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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neumarkt-Sperrung: Dieser Osnabrücker zerrt die Stadt vor Gericht
Zwischenüberschrift:
Zu hohe Lärmbelastung am Wall?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Alle Blicke richten sich wieder auf den Neumarkt: Wird er für Autos gesperrt? Ab Mittwoch beschäftigt sich das Verwaltungsgericht Osnabrück mit dem Thema. Einer schaut besonders genau hin der Mann, der mit anderen Klägern die Stadt in der Neumarkt-Sache vor den Kadi gezerrt hat.

Ted Wilker wohnt in einem Haus an der Ecke Wallring/ Klingensberg. Der Lärm der täglich 27 000 Fahrzeuge, die den Hasetorwall passieren, geht ihm auf die Nerven. Als die Ratsmehrheit die Sperrung des Neumarktes durchsetzte und dabei in Kauf nahm, dass ein Teil der Autofahrer auf den Wallring ausweicht, reichte er Klage ein. Ich will Gerechtigkeit″, sagt der 37-Jährige. Wilker sorgte im vergangenen Jahr für Aufsehen, als er sich am Wallring an der Einfahrt zum Klingensberg Autofahrern in den Weg stellte, um auf die Belastungen aufmerksam zu machen.

Wilker ist einer von neun Klägern, die in drei Verfahren gegen die Neumarkt-Sperrung vorgehen. Sie bringen unter anderem vor, dass ihre körperliche Unversehrtheit in Gefahr ist, wenn durch eine Neumarkt-Sperrung der Autoverkehr auf dem Wallring zunimmt. Die Kläger fordern von der Stadt ein Konzept für den Wall, das die Anlieger vor zusätzlichen Belastungen schützt. Das Verwaltungsgericht wird am Mittwoch ab 10 Uhr darüber verhandeln.

Wilker sagt, die Stadt habe ihm angeboten, Schallschutzfenster einzubauen. Ein Angebot, das ihn noch wütender werden lässt denn vor gut einem Jahr hat er auf eigene Kosten welche einbauen lassen. Die Stadt habe vorgeschlagen, die Lärmbelastung in dem Haus am Klingensberg durch einen Gutachter prüfen zu lassen und, falls die Werte zu hoch sind, die Kosten für neue Fenster zu übernehmen. Aber die Malerarbeiten will die Stadt nicht bezahlen″, schimpft Wilker.

2018 untersuchten Experten im Auftrag der Stadt die Wohn- und Lärmsituation am Wallring. Das Ergebnis: 80 Prozent der untersuchten Wohngebäude müssten im schlimmsten Fall mit Lärmschutzfenstern ausgestattet werden. Vor 174 Gebäuden nähmen die Lärmbelastungen nachts Werte an, die die Stadt zum Handeln zwängen.

Neue Fenster brauche er nicht mehr, sagt Wilker, damit komme die Stadt viel zu spät. Er geht davon aus, dass die Stadt vor Gericht verliert. Und dann erwartet er, dass die Stadt uns eine ordentliche Summe in Euro bietet″.

Bildtext:
Einsamer Protest: Ted Wilker im Februar 2018 am Wall in Osnabrück.
Foto:
David Ebener
Autor:
Wilfried Hinrichs


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