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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schutz der Landwirte?
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel „‚ Wir sitzen bis zum Hals in Gülle′ Staatssekretäre: Keine schnelle Hilfe am Dümmer″ (Ausgabe vom 2. September).

Wie kann es sein, dass man für ein Problem eine Lösung sucht, ohne die Ursache zu bekämpfen? Ein stehendes Gewässer wie der Dümmer wird niemals in der Lage sein, so große Mengen an eingeleiteter Gülle zu verarbeiten. Bevor man Millionen in die Sanierung investiert, um den Nährstoffeintrag zu vermindern, sollte man die Verursacher dieses Problems ermitteln und verpflichtend an der Lösung beteiligen. Gerade bei der Einleitung von tierischen Fäkalien ist die im Artikel angesprochene Phosphat-Fällung nur ein Teil des Ganzen.
Die Einträge von Stickstoff (Ammoniak) die maßgeblich für den Algenbewuchs sind müssen ebenfalls eliminiert werden. Die gesamte Fällung von Nährstoffen würde auf Dauer in die Millionen gehen und wäre gleichzeitig dauerhaft keine Lösung. Würde man auf diese Fällung verzichten, würde dies auf kurz oder lang die Eutrophierung (Kippen eines Sees durch zu hohes Nährstoffangebot, übermäßige Algenbildung, Sauerstoffverarmung) des Dümmers bedeuten. An den Zuflüssen des Dümmers lässt sich anhand der Biologie leicht feststellen, wo welcher Belastungsgrad vorliegt und an welchen Stellen Gülle von Landwirten eingeleitet wurde. Dieser Nachweis ist auch noch nach Monaten möglich. Die Einleitung von Abfällen in Fließgewässer ist generell in Deutschland verboten es ist mir also schleierhaft, warum man sich nicht erst um dieses Problem kümmert. Es wäre geradezu paradox, wenn die Landwirte, die für dieses Problem verantwortlich sind, mit am Tisch sitzen und Lösungen′ vorschlagen, wenn der Weg doch so einfach wäre. Die Regierungsvertreter, die mit diesem Problem betraut wurden, sollten sich ernsthaft überlegen, ob sie das nötige Wissen und das nötige Verständnis für dieses Umwelt- und Wirtschaftsproblem besitzen. Für mich sieht es eher danach aus, als wolle man die Landwirte als typische CDU-Wähler in Schutz nehmen und die Betroffenen für dumm verkaufen. Man sollte jetzt eingreifen und die Einleitungen verhindern, auch wenn eine Restaurierung des Gewässers jetzt schon nötig ist weiter muss es nicht kommen.″
Philipp Bollmann
Lingen

Bildtext:
Unbeschwertes Baden im Dümmer wie hier muss möglich bleiben.
Foto:
dpa
Autor:
Philipp Bollmann


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