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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Streit um geplanten Baumarkt
Zwischenüberschrift:
Was die Helleraner von einem möglichen Globus-Neubau halten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Seit Max Bahr vor fünf Jahren geschlossen hat, gibt es in Hellern keinen Baumarkt mehr. Jetzt will Globus an der Rheiner Landstraße bauen und zwar groß. Die Meinung darüber ist im Stadtteil gespalten. Es gibt Gegner, aber auch Befürworter. Das zeigte sich jetzt auch im Bürgerforum.

Die saarländische Globus-Gruppe hat das Gelände zwischen dem Restaurant Poseidon in unmittelbarer Nähe der Großen Schulstraße und dem Gewerbegebiet stadtauswärts ins Visier genommen. Etwa 400 Meter weiter befindet sich Ikea. Dem Plan nach soll der Baumarkt 14 000 Quadratmeter groß werden. Draußen soll es Platz für 380 Autos geben. Das Unternehmen will etwa 20 Millionen Euro investieren und mehr als 100 Arbeitsplätze schaffen.

Aber was bedeutet das für Hellern? Die Stadtteilbewohner Ulrich Lübbert, Rainer Sunderdiek und Birgit Kannengießer sind nicht einverstanden mit der Bodenversiegelung, die mit dem Bauprojekt einhergeht. Lübbert und Herbert Neugebauer befürchten außerdem ein erhebliches zusätzliches Verkehrsaufkommen für den Stadtteil, Sunderdiek prognostiziert schlechte Luft, von der seiner Meinung nach bei Westwind auch andere Teile der Stadt betroffen wären. Lübbert wies außerdem darauf hin, dass es in Osnabrück bereits zwei große Baumärkte gibt und drei andere aufgegeben haben.

Es gab Gegenargumente. Dass Max Bahr und Praktiker geschlossen haben, liege nicht an mangelnder Kundschaft in Osnabrück, sondern an deren Insolvenz, erläuterte Sozialdezernentin Katharina Pötter. Sie zeigte sich davon überzeugt, dass die Globus-Gruppe den hiesigen Markt sehr genau analysiert habe.

Und sie stellte fest: Auch Baumärkte gehören zur Nahversorgung.″ Das habe sich gerade in Hellern gezeigt. Pötter erinnerte daran, dass zumindest in drei vergangenen Bürgerforen mehrere Anwohner darauf gedrängt hatten, dass Hellern wieder einen Baumarkt bekommt und die Stadt aufgefordert, sich dafür einzusetzen. Auch in der jüngsten Sitzung machten sich einige Anwohner für kurze Wege zum nächsten Baumarkt stark und widersprachen damit denen, die eine Globus-Ansiedlung gerne verhindern würden. Die Baumarkt-Kritiker konterten mit dem Hinweis, dass längere Fahrten mit dem Fahrrad gesund seien zum Beispiel zu einem der bereits in Osnabrück vorhandenen Baumärkte.

Und was ist mit dem zu erwartenden Auto- und Lkw-Verkehr? Jannik Littek vom Fachbereich Städtebau wies darauf hin, dass die entsprechende Untersuchung noch nicht abgeschlossen sei. Es sei jedoch auch geplant, einen Teil des Geländes für Park-and-ride zu nutzen. Außerdem wies er darauf hin, dass die Fläche, die sich in Privateigentum befindet, eine ehemalige Deponie ist. Die Verwaltung vermutet, dass sich im Boden eine Mischung aus Hausmüll, Gewerbeabfällen und Schutt befindet und sieht darin eher ein Argument für eine Bebauung als dagegen.

Littek wies auf die geplante Bürgerbeteiligung hin: Wenn Sie Stellung beziehen möchten, können Sie das gerne tun.″ Am Ende entscheidet der Rat. Den Stand des Plans beschrieb der Verwaltungsmitarbeiter so: Wir sind noch ganz am Anfang.″
Autor:
Jann Weber


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