Bildtext:
Andreas Peters (links) und Jutta Wermke freuen sich auf den Klanggarten. Foto: Jörn Martens
Autor:
Andreas Peters, Holger Oldekamp, Jutta Wermke


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