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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein „Ja″ mit Bauchschmerzen für die Feldbahn
Zwischenüberschrift:
Trotz Rückzieher der Sparkassenstiftung: Rat stimmt Streckenverlängerung zu
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Alle sind für die Feldbahn am Piesberg. Trotz Kostensteigerungen segnete der Rat mit großer Mehrheit den reduzierten Ausbau der Strecke bis zum Stüveschacht ab. Und das, obwohl das Projekt am Ende noch einmal um 112 000 Euro teurer wurde.

16 000 Besucher nutzen die Feldbahn auf dem 1, 2 km langen Abschnitt bis zum Südstieg, den die Mitglieder des Museums für feldspurige Industriebahnen vor zehn Jahren verlegt haben. In der warmen Jahreszeit ist an jedem zweiten Sonntag Betrieb. Der Verein verfügt über 32 Schmalspurlokomotiven, von denen sieben im Lokschuppen am Fürstenauer Weg untergebracht sind. Genug Fahrzeuge also, um auch eine längere Strecke zu bedienen.

Die sollte vom Lokschuppen am Fürstenauer Weg bis zum Grubenweg in Lechtingen führen. Die Bäume auf der zukünftigen Trasse sind schon gefällt, eigentlich sollte in diesen Wochen mit dem Bau der Gleise begonnen werden. Für die 2, 8 Kilometer langen Gleise hatte die Stadt ursprünglich 1, 35 Millionen Euro kalkuliert. Durch Zuschüsse auch von der Europäischen Union hätte sie nur ein Sechstel dieser Summe als Eigenanteil aufbringen müssen. Doch da hatten sich die Verantwortlichen zu früh gefreut. Das böse Erwachen kam mit den Ergebnissen der europaweiten Ausschreibung mit einer Kostensteigerung von 67, 4 Prozent.

So entstand die Idee, das Projekt in zwei annähernd gleich lange Bauabschnitte aufzuteilen und den Stüveschacht zur vorläufigen Endstation zu erklären. Die Geldgeber haben signalisiert, dass sie trotz des Schmalspurprogramms zu ihrer Förderzusage stehen, und die Stadt erklärte sich bereit, ihren Eigenanteil auf knapp 700 000 Euro zu erhöhen.

So steht es in der Vorlage für die Ratssitzung, und schon vorab hatte sich eine breite Zustimmung für die reduzierte Feldbahnvariante abgezeichnet. Doch als der Rat am Dienstag zusammentrat, war das Papier schon wieder überholt. Kurzfristig mussten weitere 112 000 Euro aufgebracht werden, weil die Stiftung der Sparkassen im Landkreis ihren Zuschuss auf Eis gelegt hatte zweckgebunden für den zweiten Bauabschnitt. Denn der führt auf Landkreisgebiet. Somit steht dieses Sümmchen schon als Sockelbetrag für Teil 2 bereit, der in einigen Jahren folgen könnte.

Aber zunächst einmal erhöht sich mit dem Rückzieher der Sparkassenstiftung der Eigenanteil der Stadt Osnabrück auf 808 450 Euro. Ein zäher Brocken auch für die wohlwollenden Ratsmitglieder, aber an den 112 000 Euro wollten sie das Schmalspurvorhaben nicht scheitern lassen. Am Ende enthielten sich die Politiker von FDP, UWG und Piraten. Die große Mehrheit des Rates stimmte zum Teil mit Bauchschmerzen für die Verlängerung der Feldbahnstrecke.

Bildtext:
Im Sommer gut nachgefragt: die Feldbahn am Piesberg.
Foto:
Archiv/ Thomas Limberg
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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